17.05.2013, 17:16 Uhr | dpa-tmn, t-online.de
Energielabel auf einem Fernseher (Quelle: dpa)
Die Energie-Effizienzklasse eines neuen Fernsehers sagt wenig über den tatsächlichen Stromverbrauch des Geräts aus. Darauf hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hingewiesen. Beim Kauf neuer Fernseher und anderer Geräte sollten Verbraucher am besten nach dem tatsächlichen Stromverbrauch fragen – auch im Standby-Modus.
Orientierung beim Fernseherkauf sollen die Energielabel geben, die seit Dezember 2011 nicht nur auf Waschmaschinen und Kühlschränken, sondern auch auf Fernsehern kleben müssen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn die Effizienzklasse gibt keine Auskunft über den tatsächlichen Stromverbrauch eines Fernsehers, sondern kann im schlimmsten Fall sogar zur falschen Kaufentscheidung und einer hohen Stromrechnung führen – denn die Einstufung erfolgt immer im Verhältnis zur Displaygröße. Besser ist es daher, auf den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/annum) zu achten, der ebenfalls auf dem Energielabel steht.
"Problematisch ist dies insbesondere wegen des Trends zu immer größeren Fernsehern", stellt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fest. "Große Geräte verbrauchen trotz guter Effizienzklasse oft mehr Strom als kleine, ineffiziente Geräte." Aufgrund der EU-Regelungen erreichen zudem bisher nur TV-Geräte in Heimkinogröße die Effizienzklasse A++.
Kleine Fernseher mit geringem Stromverbrauch haben es dagegen deutlich schwerer, besser als mit Klasse A gelabelt zu werden. So verbraucht zum Beispiel ein A+-Gerät mit 80 cm (32 Zoll) Bildschirmdiagonale rund 50 Kilowattstunden Strom im Jahr. Bei einem großen Fernseher mit 140 cm (55 Zoll) Diagonale, der in dieselbe Energie-Effizienzklasse eingestuft wurde, ist der Stromverbrauch mit 120 Kilowattstunden pro Jahr mehr als doppelt so hoch.
Zudem berücksichtigt die Effizienzklasse nicht, wie viel Strom ein Fernseher im Standby-Betrieb schluckt. Auf dem Label ist aber immerhin zu sehen, ob das TV-Gerät einen echten Ausschaltknopf hat, damit es gar keinen Strom mehr zieht. Genauere Angaben zur Leistungsaufnahme im Standby-Modus müssen aber im Datenblatt stehen. Das gilt auch für Receiver, Blu-ray-Player und andere Geräte, die noch kein Energielabel haben.
Seit Anfang 2010 dürfen neue Produkte im Wartestand zwar nur noch maximal zwei, ab Anfang 2013 sogar nur ein Watt Leistung im Standby-Betrieb aufnehmen. Für Geräte, die zu diesen Zeitpunkten bereits im Handel sind oder waren, gilt die Regel aber nicht, warnt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Grundsätzlich lohnt sich bei Unterhaltungselektronik immer ein Blick auf den Energiehunger: Computer, Fernseher und Co. verursachen inzwischen ein Viertel (25 Prozent) des Stromverbrauchs in privaten Haushalten. Das ist deutlich mehr, als zum Beispiel für Beleuchtung (9 Prozent), warmes Wasser (13 Prozent) oder zum Kochen (10 Prozent) benötigt wird.
17.05.2013, 17:16 Uhr | dpa-tmn, t-online.de
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