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China: Industrieproduktion schwächelt - erstmals seit 33 Monaten

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Chinas Industrieproduktion schwächelt - erstmals seit 33 Monaten

23.12.2011, 15:46 Uhr | AFP, dpa, t-online.de, dpa, t-online.de, AFP

China:  Industrieproduktion schwächelt - erstmals seit 33 Monaten. Keine Produktion - ganz so schlimm steht es nicht um die Wirtschaft (Quelle: Reuters)

Keine Produktion - ganz so schlimm steht es nicht um die Wirtschaft (Quelle: Reuters)

Die Krise greift um sich: Nachdem die Eurozone im Abschwung steckt, die US-Wirtschaft kraftlos nach Auswegen sucht, gerät auch noch "Krisenretter" China in Gefahr auszufallen. Erstmals seit mehr als zweieinhalb Jahren ist die Produktion der chinesischen Industrie im November geschrumpft. Das nachlassende Wachstum in China bestätigt damit die zunehmenden Probleme der Exporteure.

Rückgang der Produktion

Der chinesische Einkaufsmanagerindex fiel im vergangenen Monat im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 49, das ist der erste Rückgang seit Februar 2009, wie der Logistik- und Einkaufsverband (CFLP) mitteilte. Ein Index unter der Marke von 50 bedeutet einen Rückgang der Produktion. Demnach sank die Produktion in zehn Branchen, etwa in der Chemie oder in der Telekommunikationsausrüstung.

"Die Botschaft ist klar: Die Wirtschaft flaut viel schneller ab als gedacht - und die Regierung ist bereits in den Ring gestiegen", sagte Analyst Alistair Thornton von IHS Global Insight.

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Peking kurbelt die Konjunktur an

China hatte kürzlich angekündigt, mehr Geld in den Markt zu pumpen: Die Notenbank will zudem Anfang Dezember Devisenreserven abbauen. Zum ersten Mal seit drei Jahren senkte die staatliche Notenbank die Mindestreserve-Anforderungen für die Geschäftsbanken des Landes, womit die Kreditvergabe an Unternehmen erleichtert werden soll. Mit dieser geldpolitischen Maßnahme reagierte China auf die sich abzeichnende Konjunkturtrübung, wie die People's Bank of China in Peking mitteilte. Die Änderung tritt zum 5. Dezember in Kraft. Der Mindestreservesatz sinkt dann um 0,5 Punkte auf 21 Prozent.

Dieser Schritt sei "in dieser Situation instabiler externer Nachfrage, einer Abkühlung der heimischen Wirtschaft und gesunkenen Inflationsdrucks ein Signal für stetiges Wachstum", zitierte Xinhua den Ökonomen Zhuang Jian von der Asian Development Bank. Zuletzt hatte die Notenbank den Satz während der Finanzkrise im Dezember 2008 gesenkt. Damit steht nun nicht mehr die Bekämpfung der Inflation wie zu Beginn des Jahres, sondern das sich abschwächende Wirtschaftswachstum im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik.

Politische Entscheidungen mit negativen Einfluss

Zum Teil gehe die Konjunkturschwäche aber auch auf politische Entscheidungen zurück: eine straffe Geldpolitik und eine von der Regierung gesteuerte Abkühlung des Immobilienmarktes. So war Chinas Wachstumsrate im dritten Quartal auf 9,1 Prozent gesunken, von 9,5 Prozent im zweiten und 9,7 Prozent im ersten Quartal. Auch die Inflation war deutlich gefallen, nachdem sie noch im Juli auf ein Dreijahreshoch geklettert war. Für Oktober hat die nationale Statistikbehörde in Peking eine auf 5,5 Prozent gesunkene Inflationsrate errechnet - eine deutliche Abschwächung verglichen mit 6,5 Prozent im Juli.

Das Schwächeln von Chinas Wirtschaftskraft dürfte in Zeiten der europäischen Schuldenkrise die Sorge um die Weltwirtschaft erhöhen. Um aber in China von einer Krise zu sprechen, ist es indes viel zu früh - handelt es sich doch um Zahlen eines Monats.

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