Sie sind hier: Home > Digital > Computer > WLAN >

Internet: Mit LTE von zu Hause ins Netz gehen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Alternative zu DSL und Kabel  

So surfen Sie zu Hause mit dem schnellen Datenfunk LTE

19.09.2017, 08:41 Uhr | Till Simon Nagel, dpa

Internet: Mit LTE von zu Hause ins Netz gehen. Die Fritzbox 6890 LTE kann sowohl per DSL als auch über Funk ins Netz gehen und dabei ein Heimnetzwerk unterhalten.  (Quelle: dpa/AVM GmbH)

Die Fritzbox 6890 LTE kann sowohl per DSL als auch über Funk ins Netz gehen und dabei ein Heimnetzwerk unterhalten. (Quelle: AVM GmbH/dpa)

Wo kein Kabel hinreicht, muss der Funk herhalten. Breitband-Internet über LTE ist in vielen Teilen Deutschlands eine Alternative zu DSL und Kabel. Allerdings taugt der Turbofunk nicht für alle Bedürfnisse.

LTE ist schnell, richtig schnell. Wer die Mobilfunktechnik das erste Mal nutzt, bemerkt im Vergleich zu UMTS oder einer langsamen DSL-Leitung sofort den schnellen Verbindungsaufbau und die flotte Datenübertragung. Immer öfter vermarkten die großen Netzanbieter LTE auch als Internet-Alternative zum Festnetz für zu Hause. Statt über die Telefonleitung oder das Fernsehkabel kommt das Internet per Antenne ins Haus. Taugt das was?

LTE eine Alternative?

"Die Produkte am Markt sind durchaus eine Alternative", sagt Nick Kriegeskotte vom IT-Verband Bitkom. "Besonders dann, wenn man über DSL nur langsame Verbindungen erreichen kann." Gerade Bewohner ländlicher Regionen am Ende des Kabels kennen das. Falls ein DSL-Anschluss verfügbar ist, bietet er häufig nur langsame Geschwindigkeiten.

Ein Blick in den Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur zeigt: Mehr als 16 Megabit pro Sekunde (MBit/S) gibt es in weiten Teilen Westdeutschlands für 5 bis 25 Prozent der Haushalte nicht. Im Osten sind in manchen Regionen bis zu 50 Prozent der Haushalte nicht an das flotte Netz angeschlossen. Per LTE soll das alles schneller gehen – versprechen die Hersteller. Ohne Kabel und ohne Stecker.

Netzabdeckungskarten der Anbieter prüfen

Wer prüfen will, ob LTE eine Alternative für daheim sein könnte, sollte die Netzabdeckungskarten der Anbieter prüfen, rät Markus Weidner von der Telekommunikationsseite "Teltarif.de". Denn auch solides LTE ist längst nicht überall und von allen Anbietern verfügbar.

Eine gute LTE-Verbindung sei nur die halbe Miete, so Weidner. Auch eine gute UMTS-Versorgung ist wichtig. Ist diese nicht gewährleistet, herrscht bei mangelndem LTE-Empfang Schneckentempo, wenn die Verbindung auf die langsame EDGE-Technik zurückfällt. Videostreams, schnelles Surfen und Downloads sind dann fast unmöglich.

Grundsätzlich gilt für die von den Netzbetreibern versprochenen Geschwindigkeiten: Sie sind in der Theorie möglich, in der Praxis erreichen Nutzer die 50, 150 oder 300 MBit/S fast nie. Das hat mehrere Gründe. Zum einen, weil LTE ein sogenanntes "Shared Medium" ist, erklärt Nick Kriegeskotte. Alle Nutzer einer Funkzelle teilen sich die maximale Geschwindigkeit. Je mehr Nutzer es gibt, desto weniger bleibt für den Einzelnen übrig. Zum anderen hemmen Hindernisse zwischen Funkmast und LTE-Gerät den Empfang. Maximale Geschwindigkeit im Haus ist also eher unwahrscheinlich.

LTE-Modems mit Router

Ist der Empfang an der eigenen Adresse gut, muss die Technik geklärt werden. Gab es früher für den PC eigentlich nur den Datenstick, sind im Handel mittlerweile leistungsfähige LTE-Modems mit Router verfügbar. Sie verbinden das Haus mit dem Netz und stellen gleichzeitig WLAN für Smartphones und Notebooks bereit.

Kein Kabel, nur Funk: Mit LTE-Modem-Routern wie dem Gigacube von Huawei und Vodafone können Nutzer zuhause via LTE ins Netz gehen.  (Quelle: dpa/Alexander Heinl)Kein Kabel, nur Funk: Mit LTE-Modem-Routern wie dem Gigacube von Huawei und Vodafone können Nutzer zuhause via LTE ins Netz gehen. (Quelle: Alexander Heinl/dpa)

Beispiele sind Vodafones Gigacube oder die Fritzboxen 6820 und 6890 LTE von AVM. Der Speedport Hybrid der Telekom kann sogar DSL- und LTE-Verbindungen bündeln. Wer sich für diese Lösungen entscheidet, kann häufig auch externe Antennen für besseren Empfang anschließen. Es ist aber auch möglich, den PC mit einem LTE-Smartphone (Tethering) oder einem USB-LTE-Stick zu verbinden.

Ein Problem besteht

Aber obwohl die Netzabdeckung besser, die Geschwindigkeiten schneller und die Preise allmählich niedriger werden, bleibt ein Problem: "Es ist eine getaktete Verbindung", sagt Markus Weidner. Als Ersatz für eine DSL- oder Kabelverbindung hält er LTE deswegen nur für bedingt geeignet. Oft ist nämlich am Ende des Datenvolumens noch ziemlich viel Monat übrig. Betriebssystem-Updates oder Videostreaming fressen die Gigabytes (GB) schnell auf. Selbst die monatlich 50 GB eines Vodafone Gigacubes verbrauchen Serienjunkies in wenigen Tagen.

Wer über LTE ins Internet geht, muss mit Datenvolumengrenzen leben. Die schon recht großzügigen 50 Gigabyte hier reichen beim Videostreamen aber auch nur für einige Tage.  (Quelle: dpa/Alexander Heinl)Wer über LTE ins Internet geht, muss mit Datenvolumengrenzen leben. Die schon recht großzügigen 50 Gigabyte hier reichen beim Videostreamen aber auch nur für einige Tage. (Quelle: Alexander Heinl/dpa)

Wer viel streamen will, ist also selbst mit etwas langsamerem Festnetz besser und billiger unterwegs. Will man allerdings nur ein wenig durch Webseiten klicken, ab und an ein Video schauen und E-Mails schicken, kann das Funk-Internet gerade im ländlichen Raum eine wirkliche Verbesserung zu lahmen Breitband-Kabelverbindungen sein.

Weitere Verbesserungen bis Ende 2017

Für die nähere Zukunft erwartet Nick Kriegeskotte noch eine Verbesserung der LTE-Versorgung. Ende 2017 werden in ersten Regionen die bislang zur Ausstrahlung von DVB-T genutzten Funkfrequenzen für die LTE-Versorgung frei. Und auch bei den Tarifen dürfte sich noch etwas bewegen. Damit man auch kurzfristig zu günstigeren Angeboten wechseln kann, rät Markus Weidner Verträge mit möglichst kurzer Laufzeit abzuschließen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Modische Kinderbekleidung - Qualität & günstige Preise
Kindermode jetzt bei C&A
Shopping
MagentaZuhause für 19,95 € mtl. im 1. Jahr bestellen
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Computer > Hardware > WLAN

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017