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Rauchen aufhören: Letzte Zigarette macht traurig

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Rauchen: Warum die letzte Zigarette traurig macht

04.08.2011, 14:25 Uhr | jlu/t-online

Rauchen aufhören: Letzte Zigarette macht traurig. Rauchen aufhören: Die letzte Zigarette macht traurig. so eine Studie. (Foto: imago)

Eine Studie zeigt: Die letzte Zigarette macht traurig. (Foto: imago)

Endlich mit dem Rauchen aufhören - diesen Wunsch hegen viele Raucher. Mit dem Rauchstopp klappt es meist aber nicht, häufig führt ein Gefühl des Unwohlseins zum Rückfall. Warum das so ist, wollen jetzt kanadische Forscher herausgefunden haben: Biochemische Prozesse im Gehirn lösen einige Stunden bis Tage nach der letzten Zigarette ein Stimmungstief aus, berichten sie in den "Archives of General Psychiatry". Wie Sie trotzdem Nichtraucher werden: Zehn Tipps für den Rauchstopp.

Mit dem Rauchen aufhören macht traurig

Das Team um Jeffrey Meyer untersuchte 48 Raucher mit einem speziellen Bildgebungsverfahren, der Positron-Emissions-Tomographie: Mithilfe eines radioaktiv markierten Stoffs werden Stoffwechselvorgänge im Körper aufgezeichnet und sichtbar gemacht. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Konzentration eines bestimmten Enzyms im Gehirn, der sogenannten Monoaminoxidase-A (MAO-A), acht Stunden nach dem Entzug um 25 Prozent anstieg. MAO-A baut Hormone wie etwa Serotonin ab, die sonst die Stimmung stabilisieren. Je weniger MAO-A im Körper vorhanden ist, desto trauriger wird man. Dies zeigte auch die Studie.

Vitaminpillen als "Lizenz zum Zigarettenrauchen"

Auf dem Weg zum Nichtraucher gibt es aber noch mehr Stolpersteine, zum Beispiel scheinbar gesundes Verhalten. Das behaupten zumindest taiwanesische Forscher um Wen-Ben Chiou in der Zeitschrift "Addiction": In ihrer Versuchsreihe nahmen 74 starke Raucher Placebo-Tabletten, wobei man einigen sagte, es handle sich um Vitamin-C-Präparate. Nach dem Test genehmigten sich die vermeintlichen Vitaminschlucker doppelt so viele Zigaretten wie die übrigen Teilnehmer. Daraus schlossen die Wissenschaftler: Manche Raucher sehen Nahrungsergänzungsmittel als "Lizenz zum Zigarettenrauchen", sie belohnen sich dafür, ihrem Körper zuvor etwas Gutes getan zu haben.

Stress und Alkohol erschweren den Rauchstopp

Außerdem minimieren Stress und ein hoher Alkoholkonsum die Chancen, mit dem Rauchen aufzuhören. Zu diesem Ergebnis kam eine US-Studie des Gesundheitsamts New York vor einigen Jahren. Auch das Alter spielt laut der Untersuchung eine entscheidende Rolle: Rauchern im mittleren Alter fällt es besonders schwer, die Finger von Zigaretten zu lassen. Zudem sind Frauen beim Rauchstopp erfolgreicher als Männer und auch Menschen mit hohem Einkommen gelingt es eher Nichtraucher zu werden als Geringverdienern.

Nichtraucher mit der Schlusspunktmethode

Damit der Rauchstopp erfolgreich wird, ist es am besten, den Zigarettenkonsum in einem Schritt zu reduzieren. Das heißt: Wer Aufhören will, setzt sich innerhalb der nächsten 14 Tage einen Termin, an dem er von jetzt auf gleich aufhört. Doch zur so genannten Schlusspunktmethode gehört noch mehr: Am Tag X dürfen keine Rauchutensilien wie Zigaretten oder Feuerzeuge vorrätig sein, raten Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Außerdem solle man auch das Umfeld über den Rauchstopp informieren. So kann man vermeiden, dass einem eine Zigarette angeboten wird.

Von Nikotinpflastern keine Wunder erwarten

Wem der Verzicht trotzdem schwerfällt, der kann zu speziellen Pflastern oder Kaugummis greifen. Sie geben dem Körper das Sucht erzeugende Nikotin, jedoch in immer kleineren Dosen und ohne die schädlichen Inhaltsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid. Pflaster, Kaugummis und Lutschtabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten allerdings nicht. Wunder darf man davon ohnehin nicht erwarten. Wer es partout nicht schafft, sollte sich professionelle Hilfe suchen und eine Verhaltenstherapie machen. Ansprechpartner für Entwöhnungskurse gibt es bei Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Ärzten und Psychologen.

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