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Pubertät: Hygiene bei Jugendlichen

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Hygiene in der Pubertät  

Duschen? Fehlanzeige!

27.05.2011, 17:17 Uhr | Sabine Caron, t-online.de

Pubertät: Hygiene bei Jugendlichen. Nicht alle Teenager halten in der Pubertät viel von Hygiene.  (Quelle: imago)

Nicht alle Teenager halten in der Pubertät viel von Hygiene. (Quelle: imago)

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, berichten Eltern immer wieder von Konflikten um dieselben Themen: Ausgehen, Medienkonsum und Aufräumen stehen dabei ganz oben auf der Hitliste. Für Zündstoff sorgt in vielen Familien auch das Thema Hygiene. Teenager halten meistens nicht viel davon, regelmäßiges Duschen und Co. sind oft Fehlanzeige. Manche stylen sich zwar ausdauernd, die Hygiene lässt aber trotzdem zu wünschen übrig. Lesen Sie, warum Jugendliche Unterstützung bei der Körperpflege brauchen und wie Eltern diese leisten können?

Voller Unverständnis berichten Eltern von ihren Kindern und Jugendlichen, die sich gegen das Duschen wehren und wenn sie einmal geduscht sind, wieder in die gleiche Unterhose oder die stinkigen Socken steigen. Sie vergessen - ob absichtlich oder nicht mag variieren - beim Haare waschen, Shampoo zu benutzen und fischen die von Mama aussortierte Jeans wieder aus der Wäschetonne, um sie noch einmal anzuziehen. Manche Mädchen brauchen Schminke und Haarspray schneller auf als das Shampoo. Auch in den Zimmern der Pubertierenden ist Hygiene manchmal Fehlanzeige: Unordnung ist da noch das geringste Problem, vor sich hin gammelnde Lebensmittel und stinkende Kleidungsstücke schon ekeliger.

Die Körperhygiene wird wichtiger

Die steigende Hormonproduktion führt neben der körperlichen Entwicklung auch zu ungeliebten Nebenerscheinungen. Die Drüsen verändern sich, manche Jugendliche bekommen fettige Haut oder schwitzen vermehrt. Der dadurch entstehende Körpergeruch macht manchem Pubertierenden das Leben schwer. Dazu kommt noch, dass häufig Pickel entstehen. Um so wichtiger wird es also eigentlich, regelmäßig die Kleidung zu wechseln, zu duschen und die Haare zu waschen. Bei den Kindern stößt das oft auf wenig Gegenliebe und Eltern fragen sich verzweifelt, ob ihre Sprösslinge nicht merken, wie sehr sie stinken oder wie ungepflegt sie aussehen. Viele Hautprobleme werden zudem durch unzureichende oder falsche Hygiene verschlimmert, zum Beispiel auch durch ständiges Waschen und Cremen.

Jugendliche brauchen Unterstützung

Bei der Körperhygiene ist es wichtig im Blick zu behalten, was wir unseren Kindern und Jugendlichen zutrauen können. Sie brauchen dabei oft noch Unterstützung, obwohl sie die Eltern in der Pubertät viel lieber aus dem Bad verbannen und manchmal auch ungern über diese Themen sprechen. „Die meisten Menschen können sich erst mit 14 oder 15 Jahren automatisiert und ohne Kontrollnotwendigkeit die Zähne putzen und duschen", so der Kinderpsychologe Michael Winterhoff. „Erst in diesem Alter wird die Körperhygiene komplett automatisch behandelt.“ Hinzu kommen natürlich Unsicherheiten, die bei Mädchen und Jungen hinsichtlich der Hygiene durch die körperlichen Veränderungen entstehen.

Was Eltern tun können

Als Eltern sollten Sie zunächst auf das Erklären setzen, statt Körperhygiene anzuordnen. Mädchen und Jungen haben in der Pubertät viele offene Fragen zur Pflege, trauen sich aber nicht zu fragen und Eltern lassen Wichtiges häufig unbewusst aus. So sind Mädchen und Jungen vor allem dankbar für konkrete Tipps, die die Intimpflege betreffen. Bei Mädchen ist beispielsweise der Weißfluss ein Thema, das in der Aufklärung oft nicht angesprochen wird aber zu einer tiefen Verunsicherungen führt. „Konkrete Informationen, zum Beispiel über luftdurchlässige Slipeinlagen, machen das Problem handhabbar“, so die Gynäkologin Dr. med. Christine Klapp auf www.kindergynäkologie.de, und führen dazu, dass die Mädchen diese Entwicklungen besser akzeptieren können. Das Gespräch über Körperpflege und Hygiene kann auch eine gute Möglichkeit sein, mit Ihrem Kind über Sexualität zu sprechen.

Wenn Gespräche schwierig sind

Blockt Ihr Kind das Gespräch aber ab oder ist es ihm unangenehm, können Sie auch Literatur kaufen oder auf Internetseiten verweisen, die sich mit dem Thema befassen. Jugendrechte Tipps zu Körperpflege und Sexualität bietet zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf der Seite www.loveline.de. Manche Mädchen und Jungen stellen ihre Fragen lieber einem Arzt oder einer Ärztin als ihrer eigenen Mutter oder ihrem eigenen Vater. Der erste Frauenarztbesuch oder ein Besuch beim Urologen könnten eine Möglichkeit sein, diese Fragen loszuwerden.

Klare Absprachen treffen

Bleiben Erklärungen auf Dauer wirkungslos, sollte gelten, was für die Pubertät im Allgemeinen gilt: Klare Absprachen treffen, zum Beispiel „immer nach dem Sport und Sonntags“ wird geduscht. Auch die Konsequenzen müssen klar sein: Zum Beispiel darf ungeduscht nicht der Freund oder die Freundin besucht werden. Wichtig vor allem aber ist zweierlei: Machen Sie sich klar, dass Konflikte und Streit in Familien mit Pubertierenden an der Tagesordnung sind. Und das ist gut so! Rechnen Sie mit Grenzüberschreitungen, aber ignorieren Sie sie nicht, sondern reagieren Sie mit den angekündigten Konsequenzen.

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