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Finanzen: Rentner können mit Minijob ihre eigene Rente erhöhen

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Aktuelle Regeln für 450-Euro-Jobs  

Rentner können mit Minijob ihre eigene Rente erhöhen

16.08.2017, 07:48 Uhr | dpa

Finanzen: Rentner können mit Minijob ihre eigene Rente erhöhen. Senioren könne sich mit einem Mini-Job etwas zur Rente hinzuverdienen.

Senioren könne sich mit einem Mini-Job etwas zur Rente hinzuverdienen. Freiwillig gezahlte Rentenversicherungsbeiträge erhöhen auch die Monatsrente. Foto: Marijan Murat. (Quelle: dpa)

450-Euro-Jobs sind bei Rentnern beliebt, weil der Lohn bisher ohne Abzüge ausgezahlt wurde. Doch brutto für netto – das war einmal: Frührentner mit einem Minijob müssen laut Flexi-Renten-Gesetz jetzt Rentenbeiträge zahlen. Hier erfahren Sie, wie Sie Abzüge bei 450-Euro-Jobs vermeiden.

Im Jahr 2015 besserte rund eine Million Ruheständler ihre Rente mit einem Minijob-Gehalt auf. Ältere Menschen, die vor dem 65. Geburts­tag in Frührente gegangen sind und in einem 450-Euro-Job arbeiten, sind in diese Zahl noch nicht eingerechnet. Seit Januar 2017 gilt aber das Flexi-Renten-Gesetz. Minijobber sind demnach renten­versicherungs­pflichtig. Das heißt: Wer nicht aktiv wird, erhält nicht die vollen 450 Euro.

Lassen Sie sich von der Renten­versicherungs­pflicht befreien

Wer einen gewerb­lichen Minijob ausübt, etwa in einem Restaurant, bekommt 16,65 Euro von seinen 450 Euro abge­zogen. Bei einem Minijob in einem privaten Haushalt sind es sogar 61,65 Euro pro Monat. Minijobber, die Abzüge vermeiden wollen, sollten sich von der Renten­versicherungs­pflicht bei ihrem Arbeit­geber befreien lassen, so die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 7/2017) der Stiftung Warentest.

Ausnahme: Hatte ein Frührentner bereits am 31. Dezember 2016 einen Minijob, ist er weiterhin rentenversicherungsfrei. Dies gilt unabhängig davon, ob er mittlerweile die Regelaltersgrenze erreicht hat oder nicht.

Rentenversicherungspflicht erhöht Altersrente nur wenig

Lässt sich ein Frührentner mit einem 450-Euro-Job nicht von der Renten­versicherungs­pflicht befreien, erhöhen seine Beiträge zwar die Altersvollrente. Dieses Rentenplus ist aber sehr klein, rechnet "Finanztest" vor.

Beispiel: Ein Frührentner arbeitet ein Jahr lang in einem gewerb­lichen Minijob. In einem Jahr zahlt er 199,80 Euro Rentenbeiträge (12 × 16,65 Euro). Diese erhöhen die Alters­rente, die er ab 67 Jahren erhält, um 89 Cent pro Monat.

Regel­alters­grenze entscheidet über Rentenbeiträge

Dagegen lohnen sich eigene Renten­einzah­lungen für Minijobber, sobald sie ihre Regel­alters­grenze erreicht haben. Diese Grenze ist das Alter, in dem Arbeitnehmer regulär in Rente gehen. Früher lag sie bei 65 Jahren. Bei 1964 und später Geborenen beträgt sie 67 Jahre. Sobald ein Frührentner dieses Datum erreicht hat, ist er in seinem Minijob renten­versicherungs­frei. Er bekommt den 450-Euro-Lohn also voll ausgezahlt. 

Rentenplus von 4,92 Euro pro Monat

Diejenigen Alters­rentner, die freiwil­lig in die Rentenkasse einzahlen wollen, müssen sich dann entscheiden. Die 199,80 Euro Rentenbeiträge für ein Jahr Minijob (450 Euro) bewirken dann ein Rentenplus von 4,92 Euro pro Monat. Diese Einzahlungen hat der Rentner nach drei Jahren und fünf Monaten heraus. Ob er das will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Lohngrenzen und Hinzuverdienstregeln

Das Flexi-Renten-Gesetz ändert auch die Hinzuver­dienst­regeln für Rentner. Für Minijobber hat das aber kaum Auswirkungen. Ab Juli 2017 dürfen Frührentner pro Kalender­jahr ohne Anrechnung auf die Rente 6300 Euro brutto hinzuver­dienen. Wer etwa ab Oktober 2017 in Frührente geht, kann in den drei restlichen Monaten des Jahres monatlich 2100 Euro brutto hinzuver­dienen.

Minijobber dürfen maximal 5400 Euro pro Jahr verdienen

Für Minijobber gelten allerdings eigene Lohn­grenzen. Wer das Privileg "450 Euro brutto für netto" behalten will, darf tatsächlich nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdienen, maximal 5400 Euro pro Jahr. Wer darüber liegt, aber weniger als 6300 Euro bekommt, erhält zwar die Rente ungekürzt, muss aber von seinem Minijob-Lohn Beiträge an die Kranken- und Pflege­versicherung abführen.

Trainer­arbeit und Ehrenamt werden nicht angerechnet

Frührentner, die ehren­amtlich oder als Übungs­leiter arbeiten, können mit Minijob unbe­sorgt hinzuver­dienen, so "Finanztest". Diese Einnahme wird auf die Rente und bei der Minijob-Lohn­grenze nicht ange­rechnet. Bis zu 2400 Euro pro Jahr dürfen Sie etwa als Sport­trainer oder Betreuer zusätzlich anrechnungs­frei hinzuver­dienen.

Info: Auch Vergütungen für ein Ehren­amt, zum Beispiel als Vereins­vorstand oder Platz­wart, bleiben bis 720 Euro pro Jahr anrechnungs- und steuerfrei.

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