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Edelkopfhörer: Diesen Luxus kann man hören

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Edelkopfhörer: Diesen Luxus kann man hören

22.05.2017, 19:05 Uhr | Uwe Kauss, t-online.de

Edelkopfhörer: Diesen Luxus kann man hören. Das optimale Klangerlebnis gibt es nur mit den richtigen Kopfhörern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das optimale Klangerlebnis gibt es nur mit den richtigen Kopfhörern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob zu Hause auf der Designer-Couch, beim Fitness Workout oder am Pool: Mit dem Mp3-Player lässt sich die Lieblingsmusik überall mit hin nehmen. Doch nur wirklich gute Kopfhörer bieten auch exzellenten sowie nuancierten Hörgenuss und sind dabei noch modisches Accessoire. t-online stellt Ihnen die besten Kopfhörer für ein optimales Klangerlebnis vor.

Früher waren sie im Studio zu Hause. Tontechniker und Produzent am Mischpult hörten genau, was die Band hinter der Scheibe rockte. Lange her. Heute sind sie überall. Doch so einfach ein Kopfhörer zu bedienen ist, so schwierig ist die Auswahl.

Den ultimativen Kopfhörer gibt es nicht

"Er ist ein extrem individuelles Produkt, sein Klang hat die wichtigste Bedeutung, aber Komfort, Passform und Optik spielen bei der Auswahl eine genauso große Rolle", erzählt Thorsten Jörg, Kopfhörer-Experte des renommierten, bereits 1982 gegründeten Fachgeschäfts "HiFi-Profis" in der Frankfurter Innenstadt. Vor kurzem eröffnete das Haus als eines der wenigen Geschäfte in Deutschland ein Kopfhörer-Studio. Hier lassen sich Edelkopfhörer zwischen 500 und 5000 Euro vergleichen. >>

Für Jörg ist klar: Den ultimativen Kopfhörer gibt es nicht. "Die Anforderungen zum Sporttreiben sind andere als beim Hören von Jazz und Klassik im Ledersessel."

In-Ear-Hörer werden etwa zum Joggen in die Ohrmuschel gedrückt und bieten längst einen sehr guten Sound. Eines der Luxusmodelle in dieser Kategorie ist der "IE 800" des renommierten Herstellers Sennheiser für rund 700 Euro. Er bietet ein Keramikgehäuse, eine mit dem iF Design Award ausgezeichnete Gestaltung, ergonomische Ohradapter sowie ovale oder runde Ohrpolster in unterschiedlichen Größen. Sein Klirrfaktor, also sein Maß an unerwünschten Verzerrungen den Tonsignals, liegt unter 0,06 Prozent - in dieser Kategorie ist das derzeit unübertroffen.

Auf Mp3-Format besser verzichten

Mit weiteren audiophilen Tricks kommt der Kopfhörer nahe an die Qualität der offenen Kopfhörer heran - aber nur, wenn man auf Mp3 verzichtet und Soundfiles mindestens in CD-Qualität abspielt. 

Wer Mp3 hört, kann sich das Geld auch gleich sparen. Als Alternativen bieten sich der "IQ" von Ultrasone für etwa 650 Euro oder der "K3003" von AKG für etwa 1000 Euro an - eine außerordentlich gute Klangqualität bieten beide.

Auch wenn Thorsten Jörg empfiehlt, sich vor dem Aussuchen genau zu überlegen, wie und wo man den Kopfhörer einsetzen will, so hat er doch einen Allrounder-Tipp: Den "M4U2" von PSB für rund 400 Euro. Zum Sport taugt er nicht, doch die hippe Optik macht ihn drinnen und draußen zum Blickfang. "Das ist der perfekte Hybrid", rät Thorsten Jörg. Man kann zwischen drei Betriebsmodi umschalten: Aktiv, passiv und mit Noise Canceling, also Rauschunterdrückung. Im Aktiv-Modus wird das eingehende Signal vorverstärkt, was Präsenz, Klarheit und Druck deutlich verbessert. Doch dazu braucht er Strom. Ist die Batterie am Ende, bietet er auch passiv einen immer noch guten Klang.

Für Ruhe im Großraumbüro sorgt das intensive Noise Canceling, das mit Hilfe bestimmter Frequenzen die Außengeräusche kompensiert. Das beeinflusst aber die Klangqualität. Doch wer Ruhe sucht, für den ist das nicht so wichtig. "Der 'Bose QC 25' für rund 250 Euro ist dabei derzeit unser Referenzmodell. Die Klangqualität ist in der Preisklasse hervorragend, und die Ruhe echt erstaunlich", erklärt Jörg. Hersteller wie Sennheiser legen mehr Wert auf den Klang, das Noise Canceling ist bei ihren Modellen weniger ausgeprägt: "Da haben viele Kunden nicht unbedingt den Aha-Effekt."

Den Unterschied hören

Den ultimativen Hifi-Genuss erlebt man aber nur mit offenen Kopfhörern der Oberklasse. Die Preise dieser Modelle starten bei etwa 800 Euro - allerdings ohne den mittlerweile üblichen Kopfhörerverstärker. "Die Bässe werden damit straffer, der Sound souveräner, die Differenzierung ist besser, man erkennt die subtilsten Feinheiten", erklärt Jörg die Vorzüge. Sie gibt es sogar für unterwegs - etwa der "Hugo" von Chord in Walkman-Optik für etwa 1800 Euro. "Den Unterschied, den der Verstärker macht, kann man lange erklären. Wer es testet, hört ihn sofort", betont Jörg. >>

Etwas günstiger ist der "HA2" von Oppo für 400 Euro, der wie ein edles Feuerzeug wirkt und in die Hosentasche passt. Mit dem Kopfhörer "PM1" (knapp 1400 Euro) hat man edelsten HiFi-Sound auch auf der Liegewiese.

Die Luxusklasse besetzt der handgebaute "MHA100" des legendären amerikanischen Verstärkerspezialisten McIntosh für knapp 5500 Euro. Er bietet USB-Eingänge und zudem dynamische Lautsprecher-Ausgänge mit 2 x 50 Watt-Sinus - egal, mit welcher Ohmzahl die Boxen arbeiten. Dazu gehört der 2014 vorgestellte Kopfhörer "MHP1000" mit der eher seltenen Magnetostat-Klangerzeugung, bester Dämmung und kristallklarem Klang (knapp 2300 Euro). Neu ist ebenfalls der handgefertigte "Grado PS1000 E" (etwa 1750 Euro), dessen Bauschaum-ähnliche Hülle allerdings etwas gewöhnungsbedürftig wirkt.

Der weltweit beste Kopfhörer kommt aus den USA

Respektvoll und vorsichtig greift Thorsten Jörg einen Kopfhörer aus dem Regal. Die Ohrabdeckung besteht aus edlem Holz in schöner Maserung: Der "SR 009" für 5000 Euro von Stax. Der US-Anbieter stellte bereits 1960 den weltweit ersten Kopfhörer mit elektrostatischer Klangerzeugung vor. Er ist die ultimative Kopfhörer-Referenz und auch das teuerste Modell im Studio. "Das ist weltweit der beste", erklärt er. Und was zeichnet ihn aus? Jörg lacht. Ein Kunde, der ihn hier gekauft hat, sagte: 'Da klingen die Geigen endlich richtig nach Holz.' Das erklärt doch alles." Ach ja: Der Kopfhörer hat einen speziellen Stecker, der nur in einen Stax-Vorverstärker passt. Der "SRM 007 II" etwa hat, ganz puristisch, keinen digitalen Eingang und kostet um 2900 Euro.

Nachdem Jörg die meist austauschbaren Kabel der Luxuskopfhörer wieder sorgfältig aufgewickelt hat, bleibt eine letzte Frage: Wann wird HiFi-Genuss endlich kabellos? "Das ist kein Problem der Übertragung", antwortet er. "Mit Bluetooth lässt sich Musik auf allerhöchstem Niveau übertragen, das haben die kabellosen Boxen längst bewiesen. Das ist ausschließlich eine Frage des Komforts. Bluetooth braucht eine Stromversorgung. Das macht die Hörer schwerer, und für den Genuss ist eine geladene Batterie notwendig. Ich glaube, das Kabel bleibt noch lange dran." Die Klangqualität ist beim Kopfhörer eben doch nur ein Faktor.

Die besten Edel-Kopfhörer sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

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