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Glaxo bestätigt: Kinder-Impfstoffe gegen Masern, Mumps, etc. werden knapp

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Impfstoffe werden knapp  

Verband warnt vor Lieferengpässen bei Kinder-Impfstoffen

28.01.2014, 07:15 Uhr | Reuters, dpa

Glaxo bestätigt: Kinder-Impfstoffe gegen Masern, Mumps, etc. werden knapp. Kinderärzte warnen: Die Kombinationsimpfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken als auch der Einzelimpfstoff gegen Windpocken sind derzeit knapp. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinderärzte warnen: Die Kombinationsimpfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken als auch der Einzelimpfstoff gegen Windpocken sind derzeit knapp. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Dachverband für Kinder- und Jugendmedizin warnt vor Lieferengpässen bei Impfstoffen für Kinder. Derzeit seien sowohl der Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken als auch der Einzelimpfstoff gegen Windpocken knapp, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) unter Berufung auf die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ). "Das führt dazu, dass wir bei Kindern die Grundimmunisierung nicht zuverlässig garantieren können", sagt DAKJ-Generalsekretär Manfred Gahr der Zeitung.

Der britische Pharmariese Glaxo Smith Kline bestätigte die Berichte über Lieferengpässe bei Impfstoffen gegen gefährliche Kinderkrankheiten. Betroffen ist insbesondere der Vierfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Auch ein Windpocken-Einzelimpfstoff und ein Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio wird knapp.

Produktionsserie musste zurückgezogen werden

Bei einigen Chargen der Windpocken-Einzelimpfung sowie beim Vierfach-Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken gebe es Qualitätsprobleme. Die Auslieferungen würden erst dann wieder starten, wenn laufende Untersuchungen abgeschlossen seien, erklärte Glaxo Smith Kline. Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut rechnet frühestens im Lauf des zweiten Quartals mit erneuten Auslieferungen, der Konzern selbst nannte keinen Zeitplan.

Die Kombi-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio kann der Konzern nach eigenen Angaben voraussichtlich im Februar für mehr als 14 Tage nicht mehr liefern. Das Unternehmen verwies auf die gestiegene Nachfrage nach dem Impfstoff. Gleichzeitig gebe es nur begrenzte Herstellkapazitäten. Wann sich die Probleme lösen ließen, sei derzeit nicht absehbar, hieß es.

"Monopolisierung der Impfherstellung verhindern"

Auf seiner Internetseite hat der Dachverband bereits in der vergangenen Woche auf das Problem hingewiesen. "Es muss über gesetzliche Regelungen nachgedacht werden, die die negativen Folgen der Monopolisierung der Impfstoffherstellung verhindern", fordert Generalsekretär Gahr dort. Unternehmen sollten verpflichtet werden, Reserven anzulegen, so Gahr weiter.

Laut NOZ sieht man in Berlin derzeit keinen Handlungsbedarf. "Pharmazeutische Unternehmer haben einen ausdrücklichen gesetzlichen Auftrag zur Sicherstellung einer angemessenen und kontinuierlichen Bereitstellung der in Deutschland in den Verkehr gebrachten Arzneimittel." Lieferschwierigkeiten nehme man aber ernst.

So sollten Eltern jetzt vorgehen

Martin Terhardt, niedergelassener Kinder- und Jugendarzt und Mitglied der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes (Stiko), rät Eltern, die erste Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) entsprechend den Impfempfehlungen der Stiko auf jeden Fall durchführen zu lassen. Lediglich die zweite MMR-Impfung sollte aufgeschoben werden, bis wieder ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Bei diesem Vorgehen sollte noch genügend Impfstoff vorhanden sein, um allen Kindern eine Grundimmunisierung zu ermöglichen.

Bei Eltern und Kinderärzten sei jetzt Disziplin nötig, so Terhardt. Er rät außerdem dazu, die verschobenen Impftermine möglichst zeitnah nachzuholen.

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