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Hobby: Ohne Frust die passende Freizeit-Aktivität für Kinder finden

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Mein liebstes Hobby! Ohne Frust die passende Freizeitaktivität finden

27.02.2012, 10:31 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Hobby: Ohne Frust die passende Freizeit-Aktivität für Kinder finden. Sport, Musik, Natur: So finden Kinder das richtige Hobby.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sport, Musik, Natur: So finden Kinder das richtige Hobby. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Klavier spielen, tanzen, malen, die Natur erforschen oder auf dem Bolzplatz kicken - es gibt unzählige Hobbys, die Kinder ausüben können. Doch wegen des unüberschaubaren Angebots ist es oftmals nicht leicht die passende Freizeitbeschäftigung für den Nachwuchs zu finden, zumal Neigungen und Begabungen nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Beachten Eltern jedoch bestimmte Kriterien, können sie ihr Kind erfolgreich bei der Suche nach einem geeigneten Hobby unterstützen, das lange Freude macht. So finden Eltern und Kinder das passende Hobby aus Musik oder Sport.

Elterninteressen sind zweitrangig

Väter und Mütter sollten bei der Hobby-Auswahl für ihren Nachwuchs immer darauf achten, dass sie ihre eigenen Interessen, Wünsche und den eigenen Ehrgeiz zurückstellen. Auch wenn Eltern etwa selbst leidenschaftliche Sportler sind, sollten sie ihrem Kind die Möglichkeit geben auch mit Musik zu experimentieren. Umgekehrt gilt das Gleiche. Und es darf nie so sein, dass beispielsweise Geige spielen oder Reiten als Hobby des Sprösslings auserkoren wird, weil Mama oder Papa diesen Traum in der eigenen Kindheit hatten, ihn aber nicht ausleben durften.

Jüngere Kinder sind noch nicht festgelegt

An erster Stelle bei der Wahl des Hobbys sollten immer die Wünsche  der Kinder stehen. Viele haben dabei vielleicht sogar schon ganz konkrete Vorstellungen. Das ist vor allem dann ernst zu nehmen, wenn der junge Hobby-Anwärter seit mehreren Wochen immer wieder begeistert über seine neuen Interessen spricht oder wenn Freunde schon länger aktiv dabei sind. Allzu oft sind sich aber vor allem jüngere Kinder nicht sicher über ihre Neigungen und Affinitäten. Fragt man sie, so nennen sie fast jeden Tag ein anderes "Steckenpferd", auf das sie Lust hätten: Vor allem die Vier-bis Siebenjährigen probieren häufig noch aus und ändern ihre Vorlieben schnell. Da will beispielsweise eine Sechsjährige unbedingt ins Ballett, merkt aber erst im Unterricht, dass sie klassische Musik eigentlich doof findet und doch lieber zum Klettern möchte. Oder ein Zweitklässler möchte unbedingt Flöte lernen, weil sein bester Freund auch flötet, aber schon nach der ersten Stunde ist die Lust dahin, der Junge will nun doch lieber Schlagzeug spielen.

Schnupperkurse und Probezeit

Die beste Lösung bieten hier "Schnupperkurse", um den Kindern eine Orientierung zu erleichtern. Sowohl Sportvereine als auch Musikschulen bieten solche mehrwöchigen "Karussell-Kurse" an, bei denen man eine breite Palette der jeweiligen Disziplinen kennenlernen und nach Herzenslust alles ausprobieren kann. Auch die Sport-Ausrüstung oder Musik-Instrumente können dann ausgeliehen werden. Das nimmt nicht nur Entscheidungsdruck von den Kindern, sondern schont auch den elterlichen Geldbeutel.

Auch Ferienkurse, wie sie oft von Städten und Gemeinden als Ferienprogramm angeboten werden oder an Urlaubsorten möglich sind, bieten eine gute Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren.

Ist das "ultimative" Hobby schließlich gefunden, ist es am vernünftigstem, wenn Eltern einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen festlegen, in dem sich ihr Kind verpflichtet das neue Hobby auszutesten. So lernt es eine Weile durchzuhalten und nicht gleich bei den ersten Anzeichen von Langeweile oder Frust aufzugeben. Nach einer solchen vereinbarten "Probezeit" darf sich der Nachwuchs dann entscheiden, ob er mit dem Hobby weitermachen will.

Ausdauer und Disziplin gehören auch dazu

Bevor der Spaß dann dauerhaft in Angriff genommen wird, sollten Eltern ihren Sprösslingen unbedingt klar machen, dass bei Lieblingsbeschäftigungen meist auch Verpflichtungen entstehen: Zum Beispiel, dass man bei einem Teamsport regelmäßig zum Training erscheinen muss oder dass es bei Musikinstrumenten wichtig ist, neben dem wöchentlichen Unterricht täglich zu üben, um irgendwann mühelos schöne Melodien spielen zu können. Häufig besteht in der Vorstellung der Kids nämlich eine große Kluft zwischen Realität und Wunschvorstellung. Am liebsten würden sie sofort so vollendet kicken wie das Fußballidol oder genauso virtuos Gitarre spielen wie der bewunderte Musikstar. Dass hinter dieser angestrebten Perfektion und dem Erfolg jahrelanger Fleiß, Disziplin und Ausdauer steckt, ist Kindern oft nicht bewusst. 

Wenn das Hobby zum Frust wird

Was ist aber zu tun, wenn aus der Lust doch irgendwann Frust wird, und der Nachwuchs keine Begeisterung mehr für das Hobby zeigt? Für Eltern ist dies immer eine Zwickmühle: Mütter und Väter sollten dann zunächst einmal genau nachfragen, warum das Training oder die Musikstunden nun "blöd", "langweilig" oder "uncool" sind. Vom Mobbing und Unstimmigkeiten in der eigenen Mannschaft über Leistungsdruck durch Wettkämpfe bis zur pubertären demonstrativen Unlust ist dann alles möglich. Auch ein Gespräch mit dem Trainer, dem Kursleiter oder dem Musiklehrer ist hilfreich, denn dieser hat oft einen aufschlussreichen Blick auf die Situation und kann Ratschläge geben oder Probleme klären.

Neuer Schwung durch kleine Veränderungen

Ungeachtet der individuellen Gründe für die Hobby-Müdigkeit lebt der Spaß häufig wieder auf, wenn einfach kleine Veränderungen vorgenommen werden. Der Musikunterricht kann beispielsweise wieder frischen Pep bekommen, indem ein neuer Lehrer gesucht, Einzelunterricht in Gruppenunterricht umgewandelt wird oder zur Abwechslung Rockmusik statt Klassik einstudiert und das ungeliebte Üben über eine bestimmte Zeit verkürzt wird. Beim Sport könnte etwa ein Trainerwechsel die Motivation wieder auffrischen, das wöchentliche Training reduziert oder auf bestimmte Wettkämpfe verzichtet werden.

Wichtig für die Lust am Hobby ist für viele Kinder auch das Publikum. Begeisterte und stolze Eltern, Großeltern oder Freunde - sei es bei kleinen Konzerten, Aufführungen oder Wettbewerben - sind für manche Kinder immer ein wichtiger Ansporn, jedoch nur wenn kein übertriebener Ehrgeiz bei den Zuschauern im Spiel ist. Dies setzt Kinder nämlich zusätzlich unter Druck und weiterer Frust ist dann programmiert.

Hier finden Sie typische Eigenschaften der beliebtesten Musikinstrumente und Sportarten, die bei der Hobbyauswahl helfen können.

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