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Schilddrüsentest für Schwangere - In welchen Fällen soll untersucht und behandelt werden?

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Schilddrüsentest für Schwangere - In welchen Fällen soll untersucht und behandelt werden?

24.02.2012, 14:23 Uhr | dapd

Schilddrüsentest für Schwangere - In welchen Fällen soll untersucht und behandelt werden?. Ausreichende Schilddrüsenhormone sind wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ausreichende Schilddrüsenhormone sind wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Früher trugen jung vermählte Frauen oft ein enges Samtbändchen um den Hals. Spannte es zunehmend, wusste die nahe Verwandtschaft schon bald, dass Nachwuchs unterwegs war. Dass der Hals während der Schwangerschaft dicker wird, liegt nicht zuletzt an einer Vergrößerung der Schilddrüse - in gewissem Umfang ganz normal, da die steigenden Erfordernisse an den Stoffwechsel auch den Bedarf an Schilddrüsenhormonen hochschnellen lassen.

Ratschläge der Experten variieren

Jede Störung aber gefährdet das Kind im Bauch. In den USA ist jetzt eine Debatte darüber entbrannt, in welchen Fällen eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion bei Schwangeren angeraten oder gar notwendig ist. Das Problem dabei ist: Während ausgeprägte Fälle einer Fehlfunktion mit Hormonen behandelt werden, gibt es bislang wenig Hinweise darauf, dass eine Behandlung in leichten Fällen einen Unterschied zur Nichtbehandlung macht. Deshalb variieren auch die Ratschläge der Experten.

"Wir haben noch keine perfekten Antworten", sagt Elizabeth Pearce vom Boston Medical Center, wo der Test sehr verbreitet ist. "Aber wenn es einer meiner Patienten ist, oder wenn es um mich geht oder ein Familienmitglied, dann würde ich mich in allen Fällen für eine Behandlung entscheiden." Dena Goffman vom Montefiore Medical Center in New York ist zurückhaltender: Es gebe Studien, die den Nutzen von Tests und Behandlung stützten, aber auch solche, die ihn widerlegten, gibt sie zu bedenken.

Unterfunktion als Gefahr für das Kind

Mehrere Untersuchungen seit der Jahrtausendwende haben gewarnt, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse in der Schwangerschaft das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten und einen geringeren Intelligenzquotienten des Kindes erhöhen könnte. Bei einer Unterfunktion oder Hypothyreose beginnen die Beschwerden eher langsam und uncharakteristisch. Müdigkeit, Muskelschmerzen und verminderte Leistungsfähigkeit können darauf hinweisen.

Warten auf Richtlinien

Ein einfacher Bluttest kann schon leichte Formen erkennen, eine Therapie bedeutet in der Regel keinerlei Gefahr für das Baby. Und ausreichende Schilddrüsenhormone sind wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns, vor allem im ersten Trimester der Schwangerschaft. Doch ob eine Behandlung in leichten Fällen nötig ist und Nutzen bringt, ist eben noch umstritten. In den USA warten die Ärzte derzeit auf eine groß angelegte Studie des National Institutes of Health. Die Ergebnisse kommen allerdings wohl erst in drei Jahren.

 

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