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Zehntausende Android-Smartphones mit "WireX" infiziert

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Schadsoftware "WireX2"  

Zehntausende Android-Smartphones infiziert

29.08.2017, 14:41 Uhr | dpa

Zehntausende Android-Smartphones mit "WireX" infiziert. Hunderte der betroffenen Apps mussten aus dem Play-Store gelöscht werden, sowie von den infizierten Geräten entfernt. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Hunderte der betroffenen Apps mussten aus dem Play-Store gelöscht werden, sowie von den infizierten Geräten entfernt. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Cyber-Kriminelle haben in der Vergangenheit schon häufiger massenhaft Computer gekapert, um ein illegales Botnet zu bilden und damit Webseiten anzugreifen. Eine neue Attacke richtete sich nun gegen Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

Vier Technik-Firmen in den USA haben ein groß angelegtes Netzwerk von infizierten Android-Smartphones entdeckt und ausgehebelt. Das illegale Botnet sollte so genannte DDoS-Attacken ausführen, bei denen Websites mit einer riesigen Mengen von unsinnigen Datenanfragen überschüttet und somit in die Knie gezwungen werden, teilten die Unternehmen mit.

Google wurde von den Firmen gewarnt, dass sich die Schadsoftware im Google Play Store befand. Daraufhin habe der Android-Anbieter Hunderte der betroffenen Apps aus dem Play-Store gelöscht sowie von den infizierten Geräten entfernt (wir berichteten).

DDoS-Angriffe zur Erpressung

Der Angriff richtete sich vor allem gegen verschiedene Content-Delivery-Netzwerke (CDN). Die CDN sind eigentlich auf die Abwehr von DDoS-Attacken spezialisiert und bieten Dienste an, um Online-Anwendungen und -Inhalte schnell und zuverlässig auszuliefern.

Cyberkriminelle benutzen DDoS-Angriffe unter anderem dafür, um Betreiber von Webseiten zu erpressen und von ihnen Lösegeld zu fordern. DDoS-Attacken werden aber auch von Wirtschaftskriminellen oder Polit-Aktivisten eingesetzt, um missliebige Personen oder Organisationen mundtot zu machen oder Gegner anzugreifen.

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