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DVB-T2 HD: Wer nicht umrüstet, schaut bald in die Röhre

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DVB-T2 HD kommt  

Wer nicht umrüstet, schaut bald in die Röhre

07.03.2017, 14:50 Uhr | Till Simon Nagel, dpa, dpa-tmn

DVB-T2 HD: Wer nicht umrüstet, schaut bald in die Röhre. DVB-T2 HD kommt – was Fernsehzuschauer jetzt wissen müssen. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)

DVB-T2 HD kommt – was Fernsehzuschauer jetzt wissen müssen. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Gut drei Wochen vor dem Start des neuen Antennenfernsehens DVB-T2 HD am 29. März haben viele der 3,4 Millionen deutschen DVB-T-Haushalte noch nicht umgerüstet. Wer nicht rechtzeitig umsteigt, schaut womöglich auf einen leeren Bildschirm.

Nach Zahlen der Deutschen TV-Plattform wurden bislang 504.000 Empfangsboxen für DVB-T2 HD verkauft. Der Absatz geeigneter Empfänger nimmt allerdings langsam Fahrt auf. Wurden im Dezember 2016 rund 79.000 Geräte verkauft, waren es im Januar 2017 bereits 165.000 Stück. Zum Empfang von DVB-T2 HD mit mehr Kanälen und HD-Auflösung ist zwingend ein neues Empfangsgerät nötig. Alte DVB-T-Empfänger sind nicht geeignet. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umstieg.

Was ist DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD (kurz DVB-T2) ersetzt das bisher über Antenne ausgestrahlte DVB-T. Es bringt ein besseres Bild mit bis zu Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixeln) und je nach Region bis zu 40 Fernsehprogramme. DVB-T2 unterstützt auch den TV-Standard HbbTV, mit dem Sendungen und passende Internetinhalte verknüpft werden können.

Wann wird umgestellt?

In der Nacht vom 28. auf den 29. März wird in den meisten Bereichen des geplanten Sendegebiets umgestellt. Die Umschaltung erfolgt als harter Schnitt. Das bedeutet: Überall dort, wo auf DVB-T2 umgestellt wird, endet die Ausstrahlung des bisherigen DVB-T.

Wie finde ich heraus, ob ich umstellen muss?

Ein Besuch auf Videotextseite 199 von RTL oder Das Erste gibt Auskunft, im DVB-T-Programm werden außerdem seit Wochen Hinweise eingeblendet. Wer sie sieht, muss tätig werden. Über den Empfangscheck des Projektbüros DVB-T2 HD Deutschland findet man heraus, ob und wann die Umstellung kommt. Auf der Webseite gibt es nach Eingabe der Postleitzahl Auskunft, ob man das neue Antennenfernsehen empfangen kann, welche Sender im Angebot sind und welche Antenne man braucht.

Werden alle Sender auch überall ausgestrahlt?

Nein. Die Sendeabdeckung wird zwar bis 2019 noch weiter ausgebaut. Es werden aber nicht in allen Regionen auch alle Sender ausgestrahlt. In einigen Regionen gibt es etwa unterschiedliche frei empfangbare Sender, in anderen gar keine Privatsender.

Brauche ich ein neues Fernsehgerät?

Wenn der alte Fernseher ohnehin ersetzt werden soll, muss man beim neuen Gerät auf das grüne DVB-T2-HD-Logo achten. Ist der vorhandene Fernseher noch recht neu, hilft ein Blick in die Gebrauchsanleitung. Im Zweifel hilft auch die Datenbank der Deutschen TV-Plattform. Sie listet alle geeigneten Geräte auf. Kann der Fernseher kein DVB-T2 empfangen, hilft eine Empfangsbox weiter.

Fernseher, die dieses Logo tragen, erfüllen die Anforderungen zum Empfang des neuen Antennenfernsehens DVB-T2 HD.

Worauf muss ich beim Kauf eines Empfängers achten?

Geeignete Boxen erkennt man am grünen DVB-T2-HD-Logo. Auf der Webseite der Deutschen TV-Plattform gibt es eine Liste kompatibler Fernseher und Empfangsboxen. Stiftung Warentest (Ausgabe 2/2017) hat bereits verfügbare Boxen umfangreich getestet. Einfache Geräte ohne viel Ausstattung gibt es demnach ab rund 40 Euro. Steht im Wohnzimmer noch ein Röhrenfernseher, braucht die Box einen Scart-Ausgang.

Wie kann ich die Privatsender empfangen?

Privatsender werden unter dem Namen Freenet TV vermarktet und künftig verschlüsselt ausgestrahlt. Wer sie empfangen will, braucht einen Fernseher mit DVB-T2-HD-Empfänger und einen CI+-Adapter von Freenet TV (kostet rund 80 Euro). Wird eine Empfangsbox genutzt, braucht sie ein Entschlüsselungsmodul. Oder man wählt eine Box mit Steckplatz für ein CI+-Modul. Letztere Geräte sind verhältnismäßig teuer. Allerdings kann man das freigeschaltete Modul in mehreren Geräten nutzen.

Was kostet das, und wie kann ich Kunde werden?

Der Empfang der Privatsender kostet ab Ende Juni 69 Euro pro Jahr. Jedes Empfangsgerät hat eine Identifikationsnummer und muss einzeln freigeschaltet werden. Mit Guthabencodes wird über eine Webseite (www.freenet.tv/freischaltung) oder per Anruf im Call-Center (0221/46/708/700) das Gerät für ein Jahr freigeschaltet. Wer mehrere Fernseher hat, muss auch für jeden einzeln zahlen.

Was ist mit meiner Fernsehantenne?

Wer schon eine Antenne nutzt, kann sie in der Regel behalten. Welche Zimmer-, Außen- oder Dachantenne im Empfangsgebiet benötigt wird, zeigt der Empfangscheck des Projektbüros.

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