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YouTuber "Gronkh" bekommt eine Sendelizenz

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Erik Range alias "Gronkh"  

Erster deutscher YouTuber erhält eine Sendelizenz

16.01.2018, 07:45 Uhr | str, t-online.de

YouTuber "Gronkh" bekommt eine Sendelizenz. Der YouTube Star Erik Range alias Gronkh (Quelle: imago/Manngold)

Erik Range alias "Gronkh": Der YouTube Star wurde durch seine "Let's play"-Videos berühmt, in denen er sich selbst beim Computerspielen filmt. (Quelle: Manngold/imago)

Nach einem langen Streit mit den deutschen Behörden hat der YouTube-Star "Gronkh" nun doch eine Rundfunklizenz für seine diversen Live-Streaming-Kanäle beantragt und auch bekommen. Von dem Fall geht Signalwirkung aus. 

Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) hat in ihrer ersten Sitzung des Jahres der Vergabe einer Rundfunklizenz an den YouTuber Erik Range alias "Gronkh" zugestimmt. Das geht aus der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls hervor. 

Damit wäre Range der erste prominente deutsche Live-Streamer mit einer eigenen Sendelizenz für seine "Let's play"-Kanäle.

"Let's play"-Videos sind ein beliebtes Format auf YouTube und anderen Plattformen. Darin filmen sich Gamer selbst beim Computerspielen. Einige Live-Streams auf der Plattform Twitch erzielen ähnlich hohe "Einschaltquoten" wie die erfolgreichsten Sendungen im deutschen Fernsehen.

Auch Range wurde durch solche Videos berühmt. Sein YouTube-Kanal hat mehr als 4,7 Millionen Abonnenten. Damit ist er der mit Abstand bekannteste deutsche "Letsplayer".

Wie der KEK-Mitteilung zu entnehmen ist, will Range auf dem Kanal "GronkhTV" künftig "ganztägig vorproduzierte Videos zum Thema Computerspiele und eSports" ausstrahlen. "Daneben werden über den Kanal Gronkh unregelmäßig an mehreren Wochentagen Livestreams zu den gleichen Themenbereichen angeboten", heißt es weiter. 

Kritiker sprechen von einer "Überregulierung".

Den Antrag auf eine Sendelizenz hatte Range offenbar bereits Anfang Oktober 2017 bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen eingereicht - allerdings wohl nicht ganz freiwillig. Seit dem letzten Jahr stehen Live-Streamer wie er unter massivem Druck durch die Landesmedienanstalten, denen die reichweitenstarken, aber weitgehend unregulierten Live-Streaming-Angebote ein Dorn im Augen sind, unter anderem aus Jugendschutzgründen. 

Nach Ansicht der Landesmedienanstalten brauchen die Anbieter eines regelmäßigen Streaming-Formates mit mehr als 500 Zuschauern eine Rundfunklizenz. Wer dennoch ohne Lizenz sendet, riskiert eine Abmahnung. 

Mehrere Streamer hatten sich dagegen gewehrt, da das Erwerben einer Lizenz einen hohen bürokratischen Aufwand bedeutet und außerdem Geld kostet. Das "Let's Play"-Kollektiv PietSmiet schaltete seinen Twitch-Kanal vorübergehend ab. 

Dass mit Gronkh jetzt der reichweiten- und vermutlich auch finanzstärkste Streamer eingeknickt ist, überrascht die Szene und könnte Signalwirkung entfalten. 

Ranges Formate, die über die Webseite Gronkh.tv und die Live-Gaming-Plattform Twitch verbreitet werden, gelten mit der Lizenz offiziell als "bundesweite Fernsehspartenprogramme". Damit unterwirft sich Gronkh der Aufsicht durch die Landesmedienanstalten und muss die gleichen Vorschriften erfüllen wie etablierte Radio- und Fernsehsender. Dazu gehört unter anderem, dass er einen Jugendschutzbeauftragten für seine Inhalte ernennt. Nicht jugendfreie Inhalte dürfen erst nach 22 Uhr gesendet werden. Kritiker sprechen von einer "Überregulierung" und fordern eine Novellierung der veralteten Mediengesetze. 

Let's plays werden immer beliebter

Mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland haben bereits Let's-Play-Clips angesehen - kommentierte Videos und Livestreams von Spielen. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um sieben Prozent. Das geht aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts "Yougov" hervor. Auch das Interesse am Selber streamen ist groß: Rund jeder fünfte Videospieler in Deutschland (19 Prozent, rund 8,5 Millionen) könnte sich vorstellen, selbst Videos seiner Spiele ins Netz zu senden. Im Auftrag des Branchenverbands BIU wurden Ende Juli/Anfang August 2017 2000 Personen befragt.

Quellen: 

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