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Hand-Fuß-Mund bei Babys: harmlos, aber hochansteckend

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Harmlos, aber hochansteckend  

Hand-Fuß-Mund-Krankheit lässt sich mit Eis lindern

31.08.2016, 13:56 Uhr | rw, dpa, t-online.de

Hand-Fuß-Mund bei Babys: harmlos, aber hochansteckend. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit befällt vor allem Babys und Kinder unter zehn Jahren. (Quelle: Reuters)

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit befällt vor allem Babys und Kinder unter zehn Jahren. (Quelle: Reuters)

Fieber, schmerzende Bläschen im Mund und ein fleckiger Ausschlag an Händen und Füßen: Das sind die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wie Eltern sich verhalten sollten und was betroffenen Kindern hilft.

Die hochansteckende Virusinfektion befällt vor allem Babys und Kinder unter zehn Jahren. Auch wenn die gefleckte Kinderhaut Eltern sehr nervös machen kann, besteht erst einmal kein Grund zur Sorge. 

Symptome und Krankheitsverlauf

"Die Grunddevise lautet: keine Panik!", betont Kinder- und Jugendarzt Hermann Josef Kahl aus Düsseldorf. "Die Erkrankung verläuft in aller Regel harmlos." Frühe Anzeichen sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) Appetitlosigkeit, Fieber und Halsschmerzen.

Nach ein bis zwei Tagen kommen dann schmerzende Bläschen im Mund und ein nicht juckender Hautausschlag hinzu. "Meist sind die Handflächen und Fußsohlen betroffen", informiert das RKI. Der Ausschlag könne jedoch auch am Gesäß, dem Genitalbereich, den Knien oder an den Ellenbogen auftreten. Vor allem im Mund platzen die Bläschen schnell, und es bilden sich schmerzhafte kleine Geschwüre. 

Nach drei bis acht Tagen sei die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in aller Regel überstanden, sagt Kahl. Wenn sich aber über längere Zeit keine Besserung einstellt, sollte man das von einem Arzt untersuchen lassen. "In dem Fall kann unter Umständen eine weitere Erkrankung hinzugekommen sein", erklärt der Mediziner.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist sehr ansteckend

Ganz auf die leichte Schulter nehmen sollten Eltern die Krankheit ohnehin nicht. Sie ist hochansteckend und wird unter anderem über Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Bläschensekret übertragen. Anstecken können sich Kinder auch durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. "Eine Übertragung durch die Hände spielt eine wesentliche Rolle", bestätigt das RKI. Außerdem ist eine Ansteckung über Badegewässer möglich.

In den ersten Tagen nach Infektion ist auch eine aerogene Übertragung möglich. Das bedeutet, dass sich Kinder durch erregerhaltige Schwebstoffe in der Luft anstecken. Erkrankte Kinder dürfen deshalb auch nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen.

Wie die Krankheit behandelt wird

Bettruhe und viel Flüssigkeit sind wichtig, betont Kahl. Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich. Deshalb sollte das Kind sollte weder heißes, hartes noch scharf gewürztes Essen bekommen. Eis kann die Beschwerden lindern. Bei Fieber können Zäpfchen oder Fiebersäfte die Symptome lindern. "Kleinkinder mit Fieber sollten aber auch immer ärztlich untersucht werden", rät Kahl.

Auch Erwachsene können sich anstecken

Auch Erwachsene können sich mit den Erregern infizieren. Bei ihnen verläuft die Krankheit allerdings meist ohne Symptome. Sie können die Erreger aber weiter übertragen. Wenn der eigene Nachwuchs erkrankt ist, sollte man deshalb Kontakt mit anderen Kindern möglichst meiden, sagt der Kinder- und Jugendarzt.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Kinderkrankheitenlexikon liefern Anhaltspunkte, können aber keinesfalls die Diagnose eines Kinderarztes ersetzen. Sicherheitshalber sollten Eltern auffällige Symptome bei ihrem Kind vom Arzt abklären lassen.

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