03.11.2010, 11:14 Uhr | t-online.de
Windows fitspritzen mit frischen Treibern (Quelle: t-online.de)
Manchmal knirscht und knackt es im Gebälk des Windows-Betriebssystems. Oftmals sind es veraltete Treiber, die Windows ausbremsen und Probleme verursachen. Regelmäßige Treiber-Updates sind für ein rund laufendes System eigentlich ein Muss, doch wer hier falsch vorgeht, richtet leicht noch mehr Schaden an. Wir erklären Ihnen, wie Sie neue Treiber sauber und solide installieren, so dass Ihr Computer danach wieder störungsfrei lossprinten kann.
Sie halten Ihren Windows-PC regelmäßig mit Microsofts Windows-Updates auf dem neuesten Stand? Sehr gut, doch gilt das auch für die Gerätetreiber? Die von Microsoft monatlich veröffentlichten Windows-Updates stopfen zwar Sicherheitslöcher im System, doch mit den Gerätetreibern haben diese Updates nichts am Hut. Diese sind für das optimale Zusammenspiel von Hard- und Software verantwortlich und sollten ebenso regelmäßig aktuell gehalten werden. Wer das versäumt, verschenkt Leistung oder gefährdet die Stabilität seines Systems. Hardware-Hersteller entwickeln in der Regel nach einer Produkteinführung ihre Treiber noch eine Weile weiter, oft sogar jahrelang. Dabei werden Fehler entfernt, es werden Anpassungen an neue PC-Komponenten vorgenommen und die Geschwindigkeit optimiert. Mitunter kann ein simples Treiber-Update die Lösung für viele Probleme darstellen. Ein Treiber-Update ist also stets sinnvoll.
Windows bietet zwar eine Suchfunktion an, erst seit Windows 7 ist die Treibersuche oder das Aktualisieren von Treibern über Windows Update einigermaßen verlässlich. Treiber bekommen Sie daher am besten direkt auf den Internet-Seiten der Hardware-Hersteller. Oder Sie nutzen komfortable Treiber-Sammlungen wie Driver Reviver oder DriverGenius. Seien Sie bei anderen Download-Quellen sehr vorsichtig. Online-Kriminelle locken gerne mit vermeintlichen Treiber-Downloadseiten, die in Wirklichkeit vor allem Viren und Trojaner verbreiten.
Um den richtigen Treiber zu finden, identifizieren Sie zunächst über den Windows-Gerätemanager die betreffende Hardware. Notieren Sie sich die genaue Produktbezeichnung und die Treiberversion. Bei einer Grafikkarte ist der Fall recht simpel, denn hier kommt es nicht auf die Marke der Karte sondern den Hersteller des Grafikchips an. Nahezu alle Grafikkarten basieren auf einem Chip von Nvidia (Geforce-Modelle) oder AMD (Radeon). Beide Hersteller bieten auf ihren Internetseiten jeweils Universaltreiber an, Nvidia GeForce und AMD Catalyst, die die Treiber für unzählige auch ältere Modellvarianten enthalten. Achten Sie nun noch vor dem Download darauf, dass Sie die richtige Variante für Ihr Betriebssystem anklicken.
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Nutzen Sie keine separate Grafik- und/oder Soundkarte sondern eine Onboard-Lösung, sollten Sie auf den Seiten des Mainboard-Herstellers nach Chipsatz-Treibern suchen. Bei Notebooks mit Intel-Prozessor stammt dieser praktisch immer von Intel selbst. Praktisch: Intel bietet ein kostenloses Tool zur Chipsatz-Erkennung an. Die Chipsatz-Treiber sind auch für andere Funktionen zuständig, die auf dem Mainboard integriert sind, etwa den Festplattenzugriff oder das WLAN-Modul. Manchmal gibt es aber auch separate Treiber.
Manche Gerätehersteller versorgen ihre Kunden noch über Jahre mit Treibern, andere scheuen den Aufwand. Treiber für die verbreiteten 32-Bit-Varianten von Windows XP und Windows 7 sind noch üblich, aber für die eher selteneren 64-Bit-Versionen fehlt oft das Passende. Für aktuelle und neue Hardware stehen zwar in vielen Fällen Treiber für Windows 7 64 Bit zur Verfügung, bei älterer Hardware heißt es aber zu improvisieren. In Ausnahmefällen hilft es, einen Treiber zu benutzen, der eigentlich für ein älteres Betriebssystem oder gar ein anderes Modell gedacht war. So lassen sich zum Beispiel Laserdrucker aller Marken fast immer mit den "HP Laserjet"-Treibern, die in Windows enthalten sind, zum Drucken bewegen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Hersteller-Support nach.
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Installiert man einen neuen Treiber einfach "drüber", also ohne die alte Version zu entfernen, besteht das Risiko von Treiber-Konflikten. Diese äußern sich oft zunächst in kryptischen Fehlermeldungen, etwa bei jedem Systemstart. Anschließend funktionieren Komponenten wie Grafik- oder Soundkarte möglicherweise nicht mehr korrekt. Die saubere Installation eines neuen Treibers ist nicht schwer und gliedert sich in zwei wesentliche Schritte. Zunächst deinstallieren Sie den vorhandenen Treiber manuell. Danach wird der Neue installiert. Überlassen Sie die Löschung des alten Treibers nicht der Update-Funktion.
Die sorgfältige Entfernung des alten Treibers sorgt dafür, dass der neue Treiber sich nicht an Erblasten seines Vorgängers verschluckt. Denn oft genug achten die Programmierer von Treibern nicht darauf, eine sorgfältige Deinstallation der Vorgänger in die Installations- und Updateroutine einzubauen. Ein so aktualisierter Treiber kann dazu führen, dass beim Aufruf des neuen Treibers übrig gebliebene Bestandteile der früheren Version angesprochen werden. Nur durch die manuelle Deinstallation des alten Treibers schließen Sie nervige Treiber-Konflikte aus. Empfehlenswert ist, mögliche Treiber-Reste nach der Deinstallation mit Gratis-Programmen wie Driver Sweeper zu löschen.
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Nach der Deinstallation des alten Treibers ist die Installation des neuen sehr einfach. Die Hersteller liefern für die Treiber fast immer ein Installations-Programm. Ob von CD oder aus einem Download heraus, die Installation startet in der Regel automatisch. Sie müssen selten mehr tun, als ein oder zweimal auf OK zu klicken. Startet die Installation nicht automatisch, hilft in der Regel der Aufruf der Datei "setup.exe" oder "install.exe" in dem Datenpaket des Treibers. Bei mancher externer Hardware kann es sein, dass Sie das Gerät erst nach der Installation des Treibers anschließen dürfen. Sollte die Hardware wie beispielsweise ein DVB-T-Stick bei einem Treiber-Update also noch am Computer angeschlossen sein, sollten Sie es trennen. Ob das nötig ist, verrät Ihnen ein Blick in die Installationsanleitung des Gerätes. Nun sollte der Treiber korrekt installiert und ihr Windows wieder wie geschmiert funktionieren.
Video-Ratgeber rund um Windows finden Sie auf der Computer-Video-Seite. Dort zeigen wir Ihnen unter anderem, wie Sie Windows XP auf Windows-7-Niveau hieven, die Desktop-Suche optimal nutzen und die Festplatte optimieren.
Quelle: t-online.de
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