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Fake-News: Facebook will Falschmeldungen bekämpfen

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Gegen Lügen im Netz  

Facebook will Fake-News bekämpfen

07.04.2017, 12:18 Uhr | Axel Schoen, t-online.de

Fake-News: Facebook will Falschmeldungen bekämpfen. Facebook erklärt, wie Falschmeldungen gemeldet werden können (Quelle: Facebook)

Facebook erklärt, wie Falschmeldungen gemeldet werden können (Quelle: Facebook)

Scheinbar setzt sich bei Facebook immer mehr die Erkenntnis durch, dass Fake-News stärker bekämpft werden müssen. Das Unternehmen hat jetzt einen Drei-Punkte-Plan vorgestellt.

Facebook will sich gegen Fehlinformationen und Falschmeldungen einsetzen: "Wir wissen, dass Menschen verlässliche Informationen auf Facebook sehen möchten." Denn Falschmeldungen schadeten der Gemeinschaft und untergraben das Vertrauen. Die Folgen seien verunsicherte und schlecht informierte Menschen. 

So will Facebook die Verbreitung von Fake-News verhindern:

  • Wirtschaftliche Anreize bekämpfen, da die meisten Falschmeldungen finanziell motiviert sind.
  • Neue Produkte entwickeln, um die Verbreitung von Falschmeldungen einzudämmen.
  • Menschen dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie auf Falschmeldungen stoßen.

Es wird viel Geld mit Fake-News verdient

Facebook will die wirtschaftliche Basis der Fake-News-Verbreiter austrocknen und so ihr Treiben beenden. In der Ankündigung des Social-Media-Giganten heißt es: "Wir haben festgestellt, dass Falschmeldungen oft finanziell motiviert sind. Spammer verdienen Geld, indem sie sich für seriöse Nachrichtenorganisationen ausgeben und Falschmeldungen posten. Diese Meldungen sollen Personen dazu bewegen, ihre Webseiten zu besuchen, die oft hauptsächlich aus Werbeanzeigen bestehen."

Dazu sollen folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Mithilfe der Facebook-Community und externer Faktenprüfer soll die Erkennung von Falschmeldungen verbessert werden, um die Verbreitung von Fake-News wirtschaftlich unattraktiv zu machen.
  • Urheber von Falschmeldungen sollen keine Werbeanzeigen mehr auf Facebook kaufen dürfen.
  • Intelligente Programme sollen das Erkennen von Betrug, die Durchsetzung der FB-Richtlinien und das Aufspüren von Spam-Konten erleichtern.
  • Facebook will seine Mechanismen verbessern, um gefälschte Konten zu erkennen und die Tätigkeit von Spammern zu erschweren.

Entwicklung neuer Produkte

Facebook überarbeitet nach eigenen Angaben ständig seine Produkte und versucht Falschmeldungen besser zu erkennen, will aber "nicht selbst Richter der Wahrheit sein". Stattdessen setzt das soziale Netzwerk auf die Facebook-Community und auf externe Anbieter. Diese sollen gemeinsam "Falschmeldungen erkennen und ihre Verbreitung verhindern".

  • Verbesserung des Ranking-Systems: Facebook analysiert den News-Feed, um ihn zu verbessern. So hat das Netzwerk festgestellt, dass manche Artikel wesentlich seltener geteilt werden, nachdem sie gelesen wurden. Das ist für ein Zeichen dafür, dass sie irreführend sein können. 
  • Einfacheres Melden: Facebook testet verschiedene Möglichkeiten, um das Melden von Fake-News zu vereinfachen. Wer eine mutmaßliche Falschmeldung sieht, kann auf die obere rechte Ecke des Beitrags klicken, um diese zu melden.
  • Zusammenarbeit mit Partnern (in Deutschland zurzeit noch nicht gestartet): Facebook will mit unabhängigen externen Faktenprüfern zusammenarbeiten. Verdächtiger Content soll an diese Organisationen weitergeleitet werden. Wenn diese die Beiträge als gefälscht identifizieren, erhalten die Inhalte einen Unglaubwürdigkeits-Warnhinweis. Dieser enthält einen Link zum Artikel sowie eine Begründung der Entscheidung.
  • Als unglaubwürdig eingestufte Meldungen erscheinen im News Feed lediglich weiter unten, werden aber nicht gelöscht.

Mehr Hintergründe liefern

Facebook will laut eigener Aussage "mehr Kontext zu den Meldungen bieten, sodass Sie fundiert entscheiden können, was Sie lesen, glauben und teilen möchten." Außerdem sollten ihnen zu den jeweiligen Themen verschiedene Perspektiven angeboten werden, damit sie den Wahrheitsgehalt von Nachrichten besser einschätzen können.

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