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Lebenserwartung: Geringverdiener in Deutschland sterben früher

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Geringverdiener sterben früher

12.12.2011, 09:57 Uhr | dpa, dapd, oca, t-online.de, dapd, dpa

Lebenserwartung: Geringverdiener in Deutschland sterben früher. Die Lebenserwartung von Geringverdienern in Deutschland sinkt (Quelle: Archiv)

Die Lebenserwartung von Geringverdienern in Deutschland sinkt (Quelle: Archiv)

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Doch bei Geringverdienern hat sich dieser Trend offenbar ins Gegenteil verkehrt. Wurden Arbeitnehmer mit geringem Einkommen 2001 noch durchschnittlich 77,5 Jahre alt, waren es 2010 nur noch 75,5 Jahre. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion. In Ostdeutschland war die Entwicklung demnach noch drastischer. Hier sank die Lebenserwartung von 77,9 auf 74,1 Jahre. Die Bundesregierung hält die Zahlen allerdings für nicht aussagekräftig.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministerium sagte: "Es gibt keinerlei belastbare Anzeichen dafür, dass der grundsätzliche Trend zu einer höheren Lebenserwartung quer durch alle Einkommensgruppen gebrochen wäre." Die in der "Saarbrücker Zeitung" zitierten Zahlen bezögen sich auf eine statistische Auffälligkeit in einer Sonderauswertung der Rentenversicherung, "die auch noch falsch interpretiert wurde".

Andere Quellen, andere Zahlen

Die genannten Zahlen seien "weder repräsentativ noch aussagekräftig, um belastbare Aussagen über die Lebenserwartung von Niedrigverdienern zu treffen". Die Daten deckten sich zudem nicht mit den Daten des Statistischen Bundesamtes über eine steigende Lebenserwartung der Bevölkerung über alle Bevölkerungs- und Einkommensgruppen hinweg.

Bekannt ist allerdings die Erkenntnis, dass arme Menschen häufiger krank sind und im Durchschnitt auch früher sterben: Als Gründe dafür werden eine schlechtere Gesundheitsversorgung, aber auch ungesunde Lebensführung genannt.

Rentenversicherung: "Keine Trendaussage"

Die Deutsche Rentenversicherung Bund bestätigte zwar die Zahlen über das zurückgegangene Sterbealter von Geringverdienern, stellte aber zugleich klar, dass diese auf einer so geringen Fallzahl beruhten, dass sie "nicht als Trendaussage interpretiert werden" könnten.

Weniger Beschäftigung

Dem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" zufolge ergaben die Auswertungen zudem, dass der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten 60- bis 64-Jährigen im vergangenen Jahr nur marginal gestiegen ist. Waren im März 2010 etwa 24,9 Prozent dieser Altersgruppe in Beschäftigung, so lag die Quote im März 2011 bei 26,4 Prozent.

Vollzeit arbeiteten davon nur 18,7 Prozent, ein Plus von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Beschäftigung nimmt mit jedem Jahrgang ab. Die 64-jährigen sind aktuell nur noch zu 13,7 Prozent überhaupt und zu 9,3 Prozent voll erwerbstätig, Frauen nur zu 5,5 Prozent.

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"Rente 67 ist Rentenkürzungsprogramm"

"Die Rente erst ab 67 ist nach wie vor nichts anderes als eine gigantisches Rentenkürzungsprogramm", sagte der Rentenexperte der Linksfraktion, Matthias Birkwald, der Zeitung. Denn so könnten nur Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen in den Genuss der langen Rente kommen. Die Bezugsdauer für Menschen mit niedrigem Einkommen sinke dadurch deutlich.

Arm trotz Arbeit

Derweil können immer mehr Menschen trotz Arbeit offenbar kein ausreichendes Gehalt erzielen - ihnen droht somit die Armut. Von diesem Schicksal sind mehrere Millionen Menschen in Deutschland betroffen, berichtete die "Saarbrücker Zeitung" kürzlich. Demnach galten 2009 rund 2,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland als armutsgefährdet. Das waren 7,5 Prozent aller Erwerbstätigen und etwa 250.000 mehr als im Jahr zuvor.

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