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Faszination Quadski

31.07.2014, 14:04 Uhr | press-inform/wanted.de

Faszination Quadski. Hat Räder und kann schwimmen: Der Quadski von Gibbssports. (Quelle: Hersteller)

Hat Räder und kann schwimmen: Der Quadski von Gibbssports. (Quelle: Hersteller)

Ein Spielzeug wie geschaffen für Geheimagenten: Der Quadski ist an Land und auf dem Wasser im Einsatz. Mit dem Fun-Vehikel bringt Gibbssports einen amphibischen Alleskönner an den Markt. Fahrvergnügen zum Preis eines Mini Cooper Cabrio - für Schwergewichte ist er allerdings ungeeignet.

Foto-Serie mit 19 Bildern

Schon im James Bond-Streifen "Der Spion, der mich liebte" aus dem Jahr 1977 düste der erste Jet-Ski über die Leinwand - wenn auch noch nicht in der Form, die heute Usus sind. Nun kommt ein Gefährt in den Handel, das den Wasser-Renner von 007 noch toppt - denn es ist auch an Land funktionstüchtig. Das heiße Gerät heißt "Quadski" und ist für rund 30.000 Euro das richtige Spaßmobil.

Jet-Ski trifft Quad

Wie der Name schon verrät, ist das vierrädrige Amphibienfahrzeug ein Mix aus einem Jet-Ski und einem Quad, genauer gesagt einem ATV, sprich All Terrain Vehicle. Denn durch diese Bezeichnung umgeht sein Entwickler, der Neuseeländer Alan Gibbs, ein Zulassungsverbot seitens der US-Sicherheitsbehörde. Der hat so seine Erfahrungen mit der Bürokratie.

Bei einem seiner vorherigen Amphibienfahrzeuge führte das Fehlen von Airbags dazu, dass es ein Einzelstück bleiben musste. Das kann ihm jetzt nicht mehr passieren. Allein 300 Patente hat der Hersteller in den vergangenen 15 Jahren für das Fahrzeug angemeldet. 2006 begann er die Produktion in Kleinserie, 2012 ging die überarbeitete Version als Serienfahrzeug in den USA raus, doch erst jetzt kommt der Quadski nach Europa.

Eine Mischung aus Quad und Ski, wie es der Quadski bietet, gab es in dieser Form bisher noch nicht. Jedoch hat der Hersteller Gibbs neben dem neusten Amphibienfahrzeug bereits einen schwimmfähigen Roadster, den Aquada, und einen ebenfalls schwimmfähigen Geländewagen, den Humdinga, entwickelt.

Antrieb durch einen BMW-Motorradmotor

Für den Antrieb des Quadski sowohl auf dem Land als auch auf dem Wasser sorgt ein Motorradmotor.

Das BMW K1300cc-Vierzylinderaggregat leistet 105 Kilowatt beziehungsweise 140 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 118 Newtonmetern. Dies ist auch notwendig, da der Hecktriebler in seiner XL-Version mit zwei Sitzplätzen 652 Kilogramm auf die Waage bringt. In der Einzelsitzkonfiguration wiegt er knapp einen Zentner weniger.

Nichts für Schwergewichte

Wer jetzt denkt, dass so ein robust ausschauendes Gefährt jedes Gewicht aushält, der irrt jedoch. Denn der Fahrer des 3,26 Meter langen Quadski darf maximal 100 Kilogramm schwer sein und höchstens 20 Kilogramm an Gepäck mitnehmen. Der 3,56 Meter lange Quadski XL darf insgesamt 185 Kilogramm transportieren.

Aufgeteilt auf zwei Sitze bedeutet dies jedoch nur einen Gewichtsschnitt von rund 90 Kilogramm. Zudem müssen sich Interessierte von dem Gedanken, dass noch ein Anhänger hinterhergezogen werden kann, ebenfalls auf Grund der Gesetzeslage verabschieden.

Transformation in einem Meter Wassertiefe

Ist der 56,5 Liter große Treibstofftank gefüllt, kann der Fahrer den Motor per Knopfdruck am linken Griff zum Leben erwecken. Und das per Daumengas am rechten Griff. Die zwölf Zoll großen Räder sehen zwar sehr offroadtauglich aus, doch sollte in Anbetracht des reinen Heckantriebs und der Bodenfreiheit von 21,5 Zentimetern eher auf ebenem und nicht allzu sandigem Untergrund gefahren werden. Erreicht der Quadski ein Ufer, kann die Transformation zum Wassersportgerät beginnen. Voraussetzung dafür ist eine Mindestwassertiefe von einem Meter, damit die vier kleinen Räder per Knopfdruck problemlos eingefahren werden können.

Fünf Sekunden und ein paar Pieptöne später, schwimmt der in Auburn Hill, im US-Bundesstaat Michigan, produzierte Sonderling. Wie auch im Landbetrieb verfügt der Quadski auch auf dem Wasser über einen Rückwärtsgang, was das Rangieren erheblich erleichtert.

Keine Bremsmöglichkeit auf dem Wasser

Der Unterschied zur Fahrt an Land fällt auf, wenn das erst Mal am Bremshebel gezogen wird. Da passiert dann nämlich überhaupt nichts. Denn auf dem Wasser kann lediglich durch Gaswegnahme gebremst werden. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 39 Knoten, was umgerechnet 72 Kilometern pro Stunde entspricht, kann der Bremsweg da schon mal 76 Meter lang werden, was Jet-Ski-Enthusiasten aber sowieso klar ist. An Land, wo er ja genauso schnell unterwegs ist, sieht das dank gewohnter Bremsanlage schon überschaubarer aus. Der Tiefgang des 1,85 Meter breiten Wassergefährts mit Jet-Antrieb beträgt 35,2 Zentimeter. Das Fazit: Roger Moore hätte bestimmt auch an diesem Fahrzeug seine wahre Freude gehabt. Impressionen finden Sie in unserer Fotoshow.

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