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Oldtimer mit neuer Technik unter der Haube

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Alte Autos, neue Technik

09.02.2017, 15:34 Uhr | SP-X

Oldtimer mit neuer Technik unter der Haube. Spyder GT heißt der sehenswerte Umbau eines Jaguar E-Type Cabrios der Firma Eagle. (Quelle: Eagle)

Spyder GT heißt der sehenswerte Umbau eines Jaguar E-Type Cabrios der Firma Eagle. (Quelle: Eagle)

Darf man edle Oldtimer einfach umbauen und unter der Haube neue Technik verbauen? Für Vertreter der reinen Lehre gilt das als Blasphemie. Für andere können sich dagegen so manch neu gemachte Oldies mehr als sehen lassen, wie einige spektakuläre Umbau-Projekte beweisen.

Mag mancher Oldtimer mit seiner zeitlos-eleganten Optik auch noch so sehr faszinieren, technisch gehören die meisten ins Museum und eigentlich nicht mehr auf die Straße. Außer man tut, was viele Oldtimer-Fans niemals tun würden: ans Eingemachte gehen. Einige Restaurationsspezialisten bieten radikale Erneuerungskuren an, bei denen alte Optik und neue Technik in oft spektakulärer Weise zusammenfinden. Die Sache hat allerdings einen Haken: Die sehenswerten Umbauten kosten zumeist sehr viel Geld.

Jaguar-Umbau von Eagle kostet 800.000 Euro

Die Firma Eagle aus England zum Beispiel legt Hand an den legendären Jaguar E-Type. Falls gewünscht, kann man sich die 60er-Jahre-Ikone mit viel Liebe zum Detail möglichst originalgetreu restaurieren lassen, oder aber einen Radikalumbau in Auftrag geben. Im Fall des E-Type Cabriolets kostet der dann stolze 800.000 Euro. Dafür bekommt der Kunde einen Eagle Spyder GT, der ein komplett neues Fahrwerk, einen umfangreich verbesserten Motor und sogar eine schickere Außenoptik als das Original bietet. Im Kern bleibt die schöne Figur des E-Type erhalten, doch Eagle haucht der Karosserie mit geschickten Modifikationen sogar noch ein wenig mehr Pep ein. Der Motor leistet nun bei 335 PS anstelle von 269 PS. 

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Singer hat sich auf Porsche 911 spezialisiert

Diesen besonderen Pep lieben auch die Kunden der in Kalifornien beheimateten Firma Singer Vehicle, die sich auf Porsche 911 der Baureihe 964 spezialisiert hat. 964er wurden in den 80er- und 90er-Jahren gebaut und sind auf dem Gebrauchtmarkt recht günstig zu bekommen. Der Clou: Bei Singer bekommt der noch halbwegs neuzeitliche Elfer eine 70er-Jahre-Ästhetik verpasst. Die Originalität ist perdu, aber der in aufwendiger Handarbeit umgestrickte Singer-Style entfacht selbst bei Puristen Begeisterung. Zudem werden die Fahrzeuge auch technisch aufgewertet. Das alles hat seinen Preis: Zusammen mit dem Ursprungsfahrzeug wird man wohl mindestens 400.000 Euro investieren müssen. Mit Sonderwünschen kann der Preis auch deutlich steigen.

ABS und Klimaanlage für den Mercedes SL

Auf einen anderen schwäbischen Sportwagen-Klassiker hat sich die Firma Mechatronik aus Pleidelsheim spezialisiert: den Mercedes SL W 113. Auch hier geht es darum, die zum Teil schon über 50 Jahre alten Fahrzeuge besser zu machen. Wer möchte, kann seinen alten SL mit moderner Klimaanlage oder ABS aufrüsten lassen. Man kann sich auch einen neuzeitlichen V8-Motor einbauen lassen. Wer einen umfangreichen Umbau will, bei dem auch Innenraum und Karosserie fit gemacht werden, muss sich über ein Jahr gedulden und 300.000 bis 400.000 Euro auf den Tisch legen.

Memminger macht dem Käfer Beine

Die in Bayern beheimatete Firma Memminger hat sich hingegen auf die Modernisierung des VW Käfer spezialisiert. Besonders gerne versetzen die Süddeutschen betagte Cabriolets in den Neuwagenzustand. Am Ende ist der Memmiger-Käfer vielleicht sogar besser, als er einst beim Verlassen der VW-Fabrik war, denn fast alle Teile werden, auf höherem Qualitätsniveau, neu aufgebaut. Und mehr PS kann man auch noch bekommen. Memminger hat gleich mehrere Motorvarianten im Portfolio. Ein 2,7-Liter-Boxermotor mit 185 PS beschleunigt das einst behäbige Krabbeltier sogar auf deutlich über 200 km/h, die man dank des umfangreich überarbeiteten Fahrwerks dann auch fahren kann. ABS, Navisystem, Xenon-Scheinwerfer? Kein Problem und lediglich eine Frage des Geldes. Memminger-Käfer kann man schon für deutlich unter 100.000 Euro bekommen.

E-Motoren für betagte Autos

Nicht auf einen bestimmten Oldtimer festgelegt ist die amerikanische Firma Bloodshed Motors. Im Prinzip bringen die Tüftler jedes Auto auf einen sogar zukunftsweisenden Stand der Technik: Der alte Verbrennungsmotor geht raus, eine oder mehrere E-Maschinen kommen rein. Und die sorgen für mächtig viel Dampf ohne Emissionen. Eindrucksvoll demonstriert haben die Umbauwütigen ihr Können an einem 68er Ford Mustang Fastback, der dann als Zombie 222 mit zwei 750 PS starken und 2400 Newtonmeter entwickelnden E-Motoren für Aufsehen sorgte. Gut 200.000 US-Dollar soll das Projekt verschlungen haben. Wer ein Musclecar mit E-Power will, sollte sich also an die Volt-Spezialisten von Bloodshed wenden.

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