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IFA 2017: Trendüberblick zu Smartphones und Smart Homes

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Technikmesse IFA 2017  

Sprachsteuerung, Smartphones, Smart Homes

31.08.2017, 16:37 Uhr | Reuters

IFA 2017:  Trendüberblick zu Smartphones und Smart Homes. Besucher der IFA in einem Tunnel aus Curved-TVs. (Quelle: Reuters/Stefanie Loos)

Besucher der IFA in einem Tunnel aus Curved-TVs. (Quelle: Stefanie Loos/Reuters)

Ab dem 1. September können Technik-Fans auf der IFA in Berlin die neusten Geräte bestaunen. Im Mittelpunkt steht der Alleskönner Smartphone. Doch auch Uhren, Fernseher, Autos oder gar Häuser können im Internet surfen und lassen sich zu intelligenten Alltagshelfern umfunktionieren. Ein Trend-Überblick.

Die IFA findet vom 1. bis 6. September auf dem Messegelände Berlin statt. Eine Tageskarte kostet online 13 Euro, vor Ort 17,50 Euro. Das "3 für 2-Ticket" kostet 26 Euro, es gibt es nur im Vorverkauf. Ein Familienticket ist für 36 Euro zu haben, ein Schülerticket für 9 Euro. Ein "Happy Hour Ticket" für einen Eintritt ab 14 Uhr gibt es für 13 Euro. Kinder unter 6 Jahren haben freier Eintritt.

Bei den Neuheiten geht es gar nicht darum, dem Smartphone Konkurrenz zu machen, im Gegenteil: Viele Haushaltsgeräte kommen kaum mehr ohne Verbindung zum Internet und damit zum Smartphone ihres Besitzers aus. Vernetzung ist das neue große Thema. "Das Smartphone ist so lebendig wie nie", sagt Timm Lutter vom Branchenverband Bitkom. "Es hat sich zu einem Universalgerät entwickelt."

Rund 1,5 Milliarden internetfähige Smartphones wurden laut Marktforschungsinstitut Gartner 2016 verkauft. Bis 2021 dürfte die Zahl im Schnitt jährlich um 4,5 Prozent wachsen, schätzt Branchenanalyst Anshul Gupta. Digitalkameras, MP3-Player oder Navigationsgeräte hat das Smartphone schon fast vollständig ersetzt. Es taugt als tragbare TV- oder Musikanlage und dient als Eintrittstor in virtuelle Spielwelten. Jetzt sorgt die wachsende Verschränkung von analoger und digitaler Welt im "Internet der Dinge" für neue Aufgaben, die per App mit dem Alleskönner erledigt werden.

Trend der Vernetzung unaufhaltbar

"Der übergeordnete Trend der Vernetzung durchzieht alles", sagt Bitkom-Experte Lutter. Aber immer noch wartet das smarte Zuhause ("Smart Home") auf seinen Durchbruch. Oft ist den Menschen der Nutzen von intelligenten Heizungen, Waschmaschinen oder Lampen noch nicht klar. Dabei können Verbraucher im Idealfall mit den kleinen Helfern viel Heizenergie und Strom sparen oder sich ihr Leben einfach komfortabler gestalten.

Sprachsteuerung ist das große neue Ding

Um mehr Kunden anzulocken, müssen die Smart-Home-Anbieter vor allem die Bedienung und Vernetzung der Geräte so einfach wie möglich gestalten. Dabei setzen die Anbieter nun alle auf die Möglichkeiten der Sprachsteuerung, die als "das große neue Ding" beworben wird. "Sie ist anderen Bedienformen deutlich überlegen, weil sie am intuitivsten ist", sagt Alexander Henschel von der Beratungsfirma Goetzpartners. Für das reibungslose Funktionieren sei technisch aber "noch ein guter Schritt zu tun". Man befinde sich da noch ganz am Anfang, räumt auch Amazon-Sprecher Michael Wilmes ein. "Die Möglichkeiten, die Sprachsteuerung bietet, sind allerdings immens."

Bewegung in den Markt bringen derzeit vor allem die großen US-Konzerne Amazon und Google. Ihre zum Dialog fähigen Sprachassistenten Alexa und Google Home geben auf Nachfrage Auskunft zu allem, was sich im Internet finden lässt, lesen Rezepte vor und steuern im vernetzten Heim auf Befehl Licht, Musik, Fernseher oder Rollläden. "Auch für Haushaltsroboter steht Sprachsteuerung im Vordergrund", sagt Klaus Böhm vom Beratungsunternehmen Deloitte. Für andere Anwendungen kann er sich auch die Steuerung über Augen- oder Muskelbewegungen vorstellen. "Für alle menschlichen Sinne wird es zukünftig eine digitale Entsprechung geben."

Auf auf die Gesundheit wird geachtet

Am Körper tragbare internetfähige Geräte wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder – sogenannte "Wearables" - könnten vom Trend zur "digital health" profitieren. "Hersteller und Nutzer fokussieren sich vermehrt auf Gesundheitsanwendungen", sagt Lutter. Die Wearables, deren Verkäufe lange hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, seien dabei, sich zu etablieren. Gartner rechnet für das laufende Jahr mit einem Absatzplus von knapp 17 Prozent. Größtes Potenzial hat demnach die Computeruhr.

Damit könnte Apple, erneut nicht auf der IFA vertreten, mal wieder zum Impulsgeber werden: Medienberichten zufolge plant der iPhone-Erfinder, eine neue Version seiner "Watch" auf den Markt zu bringen, die sich direkt mit dem Mobilfunknetz verbinden kann und nicht aufs iPhone angewiesen ist. Sollte dies noch in diesem Jahr der Fall sein, dürften Samsung und Co. umgehend versuchen, nachzuziehen. Fürs Weihnachtsgeschäft wäre es aber wohl zu spät.


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