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Elektronikhändler Saturn schickt seine Kunden ins Weltall

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Einkaufen in einer neuen Dimension  

Saturn schickt seine Kunden ins Weltall

21.11.2017, 07:55 Uhr | AFP, t-online.de

Elektronikhändler Saturn schickt seine Kunden ins Weltall. Ab Montag will der Elektronikhändler Saturn 20 seine Märkte in eine Raumstation verlegen. (Quelle: dpa/Armin Weigel)

Ab Montag will der Elektronikhändler Saturn 20 seine Märkte in eine Raumstation verlegen. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Digitalisierung und wachsende Online-Konkurrenz stellt viele Einzelhändler vor große Herausforderungen. Der Elektronikhändler Saturn geht mit der Zeit mit und schickt seine Kunden künftig in den Weltraum – virtuell zumindest.

Mithilfe einer Virtual Reality-Brille will das Unternehmen das Einkaufserlebnis attraktiver machen – ein weiteres Beispiel für den tiefgreifenden Wandel, den Digitalisierung und wachsende Online-Konkurrenz für konventionelle Geschäfte bedeuten.

20 Märkte sind auf einer Raumstation

In insgesamt 20 Märkten will Saturn ab Montag in einer zehnwöchigen Tour seinen Kunden die Technik vorstellen, die den Elektronikeinkauf in eine Raumstation verlegt. Auch von Zuhause aus sollen sich Besitzer bestimmter VR-Brillen über eine App dorthin begeben können und dort auch eine virtuelle Kaufberatung bekommen.

Das Unternehmen der MediamarktSaturn-Gruppe setzt damit auf eine Technologie, die für die einen als nutzlose Spielerei erscheint, für die anderen aber das klassische Ladengeschäft, den Beruf des Verkäufers und die Art zu Einkaufen grundlegend umkrempeln könnte.

Virtual Reality gehört schon zum Alltag

Die Zauberwörter heißen Virtual Reality, also das Abtauchen in eine virtuelle Welt, und Augmented Reality, die Überlagerung der realen Welt mittels visueller Effekte. Spätestens seit dem Hype um das Smartphone-Spiel "Pokemon Go" ist Augmented Reality den meisten Deutschen ein Begriff. Millionen machten sich in der realen Welt auf die Jagd nach den virtuellen Kreaturen. Doch so schnell wie das Jagdfieber sich ausbreitete, verschwand es auch wieder.

Für Cetin Acar, IT-Experte beim Handelsforschungsinstitut EHI, ist das leicht zu erklären: Der App fehlte der "Mehrwert" für die Nutzer. Kurzfristig sei die App witzig gewesen, doch nach einigen Wochen wurde sie langweilig und verschwand wieder von den Smartphones. Ähnlich sei es derzeit mit den meisten Virtual-Reality-Anwendungen der Einzelhändler. "Sie befinden sich noch in der Findungsphase", sagt Acar.

Viel Zeit zum Herumexperimentieren hat die Branche laut Susanne Arnoldy von der Unternehmensberatung PWC aber nicht mehr: Internetriesen wie Amazon, Google und Alibaba gräbt ihr längst das Wasser ab. "Die Einzelhändler müssen selbst Technologieführer werden, wenn sie überleben wollen."

Konventionelle Geschäfte sind bald Vergangenheit

Die Bedeutung der normalen Läden für die Verbraucher nimmt laut einer PWC-Umfrage immer weiter ab: Bevorzugten 2016 noch 43 Prozent aller Käufer von Elektronik den stationären Handel gegenüber anderen Verkaufskanälen, waren es 2017 nur noch 33 Prozent. Bei Lebensmitteln ging der Anteil von immerhin 81 Prozent auf 76 Prozent zurück. Das heißt: Das altbewährte Rezept, einen großen Laden in der Fußgängerzone zu eröffnen und die Kunden kommen von alleine, funktioniert nicht mehr.

Manche Händler haben sich darauf bereits eingestellt. Die Kosmetikfirma L'Oréal etwa bietet eine Smartphone-App an, mit der Kunden virtuell Makeup-Produkte auf ihrem Gesicht testen und direkt bestellen können. Christian Zagel benutzt diese App in seiner Vorlesung, um die Studenten zu belustigen und ihnen zu zeigen, wie Unternehmen die neuen Technologien sinnvoll einsetzen können. Der Innovationsforscher von der Hochschule Coburg sagt: "Augmented und Virtual Reality bringen den Kunden etwas, wenn sie ihnen bei der Kaufentscheidung helfen."

App als Kaufberater

Das könne beispielsweise die Ikea-App sein, mit der Kunden ein Sofa in ihr Wohnzimmer projizieren. Oder die von Zagel entwickelte interaktive Umkleidekabine. Die Spiegel der Kabine hat er durch Bildschirme ausgetauscht. Probiert eine Kundin nun beispielsweise ein Abendkleid, sieht sie sich auf dem Roten Teppich stehen. Sie kann sich andere Farben einblenden lassen – und ein Körperscanner gibt Hinweise, ob eine andere Größe nicht vorteilhafter wäre. Wenn die Kundin wünscht, kann sie ein Foto direkt in ihre Sozialen Netzwerke schicken und ihre Freunde um deren Meinung bitten.

Für Unternehmensberaterin Arnoldy ist das ein Musterbeispiel, wie Augmented Reality Kunden nutzen kann. Sie glaubt, dass mit der neuen Technologie tiefgreifende Veränderungen in die deutschen Einkaufstraßen kommen werden. "Der Laden der Zukunft wird kleiner und eher ein Showroom sein, in dem die Kunden die Produkte fühlen können, bevor sie sie online nach Hause bestellen."

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