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Butter oder Margarine – das ist hier die Frage

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Fett ist nicht gleich Fett  

Butter oder Margarine – was ist besser?

12.08.2017, 11:55 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Butter oder Margarine – das ist hier die Frage. Butter oder Margarine, das ist hier die Frage. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/tycoon751)

Butter oder Margarine, das ist hier die Frage. (Quelle: tycoon751/Thinkstock by Getty-Images)

Fett ist ein Geschmacksträger. Kein Wunder, dass Butter und Margarine das Frühstücksbrötchen erst so richtig lecker machen. Während Butterfans vor allem das Aroma und die natürliche Zubereitung loben, schwören Margarineliebhaber auf die gesunden Fette und den oft günstigen Preis. Doch was ist wirklich gesünder: das Tiererzeugnis oder das Pflanzenprodukt?

Während Butter aus Kuhmilch beziehungsweise Milchfett hergestellt wird, kommen in Margarine überwiegend pflanzliche Öle wie Raps-, Oliven-, Lein-, Soja- und Sonnenblumenöl zum Einsatz. Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die die Blutfettwerte senken können, Entzündungen hemmen, blutverdünnend wirken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern sollen.

Margarine punktet mit einem guten Fettsäuremuster

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind Margarinen vom Fettsäuremuster her günstiger als Butter. 

Tierische Fette hingegen weisen einen hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren auf, die den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen und für die Gesundheit daher als eher nachteilig gelten.

Bei der Herstellung von Margarine können Schadstoffe entstehen

Doch auch wenn Pflanzenöle gesünder sind als Milchfette, liegt man mit Margarine nicht immer richtig: Manche enthalten große Anteile an Kokosöl und Palmfett, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Zudem können bei der Raffination der Pflanzenöle im Zuge der Herstellung Schadstoffe entstehen. Das zeigt aktuell auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest: 4 der 19 geprüften Vollfettmargarinen waren deutlich mit dem Fettschadstoff Glycidyl-Ester belastet, der beim Raffinieren entstanden ist. Dieser kann das Erbgut verändern und wurde für den Menschen als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft.

Butter enthält weniger Zusatzstoffe als Margarine

Hinzu kommt, dass Margarinen neben pflanzlichen Ölen eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe aufweisen, unter anderem Wasser, Salz, Sauermolke, Joghurt, Magermilch, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Zitronensäure, Aromen sowie den Farbstoff Beta-Karotin. Einige Margarinen enthalten auch zugesetzte synthetische Vitamine. Butter hingegen darf zusätzlich nur Wasser, Salz, gelb färbendes Beta-Karotin sowie Milchsäurebakterien enthalten.

Vorsicht bei cholesterinsenkenden Margarinen

Von Ernährungswissenschaftlern kritisch diskutiert werden außerdem spezielle cholesterinsenkende Margarinen. Laut den Herstellern sollen sie mit Hilfe sogenannter Pflanzensterine den Blutfettspiegel senken können. Doch die Wirkung ist umstritten. Es besteht der Verdacht, dass diese speziellen Margarinen zu Ablagerungen in den Gefäßen führen können.

"Margarine ist eine echte Konkurrentin für Butter"

Trotzdem: "Margarine ist eine echte Konkurrentin für Butter. Sie enthält für die Gesundheit vorteilhaftere Fette und ist meist viel preiswerter", fasst Dr. Jochen Wettach, der Projektleiter des Tests der Stiftung Warentest, zusammen. Allerdings sollte man beim Einkauf ein paar Punkte beachten. Wer zu Bioqualität greift, kann Rückstände von Pflanzenschutzmitteln umgehen. Margarinen mit einem möglichst hohen Anteil an naturbelassenen, kaltgepressten (nativen) Ölen haben zudem mehr Omega-3-Fettsäuren als raffinierte. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, welche Zusatzstoffe beigemischt wurden. Hier lohnt sich der Vergleich mit anderen Produkten. Die DGE rät vor allem Personen mit erhöhten Blutfettwerten, besser zu Margarine mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren statt zu Butter zu greifen.

Margarine und Butter immer dünn aufs Brot

Ernährungsexperten raten, öfter zwischen Butter und Margarine zu wechseln und generell darauf zu achten, beides in Maßen zu verzehren und immer nur dünn aufs Brot zu streichen. Denn neben der Art des Fettes ist auch die Menge von Bedeutung: Mehr als 15 bis 30 Gramm Streichfett sollten es laut der DGE pro Tag nicht sein. Allerdings gibt es im Fettgehalt Unterschiede: Während Butter und Vollfettmargarine etwa 80 Prozent Fett enthalten und mit etwa 700 Kilokalorien pro 100 Gramm zu Buche schlagen, haben die wasserreichen Halbfettmargarinen nur noch um die 40 Prozent Fett und pro 100 Gramm etwa 400 Kilokalorien.

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