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Nierenerkrankungen: Was der Niere schadet

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Nierenerkrankungen  

Dicker Bauch schadet den Nieren

10.05.2015, 13:27 Uhr | cme

Nierenerkrankungen: Was der Niere schadet. Nierengrieß sammelt sich in den Nieren an und kann zu größeren Nierensteinen zusammenklumpen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nierengrieß sammelt sich in den Nieren an und kann zu größeren Nierensteinen zusammenklumpen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn uns etwas belastet, geht es uns sprichwörtlich "an die Nieren". Doch nicht nur Stress, auch ein dicker Bauch fördert Nierenerkrankungen. Das belegt nun eine Studie des University Medical Center Groningen. Das sind die größten Nierenkiller.

Ein dicker Bauch fördert Nierenerkrankungen

Für Ihre Studie untersuchten die Mediziner um Arjan Kwakernaak die Daten von 300 Personen mit normalem Körpergewicht und Übergewicht. Das Ergebnis fällt besonders negativ für gesunde Probanden aus, die mit einem Bauch zu kämpfen haben. Gerade diese Personen sind laut der Wissenschaftler besonders gefährdet. Denn vor allem durch überschüssiges Fett am Bauch, verringert sich der Blutfluss der Nieren und auch der Blutdruck in den Nieren steigt dramatisch an. Das Tückische: Das trifft auch auf Personen zu, die sonst völlig gesund sind.

Die Niere filtert schädliche Stoffe aus dem Blut

Die Hauptaufgabe der Nieren besteht darin, schädliche Stoffe aus dem Blut zu filtern und über den Urin aus dem Körper zu schleusen. Zu viele Belastungen allerdings können das Organ schädigen. Dazu gehören besonders Übergewicht und Bluthochdruck. Fallen beide Nieren aus, ist das lebensbedrohlich. Lesen Sie hier, was die größten Nierenkiller sind und wie Sie Nierenerkrankungen vorbeugen.

Flüssigkeitsmangel kann Nierensteine fördern

Zu den häufigsten Nierenerkrankungen zählen Nierensteine. Dabei lagern sich kleine Kristalle in der Niere ab und können zu schmerzhaften Koliken oder Entzündungen führen. Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Allerdings scheinen erbliche Faktoren sowie Stoffwechselstörungen eine Rolle zu spielen. Stark konzentrierter Urin, zum Beispiel durch Schwitzen oder Flüssigkeitsmangel sowie Diäten und Infektionen begünstigen ebenfalls die Entstehung der Steine. Aber: "Der Einfluss der Ernährung auf Nierenerkrankungen wird oft überschätzt", sagt Dr. Ulrich Dendorfer, Nierenarzt am Städtischen Klinikum München-Schwabing. Allein durch ausreichendes Trinken und eine gesunde Ernährung lässt sich der Steinbildung nur begrenzt vorbeugen.

Salz und Eiweiß gar nicht schädlich?

Die häufig zu lesende Behauptung, zu viel Salz oder Eiweiß schädige die Nieren, kann Dendorfer ebenfalls nicht bestätigen. "Es gibt Studien, die versuchen, das zu belegen, aber es gibt keine eindeutigen Beweise dafür", sagt der Nephrologe. Der Einfluss der Ernährung sei - wenn überhaupt - eher indirekt: Denn Nierenerkrankungen entstehen häufig als Folge einer Grunderkrankung wie Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck. Diese Krankheiten stehen durchaus in einem Zusammenhang mit ungesunder Ernährung.

Akute Niereninsuffizienz ist heilbar

Während Nierensteine oder Entzündungen die Nieren zunächst nur vorübergehend beeinträchtigen, verliert die Niere bei einer Niereninsuffizienz allmählich ihre Fähigkeit, das Blut zu filtern und den Körper zu entgiften. Ärzte unterscheiden zwischen akuter und chronischer Niereninsuffizienz. Eine akute Niereninsuffizienz wird meist durch Unfälle, Vergiftungen oder Entzündungen ausgelöst. Auch ein Schock kann dazu führen, dass die Niere kurzfristig ausfällt. Eine akute Insuffizienz kann durch rechtzeitige Therapie geheilt werden.

Bluthochdruck und Diabetes schaden der Niere

Im Gegensatz dazu entsteht eine chronische Niereninsuffizienz schleichend, meist durch eine bestehende Grunderkrankung wie Diabetes oder Bluthochdruck. Dabei wird das Nierengewebe schlecht durchblutet und stirbt allmählich ab. Laut dem Magazin "Diabetes Ratgeber" entwickeln bis zu 40 Prozent aller Diabetiker früher oder später einen Nierenschaden, der ohne rechtzeitige Behandlung bis zum Nierenversagen führen kann. Auch Rauchen sowie manche Medikamente wie Schmerzmittel schaden den Nieren und können langfristig zum Ausfall der Organe führen. Da meist beide Nieren gleichzeitig geschädigt werden, hilft in diesem Fall nur noch eine Transplantation oder die regelmäßige Blutwäsche (Dialyse).

Urintest und Vorsorge nutzen

Chronische Nierenerkrankungen sind vor allem deshalb tückisch, weil es kaum Symptome gibt. Ein Hinweis auf Nierenschäden können Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sowie verstärkte Wassereinlagerungen in den Beinen - so genannte Ödeme - sein. Wer den Verdacht hat, dass mit seinen Nieren etwas nicht stimmt, sollte zum Arzt gehen. Dieser kann Blut- und Urintests durchführen, die Aufschluss über einen Nierenschaden geben. Zudem ist es sinnvoll, ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung „Check-up 35“ durchführen zu lassen. Dabei werden unter anderem Blutzucker und Blutdruckwerte bestimmt. Ein hoher Blutdruck beispielsweise kann ebenfalls auf eine Nierenerkrankung hinweisen.

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