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Lesermeinungen: So weit darf sexuelle Aufklärung in Schulen gehen

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Das sagen unsere Leser  

Wie weit soll sexuelle Aufklärung in der Schule gehen?

14.11.2014, 10:39 Uhr | t-online.de

Lesermeinungen: So weit darf sexuelle Aufklärung in Schulen gehen. Penis- und Vagina-Modelle im Schulunterricht: ein Problem? (Quelle: dpa)

Penis- und Vagina-Modelle im Schulunterricht: ein Problem? (Quelle: dpa)

"Kann man Teenager überhaupt übersexualisieren?" Diese provokante Frage zum Thema Aufklärung in der Schule stellte in einem Interview mit der Eltern-Redaktion von t-online.de der Diplompadagoge und Sexualpädagoge Michael Hummert. Wie freizügig darf Sexualkundeunterricht sein und dürfen ethische Fragen auch mit behandelt werden - oder sind die Schüler durch allzu offene Behandlung des Themas überfordert? Hummert ist der Meinung, die Schule solle Sachinformationen und biologisches Wissen liefern, Eltern dagegen sollten "den Kindern Orientierung geben". Viele Leser haben unseren Artikel kommentiert. Ihre Meinungen gehen weit auseinander.

Die Stimmen unserer Leser spiegeln die gesellschaftliche Debatte wider: "Die Zeit der Blümchen und Bienchen ist vorbei" contra "Die Schule respektiert die Intimsphäre von Teenagern nicht". Das schreiben die Leser von t-online.de:

Roi-Soleil: Was wir da gerade erleben, ist keine "Übersexualisierung" oder was auch immer, sondern eine NORMALISIERUNG, in der das sexuelle Empfinden 1500 Jahre Deformation durch christliche Moralvorstellungen abstreift. Wenn Jugendlichen frühzeitig der Genuss an der Sache vermittelt wird, ist das nur zu begrüßen - der Schritt, es selbst zu probieren, wird dadurch nicht an Reiz verlieren. Und wenn einige Spezialisten hier meinen, dass dies zum Ende der Familie, wenn nicht sogar des Abendlandes führen wird: Natürlich nicht. Kultur ist nicht gleichbedeutend mit Triebverzicht. Das war vielleicht bisher teilweise so, aber der Weg steht uns offen, dies zu ändern. Und wenn die junge Generation ihn beschreitet, ist das ein großer Schritt nach vorn. Die Zeit spielt jedenfalls für uns - weil wir jung sind!

UMFRAGE
Was war in der Jugend Ihre Hauptquelle bei der sexuellen Aufklärung?

Karinaundich: "Sexuelle Vielfalt" soll lediglich die Begriffe Homosexualität und Heterosexualität im Unterricht aufgreifen, um zu mehr Toleranz gegenüber Homosexualität zu gelangen - mehr nicht. Der Begriff ist meiner Meinung nach unglücklich gewählt und vermittelt möglicherweise etwas anderes, deshalb die Überreaktion bei den Eltern. Die auf dem Foto gezeigten Modelle sind überflüssig; die Kids würden sich darüber kaputtlachen, weil sie meistens viel mehr wissen als ihre Eltern u.a. im allgemeinen annehmen. Pornographie gibt es im Unterricht nicht, ist im Bericht oben etwas missverständlich ausgedrückt. Also bitte keine Panik oder Panikmache!

Allatu: Meine Mutter hat gedacht, beim ersten Mal wird man nicht schwanger. So ist mein großer Bruder entstanden. Zum Glück war sie schon 18 und hatte ihre Lehre fertig.

"Blümchen und Bienchen"

Grummel812: Ich (Jahrgang 50) habe noch die verklemmten Zeiten erlebt, in denen Sex als etwas Schmutziges galt, über das man nicht spricht (und jeder hat's getrieben). Man sollte Kindern Sexualität als eine der schönsten Sachen der Welt darstellen, die aber auch Verantwortung beinhaltet und Gefahren birgt. Und die Zeiten von Blümchen und Bienchen sollten nun wirklich vorbei sein.

marco76: Und was viele anscheinend nicht wissen oder ausblenden - unsere Kinder werden früher geschlechtsreif. es gab schon Fälle, wo Kinder im Alter von neun Jahren "geschlechtsreif" waren. Wie weit dort gewisse Gefühle vorhanden waren, weiß ich nicht, nur ist es wichtig, dass die aufgeklärt sind. Schuld daran sollen übrigens Hormone (z.B. Pille) sein, welche in den Wasserkreislauf geraten, nicht abgebaut werden können und am Ende wieder getrunken werden.

Tamatave: Was gibt es sich da den Kopf zu zerbrechen? Wie es geht, wissen die alle meist schon, bevor man den Kids etwas darüber erzählen will. Das kann dann unter Umständen für die Eltern ganz schön peinlich werden. Wenn der Nachwuchs dann nur zuhört, weil die Eltern es eben verlangen, sich aber insgeheim für die Eltern schämen und sich kaputtlachen. Wichtiger ist doch in unserem Zeitalter wie auch schon früher, unsere Kids über die Gefahren, die sexueller Kontakt mit sich bringen kann, zu informieren. Wie Aids, Tripper, Syphilis, Herpes, ungewollte Schwangerschaften usw. Aber solange alles, was hinter verschlossenen Türen und alles, was so unterhalb passiert, als "pfui" dargestellt wird, und ein Geheimnis um all diese Sachen gemacht wird, ist die beste Aufklärung für den A....

Nicht Aufgabe der Schule

Pfeiffer: Die Schule respektiert hier die Intimsphäre von Teenagern nicht - die dann nicht lernen, mit Sexualität und familiärer Verantwortung umzugehen.

Kayline: Unser Kind wird von uns - seinen Eltern - aufgeklärt! Ich brauche keine zweite DDR, in der der Staat alles in die Hand nimmt bzw. denkt, alles in die Hand nehmen zu müssen. Wir werden schon viel zu viel vom Staat "geleitet " (oder sogar fehlgeleitet?).

GustPr: Unser Enkel mit acht Jahren in der dritten Klasse wurde im Sozialkundeunterricht aufgeklärt, wofür Kondome zuständig sind... Auf der anderen Seite glaubt er aber noch fest an den Weihnachtsmann, weil die Eltern es so schön finden - ist das nicht grotesk?

Schnellschreiber: Erziehung ist nach Art. 6 GG zunächst einmal Elternrecht. Darüber kann sich eine Landesregierung nicht hinwegsetzen. In einer Demokratie gibt es auch keine Staatsparteien. Wenn in Baden-Württemberg Grüne und SPD ihre Sex- und Gender-Ideologie als verpflichtenden Lehrinhalt vorschreiben wollen, d.h. die Kinder sollen im Sinne dieser Weltanschauung erzogen werden, dann ist das kein herkömmlicher Unterricht, sondern Indoktrination und Gehirnwäsche. So etwas kennt man sonst nur von Diktaturen.

Mit Bedacht ja, aber bitte kein zu Viel an Informationen

Dreamy: Schwieriges Thema. Einerseits ist Aufklärung richtig und sinnvoll, aber bitte altersangemessen - und nicht alles müssen und wollen(!) die Kinder gleich wissen. In der Schule: In den Grundschulklassen habe ich bei Kindern fatale Folgen erlebt, als sie zwangsaufgeklärt wurden - über Dinge, die sie genau noch nicht wissen wollten. Ihnen hatten vorerst die (klugen) elterlichen Antworten auf gestellte Fragen gereicht. Alles zu seiner Zeit- und angemessen dem Alter.

Tierfreund2011: Guter, liebevoller, vor allem verantwortlicher Umgang mit Jugendlichen, insbesondere in Elternhäusern, aber auch in Schulen oder kirchlichen Einrichtungen, schließt die sexuelle Aufklärung stets mit ein. Ein Überborden an Informationen sollte ebenso vermieden werden, wie eine zu starke Betonung moralischer Ansprüche. Jugendlichen darf nicht mit Verboten, Zwang und dem Aufbau eines schlechten Gewissens die Freude an menschlichen Bedürfnissen genommen werden.

Koellefornia: Homosexualität zu tabuisieren kann aber auch nicht der richtige Weg sein! Ich möchte kein Kind mit einer Homophobie! Wenn die Anlagen nicht vorhanden sind, wird mein Kind auch nicht schwul oder lesbisch.

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