15.12.2012, 17:29 Uhr | t-online.de, dpa
Die erste Kreditkarte der Welt ist ein unscheinbares Stück Pappe und brachte in einer Auktion unlängst über 18.000 Euro ein. (Quelle: dpa)
Ein unscheinbares Stück Pappe mit einem Magnetstreifen darauf hat in einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's über 23.000 US-Dollar eingebracht, umgerechnet etwas über 18.000 Euro. Das hässliche Etwas ist die allererste Kreditkarte der Welt.
Während der Verkauf des Pianos aus dem berühmten Hollywood-Film Casablanca für 460.000 Euro enttäuschte – es war mit dem Doppelten gerechnet worden – brachte der Prototyp der ersten Kreditkarte überraschend deutlich mehr ein, als erwartet. Die Auktionatoren hatten auf 15.000 US-Dollar (etwas mehr als 11.000 Euro) für das bisschen Pappe gehofft. Doch es gab genug Bieter, die sich für das Stückchen Technikgeschichte interessierten.
IBM entwickelte diesen Prototypen einer Kreditkarte im Jahr 1960. Die Karte war noch aus einfacher Pappe und nicht, wie heute, aus Plastik. Der Magnetstreifen war einfach mit einer Art Tesafilm auf den Pappdeckel aufgeklebt. Immerhin zeigt die Karte bereits die Form, die auch heutige Kreditkarten haben. IBM hatte mit solchen Karten experimentiert, als Computer noch selten und groß wie Kleiderschränke waren. Geld wurde zu dieser Zeit noch am Kassenschalter der Bank abgehoben und bargeldlose Zahlung funktionierte per Scheck.
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Quelle: t-online.de, dpa
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