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Immobilienkauf: Mietfrei - aber ein Rattenschwanz an Folgekosten

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Mietfrei - aber ein Rattenschwanz an Folgekosten

27.02.2012, 07:46 Uhr | dapd, dapd, t-online.de

Immobilienkauf: Mietfrei - aber ein Rattenschwanz an Folgekosten. Haus- und Wohnungskäufer sollten die Folgekosten mit einkalkulieren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Haus- und Wohnungskäufer sollten die Folgekosten mit einkalkulieren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Aussicht auf mietfreies Wohnen, werthaltigen Besitz, vier Wände nach eigenen Wünschen oder Einkommen aus Mieteinnahmen. Das dürften wohl die wichtigsten Gründe für den Erwerb einer Wohnimmobilie sein. Dazu kommen die derzeit traumhaft niedrigen Bauzinsen, die offenbar immer mehr Menschen über einen Hausbau oder Wohnungskauf nachdenken lassen. Doch sollten dabei auch die Folgekosten nicht außer Acht gelassen werden. Sie betragen nicht selten einige tausend Euro extra pro Jahr.

Mietfrei bedeutet noch lange nicht kostenfrei wohnen, warnt Stefan Walter, Jurist der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund Deutschland. Allzu blauäugiges Kalkulieren kann so manche Baufinanzierung schnell ins Wanken bringen. Ob Altbau oder nagelneues Objekt: Eigentümer müssen neben dem Baukredit noch einen langen Rattenschwanz an Steuern, Gebühren, Versicherungen, Energiekosten plus Rücklagen oder Instandhaltung stemmen können, betont auch der Immobilienvermittler PlanetHome.

Höhe der Grundsteuer sehr unterschiedlich

Dabei hängt es auch vom Wohnort ab, wie viel Geld die Kommune für die Grundsteuer will, wie viel für Müllentsorgung oder Wasser hingeblättert werden muss. Da können schnell einige tausend Euro im Jahr zusammenkommen, Tendenz steigend. "Nichts überstürzen, gut rechnen, die Nebenkosten kriegt niemand weg", mahnt Walter zur Vorsicht.

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Was richtig ins Geld gehen kann, ist beispielsweise die Grundsteuer B für Wohnraum, eine der ältesten Steuern in Deutschland. Sie wird von den Städten und Gemeinden nach eigenem Gutdünken festgesetzt - und gern dazu genutzt, die leeren Kassen der Kommunen aufzufüllen. Im vergangenen Jahr zog in fast jeder dritten größeren Stadt die Grundsteuer B nach oben, wie Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ergaben.

Auch Mieter müssen Grundsteuer bezahlen

Der durchschnittliche Hebesatz liegt danach inzwischen bei 517 Prozent. Bundesweit einsame Spitze ist Berlin mit 810 Prozent. Aus dem Hebesatz errechnet sich, was der Eigentümer fürs Wohnen an seine Kommune bezahlen muss respektive über seine Betriebskostenabrechnung an seine Mieter weiterreichen darf.

Zur Orientierung: Wer in Hamburg wohnt, wird aktuell mit 540 Prozent zur Kasse gebeten, in München mit 535 Prozent. Seevetal hingegen, ein Vorort der Hansestadt, berechnet nur 330 und Kirchheim bei München lediglich 280 Prozent. Die Unterschiede sind enorm. Robert Anzenberger, Vorstand von PlanetHome, hat folgendes Beispiel einmal durchgerechnet: Für eine Wohnung mit einem Einheitswert von 50.000 Euro müssen Eigentümer in Hamburg jährlich 945 Euro an Grundsteuer berappen, in München 935,25 Euro, in Seevetal lediglich 577,50 und in Kirchheim nur 490 Euro.

Höhe Gebühren für Müll und Abwasser

Auch die Kanal- oder Abwassergebühren werden immer teurer. Oft müssen Eigentümer auch noch den Kanalbau mitfinanzieren oder die Straßenreinigung. Im Schnitt kostet der Kubikmeter Abwasser in Deutschland momentan rund 2,40 Euro. Je nach Wohnort kann es auch teurer oder billiger sein. Riesenunterschiede von Stadt zu Stadt gibt es zudem bei den Kosten für die Müllabfuhr. Statt an Tonnengröße und Leerung richtet die Stadt Konstanz ihr Gebühren zum Beispiel an den Personen im Haushalt aus.

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In Offenbach wird die Müllgebühr von gut 165 Euro um etwa 13 Euro billiger, wenn der Eigentümer die Tonne selbst wieder zurück stellt. In Stuttgart ist der Voll-Service der Entleerung nochmals um circa 24 Prozent teurer.

Rücklagen nicht vergessen

Auch die Wasserpreise sind vom Wohnort abhängig - und alles andere als günstig. Im Schnitt müssen Eigentümer laut Statistischem Bundesamt rund 200 Euro im Jahr für 80 Kubikmeter Trinkwasser berappen. Dazu kommen die individuellen Stromkosten. Eine dreiköpfige Familie musste 2011 im Schnitt 876 Euro dafür hinblättern, hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft berechnet. Die Heizkosten von vielen hundert Euro im Jahr, je nach Energieträger und Objekt, kommen noch obendrauf.

Mit auf die Liste müssen auch die Ausgaben für Versicherungen wie die Wohngebäudepolice oder die Hausratabsicherung. Je nach Objekt, Standort und Anbieter schwanken auch hier die Preise stark. Und weil jede Immobilie in Schuss gehalten werden muss, sollten Eigentümer das Geld für nötige Reparaturen oder Renovierungen von Anfang an mit einkalkulieren. Ein Prozent des Hauswertes im Jahr gilt als Richtschnur für Rücklagen, wie PlanetHome erklärt.

Miteigentümer an Wohnanlagen werden dafür in der Regel automatisch von der Eigentümergemeinschaft zur Kasse gebeten. "Diese Sorge habe ich als Mieter nicht, darüber sollten sich Immobilienkäufer im Klaren sein", sagt Walter.

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