Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Die faszinierendsten Muscle Cars und ihre Historie

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rollende Raketen – Faszination Muscle Cars

24.03.2016, 12:02 Uhr | Wolfgang Gomoll, press-inform

Die faszinierendsten Muscle Cars und ihre Historie. 1969 Ford Mustang Boss 429 (Quelle: 2010 Ford Motor Company)

1969 Ford Mustang Boss 429 (Quelle: 2010 Ford Motor Company)

Seit mehr als 100 Jahren begeistern Muscle Cars Auto-Fans auf der ganzen Welt. Wir haben die faszinierendsten Exemplare und ihre Geschichte für Sie zusammengestellt.

Der Name sagt eigentlich schon alles: "Muscle Car" (dt. Muskel-Auto). Die Rezeptur für so einen Kraftbolzen ist einleuchtend: Man nehme einen großvolumigen PS-starken Motor, verpflanze diesen in ein Coupé und garniere diese Melange mit einer wohltönenden Auspuff-Anlage. Bei den Muscle Cars ging es um pure Kraft und das Geradeaus-Beschleunigen zwischen zwei Ampeln.

Unbarmherziger Vortrieb

Diese Viertelmeilen-Sprints sind legendär. Das Motto: Geraden lieben, Kurven hassen. Bis zu 500 PS mobilisierten die Kraftbolzen Ende der 1960-er-Jahre. Mit dem Druck auf das Gaspedal setzte ein unbarmherziger Vortrieb ein, dass die obligatorischen Plüsch-Würfel (Fuzzy Dice), mit denen man die Bereitschaft zu einem Rennen signalisierte, hin und her tanzten. Schon weit vor der Hoch-Zeit der Muscle Cars zwischen 1965 und 1970, setzte der Buick "The 60 Special" im Jahr 1910 das Konzept dieser Kraftmeier-Autos fast schon perfekt um. Ein Vierzylinder-Motor mit einem Monster-Hubraum von 10,2 Litern katapultierte den Renner auf die – für damalige Zeiten – abenteuerliche Geschwindigkeit von 177 km/h.

Leider wurden nur zwei Exemplare dieser rollenden Rakete gebaut. Der Spitzname dieser Power-Maschine lautete übrigens "Bug" (dt.: Insekt, Käfer). 

Hutze für die Atemluft

Der Pontiac GTO ist schon aufgrund seiner extravaganten Front mit der Hutze, die dem 6,5-Liter-V8-Big-Block die dringend benötigte Atemluft zuführte, einer der markantesten Vertreter der Muscle Cars. Bei der Version des Jahres 1967 knallten dem Fahrer 600 Newtonmeter und rund 355 PS ins Kreuz. Damit war der Pontiac GTO einer der schnellsten Sprinter der Viertelmeilen-Strecke. Der Vater des GTO war der damalige Chef-Ingenieur John DeLorean. 

Der Plymouth Road Runner war so etwas wie das Understatement-Modell der Muscle Cars. Statt Renn-Streifen und auffälligen Lufthutzen, gab es zunächst nur eine ziemlich nervige Hupe, die das "Beep Beep" der Comic Figur "Road Runner", die dauernd von einem Kojoten gejagt, aber nie gefangen wird. >>

50.000 Dollar für "Road Runner"

Angeblich hat der amerikanische Autobauer 50.000 Dollar an die Film-Firma "Warner Bros" bezahlt, um den "Road Runner" verwenden zu dürfen. Unter der Haube der Blech-Version werkelte zunächst ein 6,3-Liter-Motor und später ein legendäres Hemi-Triebwerk mit sieben bis 7,2 Litern Hubraum und maximal rund 430 PS. Wer wollte, konnte auch eine Motorhaube mit einklappbaren Lufteinlässen ordern.

Jede Aufzählung dieser Art wäre ohne einen Ford Mustang unvollständig. Einen echten Brecher mit dem vielsagenden Namen "Ford Mustang Boss 429" des Jahres 1969 bekommt man, wenn man ein Auto eines Herstellers sucht, der mit diesem Modell bei der NASCAR-Renn-Serie einsteigen will. Deswegen wurde der V8- Motor aus dem Ford-Triebwerk mit der Kennzahl 385 entwickelt. Daraus resultierte ein Triebwerk mit der Bezeichnung "429", die auch für den Hubraum (429 cubic inches = 7.030 Liter) stand. Um das riesige Triebwerk in dem Auto unterbringen zu können, musste der Motorraum vergrößert werden. Nominell war der "Boss-Nines" rund 380 PS stark und hatte, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass die Rennwagen mit Straßenzulassung locker die 450 PS knackten. Da angeblich nur 1058 Autos gebaut wurden, ist dieses Muscle Car ein ziemlich gesuchtes Exemplar.

500 PS für 7200 Dollar

Ein anderes Modell, bei dem das Datenblatt nicht ganz der Wahrheit entsprach, ist der Chevrolet Camaro ZL1 des Jahres 1969. Offiziell schaffte der Sieben-Liter-V8 immerhin 430 PS, aber unabhängige Tester attestierten dem Chevy-Kraftwerk ein spürbares Leistungs-Plus jenseits der 500-PS-Marke. So viel Power hatte auch ihren Preis: Der Camaro ZL 1 kostete damals rund 7200 Dollar – eine stolze Summe. Deswegen verließen auch nur 69 Exemplare der "rollenden Rakete" die Chevy-Fabrik. Viele dieser Autos wurden für Autorennen umgebaut, was vielen Muscle-Car-Enthusiasten bis heute die Tränen in die Augen treibt.

Natürlich hatte auch Buick in der Hochzeit der Muscle Cars ein Modell, das den Oberarm so richtig anspannen konnte. Der Buick GSX war ein Spätstarter auf dem Markt der Muscle Cars, schließlich dämmerte 1970 schon das Ende der Ära der Kraftbolzen herauf. Mit rund 350 PS erklomm der GSX (Gran Sport, inklusive Stage 1 Tuning-Kit) nicht unbedingt die Spitze der Kraftpyramide. Doch das Drehmoment von 691 Newtonmetern machte beim Sprint eine gute Figur. Dabei half auch, dass der 7,5-Liter-Motor deutlich leichter war als vergleichbare Aggregate anderer Hersteller. 


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Shopping
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017