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Porsche 959: Deutschlands schnellste Geldanlage

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Porsche 959: Deutschlands schnellste Geldanlage

05.08.2015, 12:34 Uhr | SP-X, wanted.de

Porsche 959: Deutschlands schnellste Geldanlage. Porsche 959: der Sportwagen setzte in den 80er Jahren neue Maßstäbe. (Quelle: Hersteller)

Porsche 959: der Sportwagen setzte in den 80er Jahren neue Maßstäbe. (Quelle: Hersteller)

Alltagstaugliche und für Besserverdiener noch bezahlbare Racer für Strecke und Straße, dafür steht Porsche wie kein anderer Sportwagenbauer. Entsprechend tollkühn wirkte der extrem teure Turbo- und Hightech-Überflieger 959, den die Schwaben 1985 als bis dahin schnellsten Serien-Sportler aller Zeiten lancierten.

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Mit diesen drei Typen hatte 1985 niemand gerechnet: In Wimbledon gewann ein 17-jähriger bislang unbekannter Tennisspieler namens Boris Becker als erster Deutscher das englische Traditionsturnier, bei den US-Masters der Golf-Profis triumphierte als erster Deutscher Bernhard Langer und bei den automobilen Seriensportwagen griff als erster Deutscher der Nachkriegsära der Porsche 959 nach dem Titel des weltweit schnellsten und teuersten Asphaltbrenners.

Super-Porsche für 420.000 DM

Mit diesem vom Porsche-Klassiker 911 abgeleiteten Supersportler schoss der Sportwagen-Bauer einen Technologieträger in die Umlaufbahn, wie ihn der Globus noch nicht gesehen hatte. Und das zum astronomisch hohen Preis von 420.000 Mark. Dennoch war der 450 PS starke Turbo so begehrt, dass die limitierte Auflage schon vor Serienstart vergriffen war und bereits die ersten gebrauchten 959 mit Aufpreis gehandelt wurden.

Was Bugatti (EB 110), Ferrari (F40), Jaguar (XJ 220) und andere animierte, wenig später einen Supercar-Hype auszurufen. Ausverkaufsgarantie bewies jedoch allein der Porsche 959 als erster über 315 km/h schneller Allrad-Racer. Seine Technik und sein hohes Tempo machten ihn legendär.

In 3,9 Sekunden auf Tempo 100

Anders als heute zählte in den temposüchtigen 1980er Jahren eine bis 350 km/h reichende Tachoskala noch was. Tatsächlich stand sogar die 300-km/h-Marke vor 30 Jahren noch für eine Schallmauer, die kein Geschoss durchbrach. So reklamierte etwa der Lamborghini Countach S quattrovalvole im Prospekt nur 295 km/h für sich, trotz gerade erfolgter Nachschärfung. Immerhin beschied er sich mit 5,8 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h, ein Wert, der den Italiener damals zum unschlagbaren As im Autoquartett machte – bis der Porsche 959 vorfuhr. Mit elektronischem Allradantrieb, tempoabhängig regelndem Stoßdämpfersystem und reichlich Renntechnik brannte der Bolide die Beschleunigungsbestzeit von 3,9 Sekunden in die Bahn.

Noch eindrucksvoller waren nur die bei Pressetestfahrten erreichten 320 km/h. So schwärmten amerikanische Journalisten von einer Topspeed „the German way on the autobahn“, um dann zu resümieren, den Porsche perfekt zu nennen, sei eher eine Untertreibung.

Nicht in den USA erlaubt

Entsprechend frustrierend wirkte für amerikanische Porsche-Fans die in Zuffenhausen gefällte Entscheidung, auf einen USA-Export dieses Autos der Superlative zu verzichten. Genutzt werden konnten Supercars wie der Über-Porsche in Amerika allerdings ohnehin erst nach 1998, als das sogenannte Show & Display-Gesetz die Einfuhr und das Fahren von Kleinserien-Meilensteinen erlaubte. Was den Preisnotierungen gebrauchter 959 weiteren Auftrieb verlieh. Da konnten Konkurrenten nur ohnmächtig staunen. Eine 1992 nachgeschobene Sonderserie von acht Porsche 959, die aus Teilebeständen gebaut wurden, fand zu horrenden Preisen von 747.500 Mark (entsprach dem Wert von sechs Porsche 911) in Rekordzeit Liebhaber. Was machte den ultimativen Porsche so begehrenswert? Es war ein unwiderstehlicher Mix aus einer Technik, die gut war für Rekorde und zugleich Alltagstauglichkeit garantierte. Hinzu kamen Geschichten und Mythen in der Welt der bunten Blätter über prominente, angebliche Porsche 959-Piloten. Stardirigent Herbert von Karajan wurde ebenso genannt, wie die Namen von Popsänger Falco und von Tenniskönigin Martina Navrátilová. Dabei sollte sich der 959 ursprünglich auf das Revier der Rallyepisten konzentrieren und dort die Rivalen ab Mitte der 1980er Jahre in Grund und Boden fahren. Passend zum neuen "Gruppe-B-Reglement“ entwickelte Porsche den 959 auf Basis des erfolgreichen Porsche 911 SC. Laut Regelwerk mussten allerdings mindestens 200 Fahrzeuge produziert werden, was Porsche durch eine Straßenversion des 959 für gut situierten Stammkunden erreichen wollte.

Tatsächlich ernteten die Stuttgarter schon mit dem Prototyp des neuen Supersportwagens auf der IAA 1983 geradezu euphorischen Applaus und die Produktionszahlen wurden wenig später um fast 50 Prozent erhöht. Die Erfolge im Motorsport taten ein übriges. Sowohl bei der Rallye Dakar als auch beim Rennen Le Man gewann der Porsche 959. 1986 startete endlich die Auslieferung der Straßenversion des "Entwicklungsträgers für die Zukunft“, wie Porsche sein High-Tech-Modell nannte. Neben dem elektronisch geregelten Allradantrieb wartete der 959 mit der weltweit ersten geschwindigkeitsabhängig arbeitenden Niveauregulierung auf, die den Wagen bei hohem Tempo automatisch absenkte und Fahrstabilität bis zur Höchstgeschwindigkeit verlieh. Eine ebenso sichere Verzögerung gewährleisteten großzügig dimensionierte, innenbelüftete Scheibenbremsen in Verbindung mit dem damals noch neuen ABS. Erstmals warnte zudem ein neuartiges Reifendruckkontrollsystem an den Magnesiumrädern vor plötzlichem Druckverlust. Vom allerfeinsten auch die Innovationen im Inneren des 450 PS starken Triebwerks: Voll polierte und geschmiedete Titan-Pleuel und eine gasnitrierte, siebenfach gelagerte Stahlkurbelwelle fanden sich sonst nirgends.

Porsche 959 immer gefragter

Für die glücklichen 959-Besitzer blieb der Sportler die beste aller Fahrspaßmaschinen - und nebenbei eine Geldanlage mit Wertsteigerungsgarantie. Denn der Sportwagenhersteller hat von der 959-Baureihe nur knapp 300 Exemplare gebaut. Die Autos sind heute auf jeden Fall deutlich mehr wert als der damalige Kaufpreis. Fahrzeuge der 1992 platzieren Sonderserie kosten heute mindestens eine Million Euro und gelten als die wertvollsten Autos der Baureihen. Doch auch die anderen Porsche 959 werden immer gefragter, wie die jüngsten Ergebnisse von Auktionen zeigen. Anfang 2015 wurde bei einer Versteigerung in Arizona (USA) ein Modell aus dem Jahr 1988 für rund 900.000 Euro verkauft. Mitte August kommt in Pebble Beach ebenfalls ein Porsche 959 aus demselben Baujahr unter den Hammer. Das Auktionshaus Goodiung Company rechnet mit einem Erlös von bis zu 1,6 Millionen Euro. Bilder der edlen Porsche 959 finden Sie in unserer Fotoshow.

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