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Hautpflege bei Kindern: 10 Tipps

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Nicht zu häufig baden! So schützen Sie die Haut Ihrer Kinder

14.08.2012, 16:56 Uhr | dpa

Hautpflege bei Kindern: 10 Tipps. Zu häufiges Baden kann die Haut des Kindes austrocknen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu häufiges Baden kann die Haut des Kindes austrocknen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Haut von Kindern ist sehr empfindlich und bedarf deshalb besonderer Vorsicht und Pflege. Zum Beispiel dürfen die Kleinsten aus diesem Grund auch nicht so oft in die Badewanne, wie es manche auf Reinlichkeit bedachte Eltern gerne hätten. Denn zu häufiges Baden kann der zarten Kinderhaut schaden. Diese zehn Tipps gilt es beim Baden und der weiteren Hautpflege zu beachten.

Kleine Kinder lieben es, in der Badewanne zu planschen. Und tatsächlich ist ein Bad nach Sand, Sonnencreme und Matsch der leichteste Weg, sie wieder sauber zu bekommen. Trotzdem sollten Eltern ihr Kind nur ab und zu in die Wanne setzen. Zu häufiges Baden schädigt die Haut.

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Bis zum zweiten Lebensjahr muss die Haut geschont werden

Für Babys gibt es klare Empfehlungen, wie oft und lange sie baden dürfen. Bei Kleinkindern fehlen entsprechende Studien. "Man kann die Empfehlungen aber auf das erste bis zweite Lebensjahr übertragen", sagt Natalie Garcia Bartels, Hautärztin an der Klinik für Dermatologie und Allergologie an der Charité in Berlin.

Denn die Haut baut erst allmählich ihre Barrierefunktion auf. Nach der Geburt beginnen die Talgdrüsen mit der Lipidproduktion - das sind Hautfette mit einer besonderen Schutzfunktion. pH-Wert und Hautfeuchtigkeit gleichen sich nach und nach den Erwachsenenwerten an. Wann die Hautreifung abgeschlossen ist, können Wissenschaftler bisher nicht sagen. Sicher ist nur, dass sie über das erste Lebensjahr hinausgeht. Deshalb sollten Eltern auch bei Kleinkindern die Haut schonen.

So schadet zu häufiges Baden

Zu häufiges Baden könne dazu führen, dass die Barrierefunktion der Haut gestört wird, erklärt Bartels. Sie verliere an Elastizität, werde rissig, rot und jucke, ergänzt Professor Mark Berneburg, Oberarzt an der Universitäts-Hautklinik Tübingen. Im schlimmsten Fall können Bakterien oder Schadstoffe in den Körper eindringen und Infektionen auslösen.

Kinder baden: wie oft und wie lange?

Ein bis zwei Bäder pro Woche reichen für Babys völlig aus, empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Kommt das Kind öfter in die Wanne, sollte es dort nicht länger als fünf Minuten bleiben. Ein europäisches Wissenschaftlergremium rät zu maximal zwei bis drei Bädern in der Woche, die nicht länger als zehn Minuten dauern sollten.

Auf Seife beim Baden verzichten

Die ideale Wassertemperatur liegt bei 37 bis 37,5 Grad. Ob Eltern ihr Kind in klarem Wasser baden oder ein Babywaschgel zugeben, bleibt ihnen selbst überlassen. "Es schadet nach unseren Studien nicht. Die gemessenen Werte unterscheiden sich kaum", sagt Bartels. "Sie können Badezusätze verwenden. Wenn Sie das nicht tun, ist das aber auch okay."

Ist das Kind so eingematscht, dass nur noch ein Duschgel hilft, greifen Eltern am besten zu einem pH-neutralen Produkt, rät Berneburg. Seifenfreie Waschlotionen sind den europäischen Wissenschaftlern zufolge besser als Seife. Beim Abtrocknen gilt zudem: tupfen statt rubbeln. Sonst wird die Haut zusätzlich belastet. "Wenn man merkt, dass die Haut rot oder trocken ist, sollte man mit einer Hautlotion nachfetten", sagt der Oberarzt. Er empfiehlt Cremes ohne Duftstoffe, die außerdem keine Allergene wie Kamille enthalten. Am besten seien harnstoffhaltige Cremes.

Pralle Mittagssonne meiden

Im Sommer braucht die Kinderhaut besonderen Schutz. Denn der kleine Körper bildet noch wenig Melanin. Dadurch bräunen Kinder schlechter, die UV-Strahlung der Sonne ist für sie gefährlicher. Deshalb sollten Kleinkinder die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden und auch danach möglichst im Schatten spielen.

Schon die passende Kleidung schützt vor der Sonne

Damit die Sonnenstrahlen keinen Schaden anrichten, tragen Kleinkinder am besten eine Mütze und langärmelige Kleidung. Spezielle UV-Schutzkleidung brauchen sie in der Regel nicht. Solche Shirts und Hosen können sinnvoll sein, wenn Eltern einen Ausflug planen und klar ist, dass das Kind "viel Zeit in der Sonne verbringt", so Bartels. UV-Kleidung verliert ihre Schutzfunktion nicht durch Nässe, ergänzt Berneburg. Das ist ein Vorteil, wenn man Kinder beim Baden im Schwimmbad schützen will.

Welcher Lichtschutzfaktor ist nötig?

Kündigt sich ein sonniger Tag an, sollten Eltern ihre Kinder schon morgens mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Ob sie Cremes oder Sprays benutzen, ist egal, denn beides wirkt gleich gut. Wichtig ist hingegen, dass die Sonnencreme wasserfest ist, wenn das Kind badet. Sie muss außerdem gegen UVB- und UVA-Strahlen schützen. Das Verhältnis sollte drei zu eins sein, sagt Bartels. Bei einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 bedeute das einen UVB-Schutz von 30 und einen UVA-Schutz von 10.

Kinder sind in der Regel mit LSF 30 ausreichend geschützt, urteilte die Stiftung Warentest in einem Kindersonnencreme-Test ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 7/2010). Nur besonders hellhäutige Kinder bräuchten Sonnencremes mit höherem LSF. "Hohe Lichtschutzfaktoren sind nur mit chemischen Filtersubstanzen möglich", erklärt Ursula Lüders von der Stiftung Warentest in Berlin. Dafür seien Cremes mit mineralischen Filtern in der Tendenz hautfreundlicher. Was Eltern wählen, ist letztendlich Geschmacksache.

Sonnencreme richtig auftragen

Sonnencreme muss gründlich aufgetragen werden - auch hinter den Ohren, im Nacken und auf den Händen. Mehr schützt mehr. Die Sonnenmilch sollte also großzügig verteilt werden. Kleben abends noch Cremereste auf der Kinderhaut, ist das kein Problem. "Es gibt keinen Hinweis, dass das schädlich ist", so Berneburg.

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