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Verstopfung bei Kindern: Erbkrankheit kann Ursache sein

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Chronische Verstopfung  

Chronische Verstopfung bei Kindern: Erbkrankheit als Ursache

15.06.2012, 13:24 Uhr | rev, dpa

Verstopfung bei Kindern: Erbkrankheit kann Ursache sein. Chronische Verstopfung kann weitere unangenehme Folgen haben.

Chronische Verstopfung kann weitere unangenehme Folgen haben. (Bild: Archiv)

Leidet ein Kind im Vorschulalter unter chronischer Verstopfung, sollten Eltern es auch auf seltene erbliche Darmkrankheiten untersuchen lassen. Ursache könnte zum Beispiel eine Morbus Hirschsprung genannte Erkrankung sein, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. In ihrer milden Form macht sie sich erst bei Vorschulkindern bemerkbar. Meist aber zeigt sie sich schon kurz nach der Geburt, weil das Baby kein Kindspech (Mekonium) ausscheidet. Der Säugling entwickelt laut BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler in der Folge einen stark aufgetriebenen Bauch.

Folgen chronischer Verstopfung bei Kindern

In weniger ausgeprägten Fällen macht sich eine chronische Verstopfung mit Stuhlentleerungen nur alle fünf bis sieben Tage bemerkbar, insbesondere nach dem Abstillen. Stuhlentleerungen sind Fegeler zufolge manchmal nur mit Hilfe von Einläufen oder Ähnlichem möglich - und dann auch nur unter erheblichen Schmerzen. Weitere Anzeichen für die Krankheit sind unter anderem Blähungen, schlechter Appetit, Erbrechen von grüner Gallenflüssigkeit und gelegentlich auch zäher, übelriechender, stiftähnlich geformter Stuhl, sogenannter Bleistiftstuhl.

Behandlung oder OP notwendig

Etwa eines von 5000 Neugeborenen ist von Morbus Hirschsprung betroffen, Jungen fünfmal häufiger als Mädchen. Es handelt sich dabei um eine angeborene Fehlbildung des Dickdarms. Dieser besitzt dann in einem bestimmten Abschnitt keine Nervenzellen, die die Muskeln zum Zusammenziehen und damit zum Weitertransport des Darminhaltes anregen können. Die Folge: Der Darminhalt bleibt im Prinzip stecken, und der Darmabschnitt vor diesem Hindernis weitet sich auf. "Nur nach einer operativen Entfernung des entsprechenden Darmabschnitts können Kinder wieder normal leben", sagt Kinderarzt Fegeler. Mittlerweile gebe es dafür auch minimal-invasive Methoden, die die Kinder deutlich weniger belasten.

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