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Zufrieden mit dem Beruf  

Erzieherinnen jammern nicht mehr

27.10.2016, 09:33 Uhr | AFP

Zufrieden mit dem Beruf: Erzieherinnen jammern nicht mehr. Erzieherinnen sind mit ihrem Job zufrieden, wünschen sich aber bessere Bezahlung. (Quelle: imago)

Erzieherinnen sind mit ihrem Job zufrieden, wünschen sich aber bessere Bezahlung. (Quelle: imago)

Erzieherinnen sind mit ihrer Arbeit zufriedener als Beschäftigte vieler anderer Berufsgruppen. Dennoch finden sie ihr Gehalt häufig unangemessen. Auch bei ihrer Arbeitszeit wünschen sie sich Veränderung. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Die Untersuchung zeigt, dass Erzieherinnen mit ihrer Arbeit ähnlich hohe Zufriedenheitswerte wie Grundschullehrerinnen erreichen. Sie sind auch zufriedener als Verwaltungsfachfrauen und andere erwerbstätige Frauen mit berufsqualifizierendem Abschluss. Weil Männer den Beruf selten ergreifen, beschäftigt sich die Erhebung nur mit Frauen.

Obwohl sich Erzieherinnen insgesamt nicht überdurchschnittlich stark belastet fühlen und beispielsweise nicht häufiger über Zeitdruck klagen als andere Beschäftigte, macht ihnen die zunehmende Intensität ihrer Arbeit zu schaffen. 

Erzieherinnen müssen heute deutlich mehr leisten

"Die Anforderungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen", erklärte Studienautorin Katharina Spieß vom DIW. "Kinder gehen früher in die Kita, verbringen dort mehr Zeit und haben vielfältigere Bedürfnisse." Bei vielen Erzieherinnen sei die Balance zwischen beruflicher Belohnung und Verausgabung nicht so ausgewogen wie zum Beispiel bei Grundschullehrerinnen.

Nicht zufrieden sind viele Erzieherinnen mit ihrer Arbeitszeit: 31 Prozent würden die Zahl ihrer Wochenstunden gerne erhöhen - mehr als in jeder anderen der untersuchten Berufsgruppen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn sie weniger als 21 Stunden pro Woche arbeiten. "Inwiefern der künftige Fachkräftebedarf über eine Arbeitszeiterhöhung bereits erwerbstätiger Erzieherinnen gedeckt werden kann, ist nicht klar", sagte allerdings Studienautor Franz Westermaier.

Mehr in frühkindliche Bildung investieren

Mehr Investitionen in die frühe Bildung wären aus Sicht der Autoren sinnvoll. Dabei sollten die subjektive Belastung und Zufriedenheit der Erzieherinnen künftig eine größere Rolle spielen. Ein Ansatz könnte etwa ein höherer Fachkraft-Kind-Schlüssel sein, so dass eine Erzieherin für weniger Kinder gleichzeitig verantwortlich wäre. 

Die Daten zur Studie basieren auf dem sogenannten Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Das SOEP ist die größte und am längsten laufende multidisziplinäre Langzeitstudie in Deutschland. Hierfür befragt das Umfrageinstitut Infratest seit 1984 jedes Jahr mehrere tausend Menschen - derzeit sind es etwa 30.000 Befragte in rund 15.000 Haushalten.

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