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Reptilien können bei Kindern Infektionen auslösen

08.01.2014, 10:58 Uhr | AFP

Reptilien können bei Kindern Infektionen auslösen. Reptilien wie dieser grüne Leguan können schwere Krankheiten übertragen. (Quelle: imago)

Reptilien wie dieser grüne Leguan können schwere Krankheiten übertragen. (Quelle: imago)

Schildkröten, Schlangen, Eidechsen und andere Reptilien können bei Kleinkindern schwere Infektionskrankheiten hervorrufen, die in einzelnen Fällen tödlich verlaufen können. Unter anderem bestehe die Gefahr einer Salmonellose und von Hirnhautentzündungen, schreiben französische Wissenschaftler in zwei Studien.

Die Autoren, die an zwei französischen Forschungsinstituten sowie bei Gesundheitsbehörden arbeiten, werteten für ihre Berichte 66 Studien aus, die in den vergangenen 20 Jahren zu dem Thema erschienen waren. Außerdem werteten sie 77 Fälle von Infektionen bei Kleinkindern aus, die auf den Kontakt mit Reptilien zurückzuführen waren. Drei der betroffenen Kinder starben an den Folgen der Infektionen - zwei hatten Salmonellose, die schweren Durchfall und hohes Fieber hervorruft, ein Baby starb an Hirnhautentzündung.

Reptilien sind oft mit Salmonellen infiziert

Die meisten der erkrankten Kinder hatten Kontakt zu Schildkröten und Leguanen, die wegen ihrer geringen Größe besonders häufig als Haustiere gehalten werden. In anderen Fällen wurden die Infektionen durch andere Reptilien und Schlangen übertragen. Diese Tierarten sind besonders häufig von Salmonellen infiziert - mehr als die Hälfte von ihnen sind Träger dieser Bakterien.

Salmonellen könnten unter bestimmten Bedingungen mehrere Woche überleben, warnen die Autoren. Zudem könnten sie auch übertragen werden, wenn Kinder keinen direkten Kontakt zu den Tieren hätten - etwa über die Hände ihrer Eltern oder durch die Luft.

Einige Länder raten von der Reptilienhaltung in Familien ab

Mehrere Länder haben den Studien zufolge vor diesen Risiken gewarnt, darunter die USA, Kanada und Großbritannien. In den USA etwa wird Eltern von Kindern unter fünf Jahren empfohlen, keine Reptilien als Haustiere zu halten. In Frankreich gibt es bisher keine solchen Warnungen der Behörden. Der Studie zufolge wurden 2012 in drei Prozent der französischen Haushalte Reptilien gehalten, vor allem Schildkröten. Die Risiken sind bislang kaum bekannt: Von den Familien, in denen ein Kind angesteckt wurde, kannte nur jede 13. die Gefahr. Die Studien wurden in der Fachzeitschrift "Bulletin épidémiologique hebdomadaire" (BEH) veröffentlicht.

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