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Alleinerziehende: Wenn Mama einen neuen Partner hat

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Alleinerziehende  

Mamas neuer Freund

02.03.2009, 11:24 Uhr | sca

Alleinerziehende: Wenn Mama einen neuen Partner hat. Ein Mann schaut einen Jungen skeptisch an.

Der neue Partner und das Kind brauchen Zeit, um Vertrauen aufzubauen. (Bild: Imago)

Fast alle Alleinerziehenden wünschen sich einen neuen Partner, die Gelegenheiten einen zu finden, sind aber selten. Haben Sie eine neue Beziehung, wird es nicht einfacher. Die Kinder empfinden den Neuen oft als Eindringling, dem Paar fehlt die Zeit, sich ohne Kinder kennenzulernen. So machen Sie es dem Kind möglichst leicht, den neuen Partner zu akzeptieren.

Kennenlernen nicht überstürzen

Lernt eine alleinerziehende Mutter einen neuen Mann kennen, hält sie ihn besser erstmal von ihrem Kind fern. Erst wenn sich beide sicher sind, dass sie zusammengehören, sollte das Kind von der Beziehung erfahren, rät Margarethe Schindler, Familientherapeutin aus Tübingen. Zum Kennenlernen sei es gut, wenn alle etwas gemeinsam unternehmen. Möglichst informell und locker sollte das erste Treffen ablaufen und deshalb am besten auf neutralem Boden stattfinden. Hiltrud Hertrampf, Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, rät Alleinerziehenden auf http://alleinerziehend-patchwork.com, je nach Alter des Kindes zu einer Aktivität, die Spaß macht: ein Picknick, Schwimmbad, Kino bei Älteren oder auch ein Konzert. "Ich glaube selbst einem erwachsenen Kind würde eine solche Möglichkeit des Kennenlernens besser tun, als plötzlich am Frühstückstisch einem Fremden gegenüber zu sitzen." Wenn beide Partner Kinder mit in die Beziehung bringen, ist das besonders wichtig.

Trennung muss gelungen sein

Noch bedeutender aber ist für die Kinder, dass die Trennung der leiblichen Eltern soweit gelungen ist, dass das Kind keine Angst haben muss, einen Elternteil zu verlieren. Die Kinder sollten die Gelegenheit haben, vom anderen Elternteil und den Besuchen zu erzählen - oder es zu lassen. Sonst hat es schnell das Gefühl, der neue Partner solle den leiblichen Elternteil ersetzen.

So vermeiden Sie Eifersucht

Gerade am Anfang sollte das Paar vermeiden, vor dem Kind große Nähe zu zeigen. So lasse sich Eifersucht vermeiden. Besonders häufig zeigen die Kinder ein eifersüchtiges Verhalten, wenn die Mutter schon sehr lange alleinerziehend ist und das Kind die Rolle eines Ersatz-Partners übernommen hat. Alltägliche Rituale wie das abendliche Vorlesen helfen Ihrem Kind, mit der neuen Situation klar zu kommen. Wenn Sie es gewohnt waren, mit Ihrem Kind samstags früh zum Markt zu radeln - bleiben Sie vorerst dabei, auch wenn Ihr neuer Partner gern ausschläft. Lassen Sie ihn/sie schlafen und freuen Sie sich auf ein gemeinsames Frühstück.

Bei der Erziehung nichts zu melden?

Verständlicherweise wünschen sich die meisten Alleinerziehenden Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder. Es ist aber wichtig, dass Sie am Anfang nicht zu viel erwarten. Sowohl Ihre Kinder als auch der neue Partner brauchen Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Die Kinder befinden sich oft in Loyalitätskonflikten zum leiblichen Elternteil, der neue Partner kann in eine neue Vaterrolle nur langsam hineinwachsen. Erst wenn er auch Verantwortung für den Alltag in der neuen Familie übernimmt oder wenn die Mutter ihn um Rat fragt, sei seine Meinung angebracht, sagt Schindler in der Apotheken-Zeitschrift "Baby und Familie". Mischt er sich zu früh ein, höre er wahrscheinlich vom Kind: "Du hast mir gar nichts zu sagen."

Akzeptiert das Kind den Neuen?

Die meisten Mütter oder Väter fragen sich, woran sie erkennen, ob ihr Kind den neuen Partner akzeptiert oder nicht. Psychologen empfehlen, eine anfängliche Zurückweisung wegen der Loyalitätskonflikte gegenüber dem leiblichen Elternteil, nicht über zu bewerten. Die Psychologin Hertrampf beobachtet sehr häufig, dass sich Kinder anfänglich sehr zurückhaltend und abwartend verhalten. Eltern glauben dann, ihre Kinder akzeptierten den neuen Partner nicht. Hertrampf aber wertet das als positives Zeichen: "Wenn mir dies geschildert wird, bin ich meistens der Meinung, dass dann alles in Ordnung ist; eher, als wenn der Neue sehr schnell als neuer Papa akzeptiert wird. Das würde ich dann sehr genau hinterfragen". Dass die Kinder den neuen Partner akzeptieren zeige sich vor allem an Alltäglichkeiten, wie zum Beispiel, dass sie von der Schule oder den Freunden erzählen.


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