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Schadsoftware Petya: Generalschlüssel für Erpressertrojaner veröffentlicht

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Schlüssel für Schadsoftware bekannt  

Generalschlüssel für Erpresser-Programm gefunden

10.07.2017, 17:23 Uhr | dpa-AFX

Schadsoftware Petya: Generalschlüssel für Erpressertrojaner veröffentlicht. Verschlüsselung und Erpressung mit Petya: Jetzt ist der Schlüssel bekannt. (Quelle: imago/Alexander Ryumin)

Verschlüsselung und Erpressung mit Petya: Jetzt ist der Schlüssel bekannt. (Quelle: Alexander Ryumin/imago)

Einige Opfer von Hackerangriffen mit Erpresser-Software können aufatmen: Die Entwickler von "Petya" und einiger Varianten des Web-Schädlings haben einen Generalschlüssel veröffentlicht, mit dem sich verschlüsselte Daten wieder lesbar machen lassen.

Der Schlüssel funktioniere für alle Versionen der Schadsoftware, inklusive "GoldenEye", bestätigte Anton Ivanov, Sicherheitsforscher bei Kaspersky, in einem Twitter-Beitrag. Nur bei Daten, die mit der jüngsten Abwandlung "NotPetya" verschlüsselt sind, soll er nicht funktionieren. Ob es bei dieser Schadsoftware gar nicht um Erpressung ging oder der Code einfach nur schlampig programmiert wurde, sei noch unklar, schreibt das Technik-Portal "Golem".

Kostenlose Werkzeuge, die bei der Entschlüsselung helfen, gibt es demnach noch nicht, sie dürften aber in Kürze veröffentlicht werden.

Firmen weltweit getroffen, auch in Deutschland

Seit 2016 sind der Erpressungs-Trojaners "Petya" und seine Varianten wie "GoldenEye" oder "NotPetya" weltweit in Umlauf. Die Schadsoftware nistet sich in Windows-Rechnern ein, verschlüsselt Daten und fordert von den Opfern Lösegeld. Zu den Opfern der jüngsten Cyberattacke gehörten unter anderem die Reederei Maersk, der Nivea-Hersteller Beiersdorf, sowie zahlreiche Unternehmen und Behörden in der Ukraine.

Laut Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik standen auch in einigen Unternehmen in Deutschland die Produktion oder andere kritische Prozesse still. Bei dem jüngsten Angriff sind einige Experten auch der Ansicht, dass es nicht um das übliche Geldverdienen mit der Erpressung der Nutzer, sondern um das Zerstören von Daten ging.

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