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Extremes Verhalten in der Pubertät: Normal oder Grund zur Sorge?

19.05.2011, 08:57 Uhr | ah (CF)

Pubertät: Extremes Verhalten normal oder Grund zur Sorge?. Pubertät als "normale" Krisensituation auf dem Weg zum Erwachsenwerden  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Pubertät als "normale" Krisensituation auf dem Weg zum Erwachsenwerden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob Aggressionen, Alkohol oder Kleidungsstil: Wenn Eltern bei ihren Kindern extremes Verhalten in der Pubertät beobachten, ereilt sie oft die Sorge, dass etwas vollkommen schief läuft. Dabei sind die meisten dieser Verhaltensweisen in dieser Lebensphase völlig normal. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen, in den entsprechenden Situationen richtig zu reagieren.

Extremes Verhalten in der Pubertät bei Jungen und Mädchen

Pubertierende Jungen und Mädchen neigen zu unterschiedlichen Verhaltensweisen, die immer wieder in Extreme umschlagen können. So kann sich hinter aggressivem Verhalten bei Jungen das Bedürfnis nach Anerkennung in der Gruppe verbergen, aber auch die Angst davor, als schwach zu gelten. Ein erhöhter Alkoholkonsum lässt heranwachsende Jungen wie Mädchen sich erwachsener fühlen. Häufig versuchen Jugendliche auf diese Weise auch Hemmungen zu überspielen oder einfach nur zur Gruppe dazuzugehören. Viele Mädchen werden übertrieben "zickig", um beispielsweise ihre Unsicherheit zu überspielen oder Frust abzubauen.

Die Liste ließe sich um viele Punkte ergänzen, die von Pöbeleien über Abgrenzung zum jeweils anderen Geschlecht weiter bis zum Körperkult reichen. Auch auf Statussymbole oder Markenkleidung legen viele Jugendliche übersteigerten Wert. Solch extremes Verhalten in der Pubertät überfordert Eltern oft, weil sie nicht wissen, wie sie darauf reagieren sollen. (Magersucht: Vorsicht vor gefährlichen Seiten im Internet)

Tipps: Wie Sie auf Grenzüberschreitungen reagieren sollten

Der vielleicht wichtigste Tipp für Eltern pubertierender Kinder: Machen sie sich bewusst, dass extremes Verhalten in der Pubertät grundsätzlich normal ist. Dennoch heißt das nicht, dass Sie einfach nur tatenlos zuschauen sollten, bis die Phase des Erwachsenwerdens abgeschlossen ist. Für Ihr Kind ist in dieser Lebensphase einerseits Verständnis wichtig, andererseits benötigt es auch klare Regeln, damit es lernt, sein Handeln und gegebenenfalls sein Fehlverhalten richtig einzuschätzen.

Wenn extremes Verhalten in der Pubertät dazu führt, dass Ihr Kind vereinbarte Regeln nicht einhält, reagieren Sie nicht mit übertriebener Härte, wenn es nicht unbedingt sein muss. Der erste Alkoholrausch muss beispielsweise nicht zwingend mit einer harten Strafe einhergehen, denn für Jugendliche ist dies einer von vielen Wegen, ihre Grenzen auszutesten. Dennoch sollte der Vorfall auch nicht verschwiegen werden.

Tipp: Weisen Sie Ihr Kind auf die Gefahren von Alkohol hin und machen Sie ihm deutlich, dass Sie sich Sorgen machen. Wichtig ist in diesem Fall auch, dass Sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vorleben, denn für pubertierende Kinder sind Eltern als Vorbilder besonders wichtig, so die Diplom-Pädagogin Uta Reiman-Höhn laut dem Fachportal "elternwissen.com" – obwohl die wenigsten Jugendlichen dies wohl offen zugeben würden. (Alkohol: Seien Sie Ihren Kindern ein Vorbild)

Seien Sie nachsichtig!

Auch wenn es schwerfällt: Häufig legt sich extremes Verhalten in der Pubertät wieder ganz von selbst. Nicht alles, was aus Ihrer Sicht extrem und falsch ist, sollten Sie deshalb auch ansprechen. Tipp: Wenn Ihr Kind sich einen sehr unkonventionellen Kleidungsstil zulegt, drücken Sie ruhig ein Auge zu und reagieren Sie gelassen. Denn auch auf diese Weise versuchen Jugendliche, ihre eigene Identität zu erforschen.

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Wenn das Verhalten außer Kontrolle gerät

In der Pubertät sollten Eltern ihren Kinder ausreichend Freiraum lassen und extremes Verhalten tolerieren, solange es nicht den Familienfrieden oder die Gesundheit des Kindes gefährdet. Wenn vereinbarte Regeln verletzt werden, verlangt es etwas Fingerspitzengefühl, ob Sie besser mit Nachsicht reagieren oder diesem mit Konsequenzen begegnen.

Anders sieht es hingegen aus, wenn Sie sich ernsthaft darum sorgen, dass Ihr Kind beispielsweise abhängig sein könnte oder in Straftaten verwickelt wird. Tipp: Ein erster Schritt könnte sein, andere Eltern um Rat zu fragen. Findet sich keine Lösung, sollten Sie möglichst bald professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um schlimmeren Folgen vorzubeugen. (Umgang mit Pubertierenden)

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