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NetzDG: Löschquote von Hass-Posts liegt bei 100 Prozent

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Netzwerkdurchsetzungsgesetz  

Löschquote von Hass-Posts liegt bei 100 Prozent

20.01.2018, 19:15 Uhr | AFP

NetzDG: Löschquote von Hass-Posts liegt bei 100 Prozent. Hass im Netz: Seit Dezember 2017 werden in Deutschland alle gemeldeten Hass-Botschaften entfernt, so die EU-Kommission. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Hass im Netz: Seit Dezember 2017 werden in Deutschland alle gemeldeten Hass-Botschaften entfernt, so die EU-Kommission. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zeigt Wirkung. In Deutschland löschen Online-Firmen erstmals alle Hass-Botschaften aus dem Netz. Die EU-Kommission will anders als Berlin an freiwilligem Verhaltenskodex festhalten.

In Deutschland tätige Internet-Firmen haben bereits im Dezember erstmals 100 Prozent der gemeldeten illegalen Hass-Botschaften gelöscht, wie eine nun veröffentlichte Untersuchung der EU-Kommission ergab. Ein Jahr zuvor waren demnach in Deutschland nur gut die Hälfte aller als illegal eingestuften Hass-Botschaften aus dem Netz genommen worden.

Auch in der gesamten EU verbesserte sich die Quote der Löschungen. Sie stieg nach Angaben der Kommission im Dezember auf durchschnittlich 70 Prozent. Im Mai 2017 waren es noch 59 Prozent gewesen und im Dezember 2016 28 Prozent.

Gesetz verpflichtet Betreiber sozialer Netzwerke

In Deutschland ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) zwar erst seit Januar vollständig in Kraft, die Internet-Firmen dürften sich aber schon zum Jahresende darauf eingestellt haben. Es verpflichtet Betreiber sozialer Netzwerke zur Löschung von Falschnachrichten und Hass-Posts binnen 24 Stunden. Bei systematischen Verstößen drohen den Firmen Bußgelder von bis zu 50 Millionen Euro.

Damit unterscheidet sich die deutsche von der Herangehensweise der EU-Kommission, die auf einen freiwilligen Verhaltenskodex mit der Internet-Wirtschaft setzt. Die zuständige EU-Justizkommissarin Vera Jourova sah sich durch den europaweiten Anstieg der Löschquoten in diesem Kurs bestätigt. Er zeige, dass Zusammenarbeit zwischen Technologiefirmen, Zivilgesellschaft und Politik "Ergebnisse bringen kann und gleichzeitig die Meinungsfreiheit erhalten bleibt".

Gesetz gegen Terror-Propaganda?

Jourova ging vor diesem Hintergrund nicht davon aus, dass die freiwillige EU-Herangehensweise zu hundertprozentigen Löschquoten wie in Deutschland führen werde. Im Zweifel blieben solche Inhalte im Netz.

Die Justizkommissarin schloss zudem weiter nicht aus, dass es bei Terror-Propaganda eine gesetzliche Verpflichtung auf EU-Ebene geben könne. Die Kommission hatte Anfang Januar vor einem Treffen mit der Internet-Wirtschaft nochmals mit einem solchen Vorgehen gedroht. Die Behörde will darüber im Mai entscheiden.

Kritiker nennen NetzDG Zensur

Die großen Internetplattformen Facebook, YouTube, Twitter und Microsoft hatten sich im Mai 2016 gegenüber der EU verpflichtet, den Großteil "stichhaltiger Anträge auf Entfernung illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden zu prüfen und solche Inhalte zu entfernen". Laut Kommission schlossen sich nun auch Google+ sowie der Facebook-Bilderdienst Instagram der Initiative an.

Das NetzDG ist seinerseits in Deutschland hoch umstritten. Kritiker bemängeln eine zu umfangreiche Löschung und befürchten Zensur. Der Deutsche Journalistenverband kritisiert, die Macht über das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit werde de facto an Privatunternehmen abgegeben. Dort entscheide keine fundierte rechtliche Abwägung über die Löschung von Einträgen.

Quelle:
– AFP

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