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Alte Geräte mit Legendenstatus

17.10.2011, 09:07 Uhr | Christian Fenselau

Alte Geräte mit Legendenstatus. Der Sony TPS L-2 war seinerzeit der erste Walkman der Welt. (Quelle: dpa)

Der Sony TPS L-2 war seinerzeit der erste Walkman der Welt. (Quelle: dpa)

Im Elektronik-Bereich sind tägliche Gebrauchsgegenstände schnell veraltet und werden von verbesserten Nachfolgemodellen ersetzt. Einige Geräte sind aber solche Meisterwerke, dass sie nicht in Vergessenheit geraten sind. Vielmehr gibt es alte Fernseher und Stereoanlagen, die Kultstatus besitzen. Mehr legendäre Geräte der Technikgeschichte gibt's in unserer Foto-Show.

Wer in der heutigen Zeit seine analogen Tapedecks, Plattenspieler oder Fotokameras auf dem Gebrauchtmarkt veräußern will, stößt in vielen Fällen auf wenig Resonanz. So manche teure Anschaffung von früher ist mittlerweile fast nichts mehr wert, viele gut erhaltene Geräte wechseln für ein paar lumpige Euro den Besitzer. Das gilt aber nicht ausnahmslos: Besitzer eines Technik-Meisterwerks brauchen sich um dessen Wert weniger Sorgen machen.

Alte Audiogeräte sind begehrt

So werden beispielsweise Nakamichi-Tapedecks immer noch für vierstellige Euro-Beträge gehandelt, Tonbandmaschinen von Revox erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch ganze Stereoanlagen sind begehrt, etwa die Braun Atelier aus den Achtzigerjahren. Viele der Technik-Meilensteine brachten den jeweiligen Herstellern zwar Ruhm und Ehre, aber leider manchmal mit bösen Folgeerscheinungen.

Die Produkte waren so gut, dass ihre Benutzer mit ihnen auf Dauer zufrieden waren und kein Interesse hatten, Nachfolgemodelle zu kaufen. Wenn sich zudem die Entwickler zu lange auf ihren Lorbeeren ausruhten, drohte die Firmenpleite.

Vor allem deutsche Produzenten verschwanden im Laufe der Zeit von der Bildfläche. Nordmende, Saba, Uher, Telefunken, Dual, Wega oder Grundig fristen bestenfalls ihr Dasein als Handelsmarke; heutige Produkte mit diesen Namen haben mit Ingenieurskunst nichts mehr gemein.

Marken werden bedeutungslos

Stattdessen schmückt der namhafte Schriftzug von einst billig produzierte Massenware, die in großen Verbrauchermärkten zwischen Waschpulver und Kartoffelchips auf Käufer wartet. Andere Hersteller haben sich total gewandelt. So produziert das norwegische Unternehmen Tandberg, einst Vorreiter bei Bandmaschinen, jetzt Systeme für Videokonferenzen.

Letztendlich wurde es aber auch aufgekauft und gehört seit 2010 zu Cisco. Überlebt haben einige der japanischen Hersteller: Sony, Hitachi, Panasonic, Nikon oder Canon waren schon in den Siebzigern die große Konkurrenz der deutschen Firmen, erwiesen sich aber als wandlungsfähiger und können sich auch heute noch auf dem Markt behaupten. Einige hat es dennoch erwischt: Akai, ehemaliger Hersteller hochwertiger Tonbandmaschinen sowie Kassettendecks musste im Jahr 2000 Konkurs anmelden.

Metz, Loewe, Leica und Bang & Olufsen sind geblieben Aiwa, einst respektabler Walkman-Konkurrent für Sony, gibt es seit 2002 nicht mehr. Einige Hersteller sind bei ihren Wurzeln geblieben und haben trotzdem überlebt: Metz produziert nach wie vor Fernseher und Blitzgeräte, Leica baut auch heute noch Kameras. Loewe, einstmals Loewe Opta, hat sich auf Fernsehgeräte konzentriert. Auch der dänische Hersteller Bang & Olufsen hat durchgehalten. Diese Hersteller bedienen allerdings nur eine kleine Marktnische und bauen Geräte der teuren Oberklasse. Elektrogeräte sind nach wie vor schnell überholt

Trotzdem werden die meisten nicht so lange halten wie ihre Vorgänger. Auch wenn qualitativ hochwertige Flachbildfernseher, Digitalkameras oder CD-Player noch in 20 oder 30 Jahren funktionieren würden, dürften viele – da technisch überholt – deutlich früher im Sondermüll-Container gelandet sein. Mehr legendäre Geräte sehen Sie in unserer Foto-Show.

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