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Stiftung Warentest: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder

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Nahrungsergänzungsmittel sind laut Stiftung Warentest "leere Versprechen"

24.01.2013, 16:44 Uhr | AFP

Stiftung Warentest: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder. Nahrungsergänzungsmittel: Täglich eine Pille für bessere Noten? Nichts als Humbug.

Täglich eine Pille für bessere Noten? Nichts als Humbug.

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder mit angeblich positiven Effekten auf das Gehirn sind nach Ansicht der Stiftung Warentest "leere Versprechen". Es gebe kaum Belege für die Wirksamkeit der Kapseln und Tabletten, die das Lernen und die Konzentration unterstützten sollen, heißt es in der Februarausgabe der Zeitschrift "Test".

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder machen nicht klug

Die Verbraucherexperten haben zwölf Produkte mit angeblich günstigen Effekten auf das Gehirn analysiert. Fast alle Pillen enthalten Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch, manche zusätzlich Omega-6-Fettsäuren aus Pflanzen und weitere Substanzen wie Vitamine und Mineralstoffe. Die Präparate, die unter anderem als "Klugstoff" angepriesen werden, seien aber "wenig geeignet", befanden die Tester. Es gebe kaum Belege für die Wirksamkeit.

Omega-Fettsäuren zeigen kaum Wirkung

Das Gehirn braucht Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aus der Nahrung. Auch gibt es Hinweise, dass ein Mangel das Risiko für die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern fördern kann. Einige Studien dazu seien aber mangelhaft gewesen, weil zu wenige Kinder beteiligt waren oder es keine ärztliche ADHS-Diagnostik gegeben habe, kritisiert die Stiftung Warentest. Zudem hätten die Omega-Fettsäuren keine oder so geringe Effekte gezeigt, dass die Einnahme nicht zu empfehlen sei. Auch für das Lernen und die Konzentration sei der Nutzen nicht ausreichend belegt.

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Gesundheitsversprechen nicht mehr erlaubt

Auch die Werbeslogans für die Mittel sind nicht mehr erlaubt. Im vergangenen Dezember trat eine EU-Verordnung in Kraft, die festlegt, mit welchen gesundheitsbezogenen Werbeslogans für Lebensmittel noch geworben werden darf. Dass Omega-Fettsäuren günstig auf die geistige Entwicklung oder das Lern- und Konzentrationsvermögen wirken, gehört laut Stiftung Warentest nicht dazu. Auf den Verpackungen und Beipackzetteln standen solche Werbesprüche aber auch noch nach dem Stichtag, wie die Tester berichten.

Bedarf an Fettsäuren besser über Nahrung

Die Stiftung Warentest empfiehlt, den Bedarf an Omega-Fettsäuren nicht über Pillen, sondern über die Nahrung zu decken. Dafür reichten pro Woche ein bis zwei Mahlzeiten mit fettem Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele. Wenn Kinder Fisch nicht mögen, seien auch Lein- und Rapsöl oder täglich ein paar Walnüsse zu empfehlen. Wichtig für Kinder sei zudem tägliche Bewegung und Toben im Freien. Das fördere die Durchblutung und Nervenvernetzung im Hirn.

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