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Britische Mutter spritzt ihrer Tochter Botox

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Schönheitswahn  

Botox für Teenager zur Prävention?

| Spiegel Online

Britische Mutter spritzt ihrer Tochter Botox. Sarah Burge, die "menschliche Barbie" setzt sich eine Botox-Injektion.

Sarah Burge, die "menschliche Barbie" setzt sich eine Botox-Injektion. (Foto: Archiv)




In Großbritannien hat es eine Schülerin zu zweifelhaftem Ruhm gebracht: Im Alter von 15 Jahren ließ sich Hannah Burge ihre erste Botox-Spritze setzen - mit Einverständnis der Mutter. Die hat Erfahrung mit Schönheitsoperationen und wurde nach über hundert Eingriffen als "menschliche Barbie" berühmt.

Botox für Teenager

Bereits im Alter von 15 Jahren entschied sich die britische Schülerin Hannah Burge, der Vergänglichkeit ein Schnippchen zu schlagen: Wie die "Daily Mail" berichtet, ließ sie sich im vergangenen Jahr in einer spanischen Schönheitsklinik erstmalig Botox in die Gesichtsmuskeln spritzen - mit der Zustimmung ihrer Mutter Sarah. "Ich hatte ein paar Linien auf meiner Stirn und um den Mund herum, mit denen ich gar nicht glücklich war", sagte der Teenager dem Blatt. Mit dem Botox-Eingriff wurde Hannah die vermutlich jüngste Konsumentin des Gifts, das die Signalübertragung an den Nervenzellen hemmt und durch Gesichtsmimik entstandene Falten bekämpfen soll.

Injektionen von der Mutter

Nach dem Beauty-Urlaub verabreichte Sarah Burge ihrer Tochter weitere Botox-Injektionen - und ließ britische Paparazzi das Duo bei der fragwürdigen Prozedur ablichten. Die 49-jährige Sarah Burge ist in Großbritannien keine Unbekannte: Die als "menschliche Barbie" berühmt gewordene Single-Frau hält laut "Daily Mail" mit mehr als hundert Operationen den Weltrekord in Sachen Schönheitschirurgie. Angeblich soll sie für die Eingriffe rund eine halbe Million britische Pfund berappt haben. Das Ergebnis ist sicherlich Geschmackssache. Fakt ist aber, dass Botox die Beine nicht verlängert - das tun bei Frau Burge nur die lebensgefährlich hohen Stilettos.

Spritze als Vorbeugung

Mit der Botox-Behandlung ihrer nicht volljährigen Tochter übt sich die dreifache Mutter angeblich nur in Prävention. Mit den Spritzen könne man frühzeitig einer Faltenbildung vorbeugen, so ihre Überzeugung. Sie gebe ihrer Tochter lediglich die Hälfte der Dosis, die Erwachsene in der Regel nähmen, sagte sie laut "Daily Mail". Bedenken hat die ausgebildete Kosmetikerin aus St. Neots in Cambridge offenbar nicht. Sie hält sich selbst für eine Botox-Expertin und sei "begeistert, dass Hannah so offen und ehrlich" mit ihrem Wunsch nach einer Behandlung umgegangen sei. "Ich habe ihr alles erklärt und finde, dass ich mich verantwortungsvoll verhalten habe." Angesichts ihrer eigenen zahlreichen Schönheitsoperationen wäre sie eine Heuchlerin gewesen, wenn sie ihrer Tochter Botox verboten hätte.

Selbstsicherer durch Botox?

"Mein Aussehen ist mir wichtig und ich will nicht verhärmt aussehen, wenn ich 25 bin", sagte Hannah selbst. Im Internet hatte die 16-Jährige auf einschlägigen Teen-Websites gelesen, dass viele Minderjährige sich nach einer Botox-Behandlung selbstsicherer fühlten. "Ich wollte Botox aus zwei Gründen probieren - es verhindert Falten und außerdem sprach jeder an meiner Schule davon mal 'B' zu testen."

Entsetzen bei Experten

Fazel Fatah, designierter Vorsitzender des Verbands der britischen Schönheitschirurgen, zeigte sich entsetzt von der Maßnahme der Mutter: "Es ist schockierend, dass irgendjemand einfach aus dem Internet Botox kauft und es einer 16-Jährigen verabreicht." Es sei vollkommen ungewiss, woher das Medikament stamme, das Botox könne verunreinigt oder mit unbekannten Substanzen versetzt sein. Zudem führe ein häufiger und exzessiver Konsum von Botox dazu, dass der Patient eine Resistenz entwickelt oder Lähmungen und Asymmetrien im Gesicht auftreten. Wenn man es zu dicht am Auge appliziere, könnte zudem die Sicht beeinträchtigt werden. Solche Horrorszenarien scheinen die Familie Burge nicht zu schrecken: Schon jetzt plant die 16-jährige Hannah die nächste Aufbauaktion - Operation Schmollmund ist angesagt. Das Mädchen freut sich schon und wischt die leidige Diskussion um Verantwortlichkeit vom Tisch: "Das Aufspritzen von Teenagern ist heutzutage gang und gäbe, deshalb lasse ich meine Mutter daran teilhaben."

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