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Abgas-Skandal: Ex-VW-Manager legt Geständnis ab

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Abgas-Skandal  

VW-Manager legt Geständnis ab

04.08.2017, 19:47 Uhr | t-online.de, awo

Abgas-Skandal: Ex-VW-Manager legt Geständnis ab. Ex-Volkswagen-Manager Oliver Schmidt (Quelle: AP/dpa/Broward County Sheriff's Office)

Ex-Volkswagen-Manager Oliver Schmidt (Quelle: Broward County Sheriff's Office/AP/dpa)

Der seit Jahresbeginn in den USA inhaftierte Ex-Volkswagen-Manager Oliver Schmidt hat ein Geständnis abgelegt. Vor einem US-Richter bekannte er sich schuldig wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal. Durch das Geständnis verringert sich das potenzielle Strafmaß erheblich.

Die US-Justiz wirft dem Deutschen eine Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen Umweltgesetze vor. Schmidt war laut Anklage von Februar 2012 bis März 2015 in leitender VW-Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut.

Von ursprünglich elf Anklagepunkten wurden am Freitag neun fallengelassen. Das Urteil soll am 6. Dezember gefällt werden. Mit seinem Geständnis in Detroit (USA) gibt Schmidt die Chance auf, sich bei einem Prozess verteidigen und einen Freispruch erstreiten zu können.

Maximal sieben Jahre Haft

Dem 48-Jährigen drohen bis zu sieben Jahre Haft und Geldstrafen bis zu 500.000 Dollar. Zuvor hätte sich die potenzielle Haftstrafe bei einem Schuldspruch in allen Anklagepunkten im Extremfall auf 169 Jahre summiert. Das FBI hatte Schmidt im Januar in Miami festgenommen. Der langjährige VW-Angestellte hatte eine Mittäterschaft am Abgas-Skandal bislang abgestritten.

Schmidt ist einer von acht amtierenden und früheren Mitarbeitern des Konzerns, gegen die US-Strafanzeigen gestellt wurden. Bis auf einen Ingenieur, der frühzeitig als Kronzeuge aussagte, werden die anderen Beschuldigten in Deutschland vermutet, von wo ihnen vorerst keine Ausweisung drohen dürfte.

US-Behörden suchen weitere VV-Führungskräfte

Volkswagen hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Die rechtlichen Konsequenzen auf Konzernebene sind durch mehrere milliardenschwere Vergleiche mit Klägern in den USA weitgehend abgeschlossen. Die US-Behörden versuchen, die verantwortlichen Führungskräfte strafrechtlich zu belangen.

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