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Analoges Sat-TV abgeschaltet - so steigen Sie auf Digital-TV um

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Analoges Satelliten-TV abgeschaltet - was tun?

30.04.2012, 10:08 Uhr | Christian Fenselau

Analoges Sat-TV abgeschaltet - so steigen Sie auf Digital-TV um. Aus für das analoge Satellitensignal am 30. April (Quelle: imago)

Aus für das analoge Satellitensignal am 30. April (Quelle: imago)

Seit Montag drei Uhr früh ist das analoge Satelliten-TV Geschichte. Die deutschen TV-Sender haben die Ausstrahlung in der vergangenen Nacht endgültig eingestellt. Fast alle Haushalte haben rechtzeitig auf Digital-Betrieb umgestellt, die Fachwerkstätten hatten Hochbetrieb, meldet der Branchenverband Bitkom. Dennoch dürfte in manchem Keller und in mancher Gartenlaube noch eine analoge Anlage vor sich hin schlummern. Wir sagen Ihnen, was Sie jetzt noch tun können.

Die Umrüstung von Analog-Sat zu Digital-Sat ist in den meisten Fällen schnell erledigt und recht preiswert. Die Empfangsschüssel, der Offset-Spiegel, lässt sich in der Regel weiterverwenden, wenn sie noch gut in Schuss ist. Auch bei der Verkabelung kann in den meisten Fällen alles bleiben. Nötig ist dann nur noch ein digitales Empfangsmodul, genannt Low Noise Block Converter (LNB), das auf der Schüssel befestigt wird, und ein DVB-S-Receiver, der an den Fernseher angeschlossen wird. Im günstigsten Fall sind LNB, Receiver und Schüssel zusammen für unter 100 Euro zu bekommen.

Es geht natürlich auch luxuriöser: Sat-Receiver mit Doppelempfänger und integrierter Festplatte erlauben das komfortable Betrachten und Aufzeichnen von mehreren Programmen gleichzeitig, kosten in der Regel aber schon mindestens 300 Euro. Weitere laufende Kosten entstehen, wenn Sie Privatsender der RTL- und ProSiebenSat.1-Familie in HD empfangen wollen – hierfür ist eine "HD+"-Karte erforderlich, die den Receivern oder Einschubmodulen beigelegt ist. Nach den ersten 12 Monaten, die frei empfangbar sind, kostet die Karte 50 Euro jährlich.

Technische Versierte können die Umrüstung zwar selbst vornehmen, jedoch halten sich auch die Kosten für eine Fachwerkstatt meist in Grenzen, sofern keine neuen Kabel verlegt werden müssen. Wenn die Schüssel in schwindelerregender Höhe montiert ist, sollten Sie die Umrüstung unbedingt einem Experten überlassen. In den vergangenen Wochen war bei vielen Betrieben zwar kaum ein Termin zu bekommen, doch mit Ablauf des Stichtags dürfte sich die Lage wieder entspannt haben.

Alternativen zum Satelliten-Empfang

Das digitale Satelliten-TV bietet im Prinzip eine optimale Bildqualität, allerdings kann es bei heftigem Schneefall oder Gewitter schon mal sein, dass der Empfang zeitweise ausfällt. Digitales Fernsehen ist jedoch nicht nur via Satellit zu empfangen. Wer von analog auf digital umsteigen will, kann im Optimalfall zwischen Kabel-, Satelliten-, Antennen und Internetempfang (IPTV) wählen – zu unterschiedlichen Kosten und mit unterschiedlicher Programmauswahl. Doch in der Praxis sind die Wahlmöglichkeiten gar nicht so groß. Denn während Satelliten-TV und das digitale Antennen-Fernsehen (DVB-T) grundsätzlich an jedem Ort in Deutschland zu empfangen sind, kommen Kabel-TV und IPTV nur in den entsprechend ausgebauten Gebieten in Frage.

DVB-T: Günstige Alternative ohne Chance auf HD

Wer nur gelegentlich TV schaut und eine möglichst günstige wie unkomplizierte Lösung sucht, ist vielleicht mit DVB-T gut bedient, dem digitalen Antennenfernsehen: Da fast alle Flachbildfernseher bereits einen integrierten DVB-T-Tuner haben, fehlt nur noch eine Antenne zum Empfang. Oft reicht schon eine kleine Zimmerantenne aus. Befindet sich noch eine alte Hausantenne auf dem Dach, sollte diese genutzt werden. Nur ein Röhrenfernseher benötigt einen Zusatzempfänger, den es schon für unter 30 Euro im Handel gibt. Weitere Kosten entstehen nicht.

DVB-T kann auch jenseits vom heimischen Wohnzimmer für den Zweitfernseher sinnvoll sein, etwa im Wohnwagen oder Schrebergarten. Die Nachteile von DVB-T: Kein HDTV, der Empfang ist störanfällig und das Programmangebot eher klein, bestenfalls 20 bis 30 Sender sind möglich. Außerhalb der Metropolregionen fehlen die Privatsender, was die Sendervielfalt weiter drastisch reduziert.

Mieter oder Hausbesitzer?

Viele Mieter haben kaum eine Wahl, die Gebühren für den Kabelempfang sind oft in den Mietnebenkosten enthalten. Hier haben häufig Hausbesitzer langfristige Verträge mit den Kabelnetzbetreibern geschlossen. Ist das nicht der Fall, könnte die Installation einer Satellitenschüssel an fehlenden Installationsmöglichkeiten scheitern. Die Schüssel muss auf den Astra-Satelliten ausgerichtet sein, viele Wohnungen haben aber nur zur anderen Seite Balkon oder Fenster. Manchmal sind Satellitenschüsseln auch aus optischen Gründen oder Denkmalschutzauflagen untersagt.

Für den, der die freie Auswahl hat, bietet der digitale Satellitenempfang am meisten fürs Geld. Die Auswahl an Sendern (auch HD) ist am größten, zudem besteht keine kostenpflichtige Vertragsbindung gegenüber einem Anbieter. Wer den Installationsaufwand scheut und in einem ausgebauten Gebiet wohnt, sollte die Angebote der IPTV- und Kabel-TV-Anbieter prüfen. DVB-T empfiehlt sich nur dann, wenn eine kostengünstige Lösung gefragt ist und Einbußen bei Sendervielfalt und Bildqualität nicht ins Gewicht fallen.

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