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Dodge Viper: Giftschlange mit Nebenwirkungen

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Dodge Viper  

Die Schlange kann giftig werden

30.09.2013, 11:09 Uhr | Holger Holzer, SP-X

Dodge Viper: Giftschlange mit Nebenwirkungen. Dodge Viper der ersten Generation (Quelle: Oldtimer Markt)

Dodge Viper der ersten Generation (Quelle: Oldtimer Markt)

Amerikanische Sportwagen wie die Corvette oder der Ford Mustang haben oft ein halbstarkes Image, und das gilt besonders für den vor 20 Jahren präsentierten Dodge oder Chrysler Viper. Doch die brachiale Optik ist nicht nur Show.

Viper-Karosserie: Risse statt Rost

Die Karosserie der Viper besteht wie bei der großen Konkurrentin Corvette vor allem aus mit Glasfaser verstärktem Kunststoff. Das Material ist rostfrei, neigt indessen zur Bildung von Rissen. Die bei einigen Modellen mit seitlichen Auspuffrohren (Sidepipes) verbauten Aluminium-Schweller leiden jedoch häufig unter Korrosion.

Viper: Trotz Plastik kein Leichtgewicht

Trotz der Leichtbauweise bringt der zweisitzige US-Sportler stolze 1,5 Tonnen auf die Waage, was auch am stabilen Stahl-Kastenrahmen unter der Plastikhaut liegt. Plastik ist auch das Schlagwort für den Innenraum: der ist amerikanisch-trist, allerdings recht haltbar.

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Viper: Über 400 PS sind schwer zu bändigen

Der V10-Motor der Viper mit acht Litern Hubraum verfügt über 405 PS, die via Sechsgang-Handschaltung an die Hinterachse geleitet werden - ungebändigt von ABS, Traktionskontrolle oder anderen elektrischen Helfern. Entsprechend schwierig zu fahren ist die tückische Giftschlange.

V10-Motor gilt als recht haltbar

In Sachen Haltbarkeit gilt der V10 als absoluter Dauerläufer, zumindest wenn er ruhig auf der Welle seines überlegenen Drehmoments schwimmen durfte, anstatt ständig die Drehzahl-Arie kreischen zu müssen. Einige bekannte Probleme gibt es laut der Experten von "Oldtimer Markt" aber doch: etwa löchrige Kühler oder Zylinderkopfdichtungen. Langfristig Probleme machen können die notorischen Probleme mit den Zündkabeln. Häufig ist das Pausieren eines der zehn Zylinder gar nicht zu hören, so dass das unverbrannte Benzin mit der Zeit den Ölfilm zerstört und für erhöhten Verschleiß sorgt. Gebrauchtwagenkäufer sollten auch darauf achten, dass das Getriebe leicht und ohne Geräusche schaltet - Reparaturen sind sehr teuer.

Blick von unten lohnt sich

Schwachstellen wurden bei europäischen Fahrzeugen einige Schwachstellen schnell in Eigenregie behoben; so wurde etwa das zu schwach ausgelegte Fahrwerk häufig durch Tuningteile ersetzt. Hier sollte man darauf achten, dass der Umbau in den Papieren eingetragen ist. Generell sollte man sich den Sportler auch von unten betrachten, denn zu den weiteren Schwachpunkten zählen Lenkgestänge, Silentbuchsen und die Drehmomentstützen an der Hinterachse.

Unterhaltskosten für die Giftschlange sind hoch

Bei der Viper liegen nicht nur die Fahrleistungen auf Supersportwagen-Niveau, sondern auch die Unterhaltskosten, so die Spezialisten von "Oldtimer Markt". Ersatzteile sind zwar leicht zu bekommen, aufgrund der geringen Stückzahlen aber sehr teuer. Mächtig ins Geld gehen auch die Reifen in hierzulande seltenen Größen. Ein kompletter Satz kostet locker 1400 Euro. Viele Exemplare sind jedoch schon beim Händler lange überlagert. Wer nicht selbst eine kleine Werkstatt zur Verfügung hat, muss auch bei kleinen Problemen mit hohen Reparaturkosten rechnen: der Motorraum ist extrem eng, die passenden Diagnose-Geräte für die Elektrik kaum zu bekommen.  

Unter 30.000 Euro läuft nichts

Fazit: Viper-Fans sollten nur bei gut gepflegten und rücksichtsvoll behandelten Exemplaren zuschlagen. Die Preise für Modelle mit der Classic-Data-Note 3 liegen bei rund 33.000 Euro.

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