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Spotify: Neue Alben zum Teil nur noch für Premium-Kunden verfügbar

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Spotify verärgert Nutzer  

Frische Alben nur noch für Premium-Kunden

06.04.2017, 08:50 Uhr | dpa, hd

Spotify: Neue Alben zum Teil nur noch für Premium-Kunden verfügbar. Spotify (Quelle: dpa)

Wer bei Spotify neue Alben hören will, muss in Zukunft dafür zahlen. (Quelle: dpa)

Der Streaming-Marktführer Spotify hat dem Druck der Musikbranche nachgegeben und stimmt zu, dass neue Alben zunächst nur in der kostenpflichtigen Premium-Version verfügbar sein werden.

Der Deal mit dem größten Musikkonzern Universal Music sieht vor, dass Künstler ihre vollständigen frischen Alben für zwei Wochen nur zahlenden Abo-Kunden zugänglich machen können, wie Spotify mitteilte.

In der kostenlosen Version sollen in dieser Zeit nur einzelnen neue Titel, die früher "Single-Auskopplungen" genannt wurden, zu hören sein. Außerdem müssen Sie Werbung und starke Einschränkungen bei der persönlichen Titelauswahl in Kauf nehmen. Das Premium Abo kostet knapp zehn Euro pro Monat (120 Euro pro Jahr), für Studenten und Familien gibt es Rabatt.

Der Streaming-Marktführer Spotify hatte sich lange gegen Forderungen der Industrie gesträubt, die Premium- und Gratis-Varianten unterschiedlich zu bestücken. Die Plattenfirmen beharren darauf, Hörer stärker in die kostenpflichtige Nutzung zu drängen.

Dabei betonen Streaming-Anbieter wie Spotify oder Deezer, Gratis-Versionen seinen ein wichtiges Instrument, um Nutzer zu binden, die später auch für Abo-Modelle gewonnen werden könnten. Andere Dienste wie Apple Music oder Napster verzichten dagegen auf eine kostenlose Variante.

Spotify ist Nummer eins beim Streaming

Die langfristige Vereinbarung mit Universal Music ist ein wichtiges Ereignis für Spotify, das den Weg für einen Börsengang des Musikdienstes ebnen könnte. Laut Medienberichten arbeiteten die Partner bisher auf Basis monatlich verlängerter Deals. Spotify ist die klare Nummer eins beim Streaming mit 50 Millionen zahlenden Abo-Kunden und mehr als 100 Millionen Nutzern insgesamt.

Das Streaming, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, entwickelt sich zur wichtigsten Einnahmequelle der Branche und sorgt nach einem Jahrzehnt der Talfahrt auch wieder für ein deutliches Wachstum des Marktes.

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