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Für schlechte Zeiten  

Wie viele Rücklagen Sie brauchen

23.06.2017, 12:27 Uhr | Caroline Benzel, t-online.de

Wie viele Rücklagen braucht man?. Wie viel Rücklagen Sie brauchen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Wavebreakmedia Ltd)

Wer kann, sollte in guten Zeiten für schlechtere Phasen finanziell vorsorgen. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock by Getty-Images)

Das Auto geht kaputt, Sie brauchen Zahnersatz, die Kinder einen Computer, oder der Job ist weg. Es gibt viele Gründe, warum das Geld knapp wird. Wie Sie für schlechte Zeiten vorsorgen.

Rund zehn Prozent der deutschen Erwachsenen gelten als überschuldet. Damit haben 6,8 Millionen Menschen zu viele Schulden und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Das geht aus dem Schuldnernatlas der Creditreform für das Jahr 2016 hervor. Für Überschuldungen gibt es viele Gründe. Neben zu viel Konsum gehören auch Krankheiten oder Jobverlust zu den Überschuldungsrisiken. Wer kann, sollte deshalb in guten Zeiten für schlechtere Phasen finanziell vorsorgen.

Die Faustregel für Rücklagen

Als Faustregel für den Notgroschen gilt: Drei Netto-Monatsgehälter sollte man auf die hohe Kante legen. Dabei sollten Sie bedenken, dass bei Familien mit Kindern oder Immobilienbesitzern häufiger ungeplante Ausgaben als bei Paaren ohne Kindern oder Singles notwendig sind.

Deshalb empfiehlt es sich, für jedes Kind zusätzlich Geld zurückzulegen. Hinzu kommen Rücklagen für Auslandsaufenthalte, Studienkosten, spezielle Hobbies oder gesundheitliche Probleme der Kinder. Wenn Sie wissen, dass Sie Ihrem Kind gerne ein Austauschjahr in den USA ermöglichen wollen, sollten Sie beizeiten damit anfangen, Geld zurückzulegen. Drei Jahre lang 100 Euro im Monat zurückzulegen, ist unter Umständen weniger schmerzhaft, als auf einmal über 3000 Euro ausgeben zu müssen.

„Natürlich muss die Höhe des Notgroschens an die Zahl der Familienmitglieder angepasst werden“, sagt Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. „Aber normalerweise sind drei Nettomonatsgehälter ein guter Richtwert für die empfohlene Höhe der Rücklagen.“

Rücklagen nicht mit Krediten finanzieren

Starre Sparvorgaben sind meistens aber keine gute Idee, um Rücklagen zu bilden. So ist es nicht empfehlenswert, jeden Monat 100 Euro auf ein Tagesgeldkonto zu überweisen, wenn das Girokonto gleichzeitig ins Dispo rutscht. Denn Überziehungszinsen und Kreditzinsen sind in jedem Fall teurer, als Guthabenzinsen. 

Bevor Sie also beginnen, Rücklagen zu bilden, sollten Sie als erstes das Dispo ausgleichen und mögliche Ratenkredite abbezahlen. Wenn das geschafft ist, können Sie sich daranmachen, den Notgroschen anzusparen. Doch selbst dann ist Sparen um jeden Preis keine gute Idee.

„Es lohnt sich nicht, wichtige Investitionen nicht zu tätigen, nur um Rücklagen aufzubauen“, sagt Knobloch. „Wer auf eine neue Waschmaschine verzichtet, um im Waschsalon zu waschen, investiert mittelfristig mehr Zeit und Geld, als wenn er gleich die Waschmaschine kaufen würde.“

Welches Konto ist für Rücklagen am besten?

Wichtig ist, dass Sie jederzeit auf den Notgroschen zugreifen können. Deshalb sollten Sie Rücklagen keinesfalls für drei Monate auf einem Festgeldkonto bunkern oder gar in Aktien investieren. Wichtig ist, dass Sie schnell an das Geld kommen können. Sei es per Abhebung am Geldautomaten oder per Überweisung. Geeignete Kontoformen sind deshalb Giro-, Tagesgeld- oder Kreditkartenkonten. 

Wenn Sie den Notgroschen separat von Ihrem normalen Konto anlegen möchten, kann sich ein zweites Girokonto lohnen. Achten Sie aber darauf, dass die Kontogebühren nicht zu hoch sind. Tagesgeldkonten und Kreditkartenkonten sind für Rücklagen ebenfalls geeignet, da sich das Geld innerhalb eines Bankarbeitstages aufs Girokonto überweisen lässt.

Rücklagen für Immobilienbesitzer

„Wer eine Immobilie finanziert, sollte möglichst nicht mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens in die Finanzierung stecken“, empfiehlt Knobloch. „Zudem sollte die Immobilie beim Kauf gut in Schuss sein oder zumindest entsprechend hergerichtet werden.“ Danach haben Immobilienbesitzer Zeit, um für mögliche Instandhaltungsarbeiten oder Neuanschaffungen Geld anzusparen.

Wenn beispielsweise abzusehen ist, dass das Dach nach zehn Jahren erneuert werden muss oder ein neuer Heizkessel fällig wird, lohnt es sich, dieses Geld beizeiten anzusparen. Für dieses Zielsparen können Immobilienbesitzer entweder einen festen Betrag pro Monat zur Seite legen, oder jedes Jahr ein bisschen Geld abzweigen. 

App sollen beim Ansparen von Rücklagen helfen

Spielerisches Sparen erlaubt die App Savedroid. Hier können Nutzer Ereignisse definieren, die dazu führen, dass Geld beiseite gelegt wird. So könne sie beispielsweise festlegen, dass 3000 tägliche Schritte dazu führen, dass fünf Euro angespart werden. Auch der zu häufige Blick aufs Handy kann eine Kontobewegung auslösen, ebenso wie ein Tweet von Donald Trump.

Das Problem: Savedroid-Nutzer geben ein Stück weit die Verantwortung für ihr Sparverhalten und ihre Finanzen ab. Zudem ist es problematisch, einer App Zugriff auf Kontobewegungen zu geben. Wesentlich einfacher und zielführender kann es sein, stattdessen jeden Monat das Girokonto leerzuräumen. Sprich: Sie definieren, dass zum Beispiel Ende des Monats 1000 Euro auf dem Girokonto bleiben sollen. Alles was darüber hinausgeht, verschieben Sie auf ein Sparkonto.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, ob diese einen so genannten Abschöpfungsauftrag einrichten kann. Dann müssen Sie sich nicht einmal selbst darum kümmern.

 

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