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Zu gruselig?  

Googles Mutterfirma verkauft Roboterschmiede

09.06.2017, 18:21 Uhr | hd, dpa

Mutterfirma von Google verkauft Roboterschmiede. Ein Grusel-Roboter von Boston Dynamics: "BigDog" erklimmt einen Hang (Quelle: dpa/Image courtesy of Boston Dynamics, Copyright 2009)

Ein Grusel-Roboter von Boston Dynamics: "BigDog" erklimmt einen Hang (Quelle: Image courtesy of Boston Dynamics, Copyright 2009/dpa)

Die laufenden und rennenden Roboter von Boston Dynamics sorgen für Bewunderung - viele finden sie auch zum Fürchten. Für die Google-Mutter "Alphabet" wurde die Firma dadurch zur Belastung. Jetzt geht sie an roboter-freundliche Japaner.

Die Google-Mutterfirma "Alphabet" hat den Roboter-Entwickler "Boston Dynamics" nach Japan verkauft. Die Firma hatte mit ihren Robotern, die auch auf zwei Beinen aufrecht gehen können, für viel Aufsehen gesorgt. Zugleich löste der Kauf von Boston Dynamics durch Google vor dreieinhalb Jahren auch Diskussionen aus, unter anderem weil die Firma auch Roboter für das US-Militär entwickelt.

Der japanische Technologie-Konzern Softbank stärkt mit dem Zukauf seine Roboter-Kompetenz. Ihm gehört bereits unter anderem die Entwicklerfirma des humanoiden Roboters "Pepper", der im Service eingesetzt wird.

Kaufpreis angeblich über 100 Mio. Dollar

Ein Kaufpreis wurde am Freitag nicht genannt.  Nach Informationen der "Financial Times" ist der Deal mehr als 100 Millionen Dollar schwer. Erste Medienberichte, wonach Alphabet Boston Dynamics wieder loswerden will, gab es bereits im Frühjahr 2016. Die Google-Dachgesellschaft habe entschieden, dass von Boston Dynamics in den nächsten Jahren keine vermarktbaren Produkte zu erwarten seien, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. 

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder aufsehenerregende Videos, die Fortschritte der Roboter von Boston Dynamics demonstrierten. So wurde ein Modell gezeigt, das auch auf Schnee im Wald laufen konnte sowie Türen aufmachen und von allein aufstehen, nachdem es von einem Menschen umgeschubst wurde. Außerdem konnte der Roboter Kisten vom Boden aufheben und in Regale stellen. Ein Modell war als eine Art mechanischer Packesel für militärische Schlachtfelder gedacht.

Roboter pflegen in Japan Senioren

In Japan sollen menschenähnliche Roboter unter anderem in der Seniorenpflege eingesetzt werden. Auch andere Anbieter wie Toshiba arbeiten daran. Softbank-Chef Masayoshi Son investiert massiv in Zukunftstechnologien und übernahm unter anderem den Chipdesigner ARM, dessen Technologie in fast allen Smartphones steckt.

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