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Iberdrola dementiert Interesse an Innogy

07.09.2017, 09:54 Uhr | dpa-AFX

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Versorger Iberdrola hat einen Pressebericht dementiert, der dem Konzern ein mögliches Interesse an der RWE-Ökostromtochter Innogy nachsagt. Iberdrola prüfe kein Gebot für Innogy, sagte ein Iberdrola-Sprecher am Donnerstag. Die spanische Zeitung "Expansion" hatte zuvor unter Berufung auf Finanzkreise geschrieben, der spanische Versorger könnte bei einer potenziellen Konsolidierung des europäischen Energiesektors seine Fühler nach Innogy ausstrecken. Nachdem Iberdrola mögliche Zukäufe in den USA und Australien geprüft habe, wende sich der Konzern nun wieder verstärkt Europa zu. Bei einer Konsolidierung wäre Innogy ein potenzielles Ziel, welches sich Iberdrola anschauen könnte, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Die Innogy-Aktie hatte im frühen Handel von den Spekulationen profitiert und um fast 3 Prozent zugelegt. Nach dem Iberdrola-Dementi gab das Papier etwas von den Gewinnen ab. RWE gewinnt um 2,7 Prozent auf 21,15 Euro, profitierte dabei aber auch von einer Erhöhung des Kursziels der Deutschen Bank.

RWE hält derzeit noch knapp 77 Prozent an Innogy. Seit Monaten halten sich Spekulationen um einen Verkauf. Zuletzt war häufiger der französische Versorger Engie als möglicher Käufer ins Spiel gebracht worden. Verschiedene Analysten wie etwa die der schweizerischen Bank UBS, glauben jedoch nicht an ein Interesse von Engie.

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RWE-Vorstandsvorsitzender Rolf Martin Schmitz hatte zuletzt bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im August erklärt, bei Innogy nicht unter Verkaufsdruck zu stehen. Laut Aufsichtsratsbeschluss soll die Mehrheit von 51 Prozent ohnehin bei RWE verbleiben. Auch Innogy-Chef Peter Terium hatte sich zuletzt beim Thema Konsolidierung eher zurückhaltend gezeigt. Er sehe darin derzeit "wenig Substanz", entsprechende Spekulationen seien "mit Vorsicht zu genießen", hatte er bei Vorlage der Innogy-Halbjahreszahlen gesagt.

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