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Aldi: Neues Notebook zu teuer und zu schlecht

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Schnäppchen-Check  

Akoya E7424 bei Aldi Nord: Zu teuer, zu schlecht

26.07.2017, 20:08 Uhr | Julian Bühler, t-online.de

Aldi: Neues Notebook zu teuer und zu schlecht. Das Technik-Angebot von Aldi enthält auch ein Medion-Notebook. Mit 550 Euro ist es bei mittelmäßiger Ausstattung aber nicht günstig. (Quelle: t-online.de/Aldi Nord, Montage: t-online.de)

Das Technik-Angebot von Aldi enthält auch ein Medion-Notebook. Mit 550 Euro ist es bei mittelmäßiger Ausstattung aber nicht günstig. (Quelle: Aldi Nord, Montage: t-online.de/t-online.de)

Ein 17,3-Zoll-Notebook ist das neue Highlight, das Aldi Nord ab Donnerstag (27.07.) in seinen Filialen anbietet. Viele Kunden vermuten hinter jedem Computer-Angebot des Discounters ein Schnäppchen – ist das wirklich so? Wir haben uns das Notebook näher angesehen und sind enttäuscht.

Aldi hat sich einen Namen gemacht, indem der Discounter neben günstigen Lebensmitteln immer wieder auch billige Computerhardware verkauft. Der Clou daran: Nachdem die Discounter-Kette dieses "Schnäppchen"-Image erst einmal aufgebaut hat, muss sie es nicht mehr pflegen und kann auch mittelmäßige Produkte zu Preisen anbieten, die gar keine echten Schnäppchen sind. 

Das scheint schon seit einiger Zeit die Devise bei Aldi zu sein, denn viele Angebote der letzten Jahre waren kein lohnender Kauf und hatten nur ein mittelmäßiges Preis-Leistungsverhältnis. Wir wagen einen genaueren Blick auf das neue Notebook-Angebot von Aldi Nord:

Medion Akoya E7424 – ab 27.07.2017 bei Aldi Nord im Handel

  • Intel Core i3-7100U Prozessor
  • 4 GByte Arbeitsspeicher
  • 128 GByte SSD und 1.500 GByte Festplatte
  • Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel), IPS
  • Windows 10 Home und Software-Paket
  • 3 Jahre Garantie

Wertung: Die Komponenten im Detail

Intel teilt seine höherwertigen Prozessoren seit einigen Jahren in drei Bereiche ein, die alle den Vornamen "Core" tragen. Bei den Modellen der Einsteigerklasse folgt im Namen ein "i3" und die spezifische Produktnummer. Modelle der Mittelklasse werden mit "i5" und die Spitzenmodelle mit "i7" benannt. Die Buchstaben am Ende geben Hinweise auf Sonderfunktionen, das "U" beim Prozessor im Akoya E7424 bedeutet zum Beispiel, dass der Prozessor stromsparend ist und unterwegs länger durchhalten soll.

Der verwendete Prozessor i3-7100U gehört in die Einsteigerklasse der Mobil-Prozessoren, schlägt sich bei Performance-Tests innerhalb seiner Klasse aber recht ordentlich und ist ausreichend für viele Windows-Anwendungen. Er besitzt zwei Kerne und ist mit 2,4 Gigahertz getaktet, kann allerdings nicht in einen Turbo-Modus hochschalten.

Einen Computer mit Windows 10 und nur vier Gigabyte Hauptspeicher zu betreiben geht, macht aber keinen Spaß. Das ist einfach zu wenig und mindert den Gesamteindruck des Akoya E7424 deutlich. Angebote anderer Hersteller bieten bei ähnlichen Preisen schon meistens acht Gigabyte. Gleichzeitig wirkt sich der geringe Ausbau an dieser Stelle auf die Leistung der im Prozessor eingebauten Grafikeinheit HD Graphics 620 aus, die Bilder am besten mit zwei schnellen Arbeitsspeicher-Modulen im "Dual-Channel-Modus" bereitstellen kann.

Medion Akoya E7424 (Quelle: Aldi Nord)Medion Akoya E7424: Die Ausstattung umfasst einen Intel Core i3 Prozessor, eine SSD und Festplatte sowie leider nur 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. (Quelle: Aldi Nord)

Das Display hat eine Auflösung im  – für die letzten Jahre klassischen – Standardformat von 1.920 x 1.080 Pixeln (Full-HD) und verwendet IPS-Technik, was für starke Farben und eine hohe Blickwinkelunabhängigkeit sorgen sollte. Die Bildschirmdiagonale beträgt 17,3 Zoll, das Gerät ist also ziemlich groß und mit 2,8 Kilogramm nicht gerade leicht. Für den mobilen Einsatz eignet es sich damit kaum, eher als Heim-PC-Ersatz, den man auch mal schnell wegräumen kann.

Als Datenspeicher steht ein schneller SSD-Speicher mit 128 Gigabyte und eine 1500 Gigabyte große Festplatte zur Verfügung. Letzteres macht nur Sinn, wenn Sie ein riesiges Filmarchiv mit sich tragen wollen – und dann wäre eine externe Festplatte wahrscheinlich auch ausreichend.

Abgerundet wird das Angebot von einem Software-Paket, zu dem neben Windows 10 auch einige Anwendungen gehören. Allerdings sind dies oft nur Testversionen, die man nach 30 Tagen bezahlen muss, um sie weiter zu verwenden. Diese gibt es kostenlos im Netz.

Fazit: Bis auf den unzureichenden Arbeitsspeicher könnte das Gesamtpaket des Medion Akoya E7424 als etwas schweres Mittelklasse-Notebook mit großem Display durchgehen. Was aber gar nicht überzeugt ist der Preis: Die Zeiten, in denen ein Durchschnitts.Notebook für 550 Euro ein Schnäppchen war, sind schon seit Jahren vorbei. Für ein vergleichbares Markengerät von Asus, Lenovo, HP oder anderen bekannten Herstellern zahlt man teils weniger oder bekommt eine bessere Ausstattung. Geld spart man mit dem Aldi-Angebot nicht!

Unser Tipp: Angebote im Netz vergleichen – und sparen!

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Angebot ein günstiges Schnäppchen ist, nur weil es beim Lebensmittel-Discounter steht. Eine kurze Internet-Recherche bei Preisvergleichern oder Computershops hilft hier schnell weiter. Auf der Seite "Notebooksbilliger" können Sie zum Beispiel sehr schnell die Kriterien für ihr Wunsch-Notebook einstellen und erhalten eine Auswahl passender Modelle.

Mit den Kriterien "17 Zoll" und einem Preisbereich von "319 bis 600 Euro" stehen hier über 40 Modelle zur Auswahl. Viele haben acht Gigabyte Arbeitsspeicher, manche einen besseren i5-Prozessor statt dem i3-Modell, andere liegen im Preis deutlich unter der 500-Euro-Grenze. Das beliebteste Angebot zum Zeitpunkt des Artikels ist das Lenovo V110-17ISK für 399 Euro. Wer sich für das Akoya E7424 interessiert, wird in den meisten Fällen auch mit diesem Gerät zufrieden sein und spart gegenüber Aldi ganze 150 Euro – dafür kann man beim Discounter jede Menge Lebensmittel kaufen, denn die sind dort tatsächlich billig.

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