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Körperpflege  

Morgens oder abends duschen: Es ist nicht egal

01.03.2017, 16:33 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Morgens oder abends duschen: Es ist nicht egal. Je nach Tageszeit reagiert der Körper unterschiedlich auf die Dusche.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Je nach Tageszeit reagiert der Körper unterschiedlich auf die Dusche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Macht es wirklich einen Unterschied, ob man morgens oder abends unter die Dusche steigt? Die Antwort lautet ganz klar: ja. Denn Kreislauf, Muskeln und Haut reagieren je nach Tageszeit ganz unterschiedlich auf die Brause. Welcher Dusch-Typ sind Sie?

Wer gerne heiß und lange duscht, profitiert von der Dusche am Abend. Denn das heiße Wasser entspannt die Muskeln und senkt den Blutdruck etwas ab, da sich die Gefäße weiten. In Folge wird man schneller müde und kann besser einschlafen. Das ist besonders nach einem stressigen Tag von Vorteil.

Kerzenlicht im Bad fördert den Schlaf

Wer zusätzlich das Licht im Bad dämmt oder sogar bei Kerzenschein duscht, unterstützt den Körper zudem bei der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Außerdem ist die abendliche Brause für diejenigen von Vorteil, die morgens nur schwer aus dem Bett kommen und immer bis zur letzten Minute warten. Denn wer morgens nicht duschen muss, kann länger liegen bleiben.

Allergiker profitieren von der Abend-Dusche

Auch Allergiker sollten sich besser abends waschen, rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB). So werden mögliche Allergene wie Tierhaare, Pollen und Staub von Haut und Haaren gespült und landen nicht im Bett. Eine Nasendusche vor dem Schlafengehen kann Niesattacken und Fließschnupfen ebenfalls mindern. Zudem raten die Allergieexperten, die Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers abzulegen, damit sich anhaftende Allergene nicht in der Raumluft verteilen.

Trockene Haut? Abends lauwarm duschen

Trockene Haut profitiert ebenfalls von der abendlichen Dusche. Über Nacht kann sich der Schutzmantel der Haut leichter wieder regenerieren: Es reibt keine enge Kleidung am Körper und auch die Körperpflege hat genügend Zeit zum Einziehen. Vor dem Schlafengehen ist zudem der ideale Zeitpunkt, um Beine, Achseln, Intimzone oder Bart zu rasieren. Bis zum nächsten Morgen hat sich die Haut wieder beruhigt und Rötungen sind abgeklungen.

Sauber auch ohne Duschgel

Bei sehr empfindlicher und trockener Haut stellt man die Wassertemperatur am besten lauwarm ein, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Auf Duschgel kann man manchmal sogar ganz verzichten: "Wer nur verschwitzt, aber nicht verschmutzt ist, kommt gegebenenfalls auch ohne Reinigungshilfen aus. Die erwünschte Erfrischung bringt das Duschen ohnehin mit sich und das Wasser hat einen Abspüleffekt", sagt Dr. Ernst Tabori, Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene (BZH). "Ob es für einen selbst ausreichend ist, muss jeder selbst entscheiden. Krank macht der Verzicht auf ein Duschgel jedenfalls nicht."

Wer lieber mit Schaum unter der Brause steht, sollte laut dem Hygieneexperten darauf achten, zu milden Produkten zu greifen. "Je weniger aggressive oder reizende Wirkstoffe an die Haut kommen, desto weniger wird sie in ihrer natürlichen Funktion beeinträchtigt", sagt Tabori.

Wer nachts schwitzt, duscht am besten morgens

Wer nachts häufig schwitzt, ist mit der morgendlichen Dusche besser dran. Sie spült den Schweiß ab und beugt so einer Geruchsbildung vor. Auch bei fettigen Haaren ist die Brause am Morgen von Vorteil. Nächtliche Talg- und Fettablagerungen werden von Kopfhaut und Haaren gespült und die Frisur sieht nicht platt oder strähnig aus.

Erfrischt in den Tag starten

Auch wer seinen Kreislauf in Schwung bringen und Energie für den Tag sammeln möchte, duscht am besten morgens. Dann empfehlen sich allerdings etwas kühlere Wassertemperaturen. Sie regen die Blutzirkulation an und erfrischen Körper und Geist. Und manchmal entstehen unter der morgendlichen Dusche sogar die besten Ideen für den Arbeitstag.

Duschen: Weniger ist mehr

Zu welcher Tageszeit man am meisten von einer Dusche profitiert, ist auch eine Typfrage. Doch egal ob morgens oder abends: Für die meisten gehört das tägliche Duschen zum Wohlfühl-Programm. Manche duschen sogar zwei Mal am Tag. Doch das sollte man nur in Ausnahmefällen machen, um die Haut nicht zu sehr auszutrocknen. Ist der natürliche Säureschutzmantel angegriffen, haben Keime leichteres Spiel. Dermatologen raten sogar, zum Schutz der Haut nur alle zwei bis drei Tage zu duschen. 

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