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Amazon Smile streicht Foodwatch von der Spendenliste

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Ungefragte Spenden  

NGOs wehren sich gegen Spenden von Amazon

04.08.2017, 09:53 Uhr | rk, t-online.de

Amazon Smile streicht Foodwatch von der Spendenliste. Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker: "Damit führen Sie Ihre Kunden in die Irre" (Quelle: dpa/Peter Kneiffel)

Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker: "Damit führen Sie Ihre Kunden in die Irre" (Quelle: Peter Kneiffel/dpa)

Mit "Amazon Smile" wollte der Online-Versandhändler Einkäufe in Spenden für gemeinnützige Organisationen umwandeln. Die allerdings finden die Aktion wenig hilfreich. Nun rudert Amazon zurück. 

Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte, Amazon habe überhaupt nicht gefragt, ob man Spenden erhalten wolle. "Es besteht unsererseits keinerlei Interesse an einer Beteiligung an AmazonSmile", heißt es im Beschwerdebrief der Verbraucherorganisiation Foodwatch

Wer über smile.amazon.de anstelle der üblichen Adresse einkauft, kann eine von "tausenden sozialen" Organisationen als Spenden-Empfänger für 0,5 Prozent vom Einkaufswert auswählen. Nicht alle zur Auswahl stehenden Organisationen wurden dafür vorab kontaktiert. Amazon erweckt bei Kunden jedoch den Eindruck einer vertraglichen Partnerschaft für eine gute Sache. 

Foodwatch sieht Glaubwürdigkeit gefährdet

Foodwatch kritisiert, den Erhalt von 83,15 Euro müsse man als steuerpflichtige Gegenleistung für Marketing-Dienstleistungen abrechnen. Zum anderen fürchtet die Organisation um ihre Glaubwürdigkeit durch eine Spende von Amazon als Lebensmittelhändler. Eine solche Spende widerspreche den Statuten von Foodwatch. 

Ein noch grundsätzlicheres Problem sieht Foodwatch darin, dass sich Amazon-Kunden mit der vermeintlichen Spende über den Einkauf begnügen könnten. So könne tatsächliche Unterstützung auf anderen Wegen ausbleiben. 

Amnesty International legt Beschwerde ein

In einer Pressemitteilung des Deutschen Fundraising Verbands e.V. spricht der Geschäftsführer Arne Peper vom "Missbrauch der guten Sache": Amazon greife einfach auf eine Datenbank der Website "stifter-helfen.de" zurück und ignoriere Glaubwürdigkeitsprobleme und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit bei den NGOs. „Durch die kommerzielle Nutzung eines sozialen Engagements für Werbezwecke gegen den Willen der betroffenen Organisationen werden in Einzelfällen die Kernidee und die Mission der Organisationen eindeutig verdreht“, kritisiert Peper.

Foodwatch ist nicht die einzige gemeinnützige Organisation, die sich gegen Amazons Vereinnahmung wehrt. Amnesty International Deutschland und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung forderten ebenso die Streichung von der Liste. Im Beschwerdebrief von Amnesty International Deutschland heißt es: "Was Sie Ihren Kunden hier vermitteln, ist schlichtweg falsch und aus unserer Sicht unlauter".

Mangelnde Transparenz und "kein Wort des Bedauerns"

Amazon hat Foodwatch, Amnesty International und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung nach den Protesten von der Liste gestrichen. Auf der Webseite heißt es nun, nicht alle auszuwählenden Empfänger seien registriert, man wolle in Zukunft vor der Listung auf die Organisationen zugehen.

Foodwatch und Amnesty forderten die Spende des erzielten Umsatzes und Transparenz hinsichtlich der Anzahl vermeintlicher Spenden. Laut Foodwatch will Amazon den mit dem falschen Hinweis erzielten Umsatz nicht offenlegen. Es habe auch kein "Wort des Bedauerns" gegeben.

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