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Medion Akoya P5105 D: Aldi-PC kann mehr, als er verspricht

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Medion Akoya P5105 D  

Neuer Aldi-PC kann mehr, als er verspricht

26.05.2015, 16:59 Uhr |

Medion Akoya P5105 D: Aldi-PC kann mehr, als er verspricht. Medion Akoya P5105 D (Quelle: t-online.de)

Der Medion Akoya P5105 D ist ab dem 28. Mai bei Aldi Nord zu haben. (Quelle: t-online.de)

In den Filialen von Aldi Nord steht am 28. Mai ein neuer Tower-PC für 499 Euro, den der Discounter als "Multimedia-PC" bewirbt. Doch diese Bezeichnung ist hier eher verwirrend als hilfreich: Aldi-Hoflieferant Medion bestückt den Computer mit einigen äußerst attraktiven Komponenten, doch auf Multimedia ist er nur unzureichend abgestimmt.

Bei neuen Computer-Angeboten sparen die Aldi-Werbestrategen meistens nicht mit Superlativen. Schmalspur-Notebooks werden so schnell zu wahren Alleskönnern und nahezu leere Tower mit Minimal-Bestückung zu Turbo-PCs. Schon ein kurzer Blick auf die Technikdaten entlarvt die Sprüche als wertloses Geschwätz. Und wie sollen denn wirklich leistungsfähige Computer bezeichnet werden, wenn die Werber schon bei den Billigheimern in die Vollen gehen?

Die Antwort könnte der Medion Akoya P5105 D geben, der Ende des Monats bei Aldi Nord erhältlich ist. Im Unterschied zu allen vorherigen Aldi-PCs verfügt er über 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und kann obendrein mit einem wirklich schnellen Prozessor aufwarten. Doch dieser echte Power-Tower ist auf der Aldi-Internetseite lediglich ein "Multimedia-PC". Von Superlativen keine Spur, wird hier also eher Understatement betrieben?

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Starker Hauptprozessor

Das Herz des Akoya P5105 D ist ein Intel Core i5-4460, ein Vierkern-Prozessor der "Haswell"-Serie mit 3,2 Gigahertz Taktfrequenz und 6 MB Cache. Dank Turbo-Boost kann er die Taktfrequenz noch einmal geringfügig um 200 Megahertz erhöhen. Die CPU ist zwar nicht brandneu, doch die nachfolgende Prozessor-Baureihe ("Broadwell") wird bislang nur für mobile Rechnervarianten hergestellt. Somit gehört Haswell in einem Tower-PC zur neuesten Generation und lässt sich ohne Einschränkung als schnell bezeichnen. Mit Office und Internet ist die CPU sogar eindeutig unterfordert.

Beim neuen Aldi-PC stimmt auch der Arbeitsspeicher: Passend zum flinken Prozessor verbaut Medion 8 GB, was auch für anspruchsvollere Aufgaben wie Videoschnitt und mehrere gleichzeitig aktive Rechenprozesse ausreicht. Nur für anspruchsvolle 3D-Spiele reicht es nicht, dafür fehlt eine schnelle Grafikkarte. Stattdessen muss der künftige Besitzer mit der integrierten HD-Grafik auskommen. Sich komplett auf Mahjongg und Solitär zu reduzieren ist hingegen nicht nötig, der Grafikchip taugt für so manches ambitionierte Spiel mit reduzierten Detaileinstellungen.

Medion Akoya P5105 D: Multimedia-Mängelliste

Immerhin: Einen DVD-Brenner hat Medion in den Tower eingebaut, obwohl das auf den Bildern der Gehäusefront gar nicht zu sehen ist. Doch für echte Multimedia-Tauglichkeit wäre ein Blu-ray-Brenner sinnvoller. Ebenfalls wünschenswert wäre ein eingebauter TV-Tuner. Auch eine digitale Audioschnittstelle (SPDIF) fehlt, was die Verwendung etwa mit einem AV-Receiver zum Musikhören verbietet.

Die verbaute Festplatte speichert bis zu 1000 Gigabyte, was für übliche Bedürfnisse mehr als ausreicht. Theoretisch bietet sie Platz für umgerechnet etwa 16.000 Stunden Musik im MP3-Format, auch wenn Windows 8.1 und die installierten Programme etwas Platz für sich beanspruchen. Bei Film-Sammlungen in HD könnte es zwar irgendwann knapp werden, aber hier dürften Sammler ohnehin über eine größere externe Festplatte verfügen. Die integrierte Festplatte ist eine SSHD mit einer zusätzlichen 8-GB-SSD. Das verkürzt je nach Einsatzgebiet die Zugriffszeiten deutlich, doch mit einer echten SSD-Festplatte kann diese Technik nicht mithalten.

Medion spart bei den Anschlussbuchsen

Wie üblich, legt Aldi dem Tower Tastatur und Maus bei. Aldi-Computer sind auch für die gute Schnittstellenbestückung bekannt. Insofern enttäuscht der Akoya P5105 D. HDMI ist nur einmal vorhanden. Ist er durch den Monitor besetzt, lässt sich ohne weiteres keine digitale Verbindung mehr zu einem Fernseher oder AV-Receiver herstellen. Auch bei den USB-Buchsen knausert Medion: Lediglich vier Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite, vorne befinden sich zwei weitere, davon einmal USB 3.0. Wenn diese nicht durch eine externe Festplatte dauerhaft belegt sein soll, bleibt nur der "Datenhafen", der sich auf der Oberseite befindet und eine passende Medion-Festplatte voraussetzt.

Fazit: Immerhin schnell und günstig

Der Medion Akoya P5105 D ist ein schneller und günstiger Computer, jedoch nicht der ausgesprochene "Multimedia-PC", den Aldi anpreist. Mit der Bestückung aus flinkem Prozessor, üppigem Arbeitsspeicher und ausreichend dimensionierter Festplatte stoßen nur Spezialnutzer an ihre Grenzen. Wer jedoch eine TV-Sendung aufzeichnen oder einen Blu-ray-Kinofilm ansehen will, muss weitere Hardware dazukaufen. Ein zweiter HDMI-Ausgang wäre ebenso wünschenswert wie einige zusätzliche USB-Anschlüsse. Der Medion Akoya P5105 D ist ab dem 28. Mai bei Aldi Nord für 499 Euro erhältlich.

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